Zucht mir Althäsin

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  • Wenn bei einer Häsin alles passt, Aufzuchtleistung, schöne Jungtiere, Gesundheit usw. behalte ich eine Häsin solange, solange sie Jungtiere bekommt. Ich hatte schon eine Häsin in der Zucht, die war 7 Jahre alt und die brachte die bestgezeichnetsten Mantelschecken überhaupt. Aktuell habe ich eine Häsin in der Zucht, die ist 4 Jahre alt. Das bisher schlechteste bewertete Jungtier von ihr machte 96,0 Pkt, das beste wurde Bundessieger. Hätte ich die Häsin frühzeitig aus der Zucht genommen, mein Gott. :rolleyes:
    Gruß Franz

  • ch bin lieber Rasse Zücchter der versucht steig was zu verbessern als einer der nur darauf hofft aussteller heranzuziehen.


    Du verbesserst wofür? Um auf dem Niveau der anderen mit schwimmen zu können, denn die Konkurrenz schläft nicht! Eine Rasse entwickelt sich immer weiter- auf den Schauen sieht man die Ergebnisse. Im Prinzip erhälst du die Rasse durch jede Art von Verpaarung, aber du schreibst, du verbesserst, wozu? Um auf dem hohen Niveau wie die anderen zu stehen.


    Wie willst du denn etwas verbessern, wenn du den Grundstein deiner Zucht immer wieder vernichtest? Die einfache Linienzucht, mit der du die guten Merkmale (ok auch die Schlechten) hervor bringst, verlangst es, dass du die Ausgangstiere weiter hälst und immer wieder mit den Jungtieren verpaarst -
    ich meine gut, wenn du Vatertiere über Jahre behälst, kannst du auch eine Linie aufbauen, aber was machst du, wenn du nur noch die Töchter der sagen wir mal 4. Generation hast und diese dann auf einmal Zahnfehlstellungen vererben, weil du falsch selektiert hast und die ganze Linie dann schrott ist, weil deine guten Ausgangstiere, die zu Anfang prima vererbt haben, nicht mehr da sind????


    Ich sagte schon heute Mittag, dass ich auch solche Spezialisten kenne - die Jungtiere sind nix und auch die Alttiere kommen in den Pott - kein Preis alles doof! Die Sache kann bei einer Verpaarung mit einem anderen Elterntier schon wieder anders aussehen - Züchter zu sein erfordert Geduld und darum bleibe ich bei meiner Meinung, dass zumindest die Ausgangstiere, mit denen man angefangen hat bleiben müssen.


    Lies dir mal das Buch "Kaninchenvererbung" von Heidi durch, danach bist du bestens informiert und weißt, was zu tun ist.


    LG
    Kathi

  • Gut ist mir jetzt klar das man auch mit Althäsinen gute Jungen ziehen kann und auch gut zu wissen für mich. Jetzt ma was andres was macht man mit dem Tier sagen wir sie ist 5 Jahre und bringt keine vernünftige Nachzucht mehr. Musste mir heut nämlich anhören "Die kannst du doch nicht nur weil sie gute Junge bringt solange aufheben die kann man doch dann gar nicht mehr schlachten".

  • Hallo,

    Du siehst dann immer alles doppelt.


    ja, ja Franz, ich habe damals 11,5 Jungtiere gezählt. ;)


    Zumal das quatsch ist zu sagern nur weil die Häsin 97 oder 98 punkte hat dass die diese auch an ihre Jungen weitergibt.


    Die Häsin war damals auf zwei Schauen und machte 96,5 u. 96,0 Pkt. Sie hat die 96,0 Pkt. auch an ihre Tochter weitergegeben, die uns 2012 die beiden Europachampions, 2013 den Bundessieger von Oldenburg und Ende 2013 den Bundessieger von Karlsruhe geschenkt hat.


    Klar trittst du mit ein und der selben Häsin immer auf der Stelle Hubert. Du kannst noch so viele fremde Rammler einsetzen, irgendwann ist die Leistung verbraucht


    Kommt drauf an, welche Rammler man dabei einsetzt.


    Wenn die Häsin keine Guten Junge wirft dann ist sie auch nix für die Zucht trotz der guten wurfleistung über jahre. Dann ist es pure Vermehrerei und kein erschaffen neuer guter Tiere die mich in meiner Zucht vorran bringen


    In den letzten Jahren von maximal 30 tätowierten Jungtieren von Vermehrerei zu sprechen finde ich schon merkwürdig.


    Hauptsache Junge bekommen um erfolgreich ausstellen zu können.


    Wenn wir schlecht ausstellen würden, hätten unsere Tiere sich züchterisch auch nicht verbessert. Also Du widersprichst deine Aussagen selber.


    sondern meine eignen Nachzuchten einsetzen


    Das machen wir auch noch ganz nebenbei.


    Finde es auch nicht gerecht dass Hubert immer so ausfallend wird! Soll jeder die Meinung des anderen akzeptieren wenn auch dieser die selbige nicht teilt!


    Ich finde an meiner Aussage nichts ausfallendes. Ich finde nur, dass der erste Satz von Dir wenig mit Rassekaninchenzucht zu tun hat.


    Hätte ich die Häsin frühzeitig aus der Zucht genommen, mein Gott.


    Bloß nicht Franz. ;)


    Gruß,
    Hubert

  • Hallo zusammen!


    Mir geht es inzwischen sehr oft so wie Manfred im Beitrag „Jungtiere aus Fremdpaarung“ schon anmerkt. Allzu oft gibt es bei den Beiträgen nur noch schwarz oder weiß und nur die eine Ansicht ist richtig bzw. soll für allgemeinverbindlich erklärt werden. Der Züchter der das so und so macht ist gut, wer es nicht so macht ist schlecht. Dann holt man noch die Argumenten-Totschlagkeule heraus und merkt gleich an, wer es anders macht als ich ist kein Rassekaninchenzüchter, sondern nur Vermehrer.


    Ich greife ein paar Beispiele aus vergangenen Diskussionen auf.
    Man kann Tiere auf Ausstellungen kaufen, ohne jemals ein Wort mit dem Züchter gesprochen zu haben. Auch mit diesen Tieren kann man über Jahre hinweg hervorragende Nachzucht ziehen. Das persönliche Gespräch und Kaufen am Stall mag das Risiko eventuell minimieren, aber auch direkt im Stall kann man sich böse Überraschungen einkaufen.


    Wer viele Tiere züchtet bekommt automatisch den Makel des schlechten Züchters, weil man so viele Tiere braucht, um gut zu sein.
    Ich züchte auch viele weiße Zwergwidder, aber davon gehen auch mal zwanzig Tiere auf die Landesschau mit einem guten Punkteschnitt. Ich kann aber auch mit weniger erfolgreich sein. Mein von den Punkten her gesehen bestes Jahr war das Jahr, als ich wegen Hausbau und Arbeitgeberwechsel nur dreizehn Jungtiere zog. Ich habe einfach nur gerne viele gesunde und muntere Kaninchen im Stall.


    Haltung auf Stroh/ einstreulose Haltung
    Auch hier gibt es kein schwarz oder weiß. Jede Haltungsform hat ihre Vor- aber auch Nachteile. Wer um diese weiß kann die Haltung optimieren, aber perfekt oder genau richtig gibt es auch hier nicht. Ich halte meine Tiere ganzjährig auf Stroh und gedenke dies auch nicht zu ändern, auch wenn ich um die Nachteile, insbesondere in der Aufzuchtphase, weiß.


    Pellets, Fertigfutter oder selbst mischen
    Hierzu gibt es im Forum diverse Beiträge, darunter auch einen von mir. Es gibt dazu fast so viele Meinungen wie Schreiber. Züchter, die sich selbst mit den günstigsten Produkten aus dem Supermarkt versorgen wollen oder müssen, werden gewiss nicht dazu übergehen, ihre Tiere nur mit zugekaufter Biokost zu füttern.
    Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit der Pelletfütterung gemacht und mische mein Futter seit über zehn Jahren selbst. Damit fahre ich sehr gut, auch wenn in meinem Beitrag hierzu Anja dieses Futter, salopp formuliert, als großen Mist analysierte. Da ich diese Analyse aufgrund der getroffenen Aussagen für sehr rudimentär, in Teilen auch schlichtweg für falsch halte und noch dazu mir meine eigenen Erfahrung und (Auf-)Zuchterfolge etwas anderes zeigen, fütterte ich mein Futter weiter, auch wenn Anja als Angestellte eines Futtermittelherstellers mehr theoretisches Wissen hat. Mit einem Punkt könnte sie aber Recht haben und dies werde ich nun auch mit einer anderen Fütterung prüfen.


    Aus einem Text von Manfred kopiert: „ … das Forum … dazu da, um Ratschläge zu erteilen und Interessierte an die Rassekaninchenzucht heranzuführen“
    Das sehe ich auch so. Wobei man manchmal auch akzeptieren muss, dass man Ratschläge zwar geben kann, diese aber nicht immer angenommen/ umgesetzt werden.
    Ist nicht immer leicht und manchmal zum Verzweifeln, aber es müssen nicht alle Menschen gleich sein und gleich handeln. Und ändern kann man die meisten Menschen auch nicht – nur zum Nachdenken anregen.


    Abschließend noch was zum eigentlichen Thema.
    Wie die Diskussionsbeiträge zeigen, kann man auch hier nicht schwarz/weiß denken. Es kommt auf die gezüchtete Rasse/ Farbenschlag an. Hat man einfarbige Tiere oder Schecken, eine Neuzucht, eine selten gezeigte Rasse oder eine weit verbreitete Rasse.
    Bei Neuzuchten kann es stimmen, dass man von Jahr zu Jahr neue Zuchttiere/ Nachzuchttiere einsetzt, um sich zu verbessern. Bei Blaue Wiener oder wie in meinem Fall weiße Zwergwidder ist man ja schon froh, wenn man einen hohen Zuchtstand über Jahre halten kann. Was nun schwerer ist mag jeder für sich selbst beurteilen – eine Rasse verbessern oder auf hohem Niveau zu halten.
    Ich behalte jedes Jahr neue Zuchttiere, aber mit den erfolgreichen Alttieren ziehe ich weiter. Wenn es ein Zuchttier ins dritte Zuchtjahr schafft, dann ist es auch ein gutes Tier und wird natürlich weiter zur Zucht eingesetzt.
    Da ich aber nicht nur mit dem Kopf, sondern auch „mit dem Herzen züchte“, bleiben alte Zuchttiere bei mir immer länger im Stall, denn wer mich über mehrere Jahre mit schönen Jungtieren glücklich macht, der wird auch nicht geschlachtet und darf die Rente munter über die Wiese hoppelnd genießen. Meine zwei ältesten Rentner werden in diesem Jahr zehn Jahre alt. Der Rammler war im letzten Jahr noch im Zuchteinsatz, seine Schwester allerdings seit vier Jahren nicht mehr.


    Netter Gruß
    Tobias

  • Hallo,


    um schwarz oder weiß geht es doch hier gar nicht.
    Wie Peter schon schrieb, gibt es viele Möglichkeiten. Wer welches Ziel verfolgt und wie dahin kommen möchte, ist doch jedem selbst überlassen.
    Aber wie auch Kathi schrieb, kann eine ältere Häsin eine Rückversicherung sein. Ob man bereit ist, diese Rückversicherung zu halten, ist auch jedem selbst überlassen.


    Mir geht's hierbei auch ein bißchen wie Tobias. Wenn eine Häsin gut zieht und schöne Junge bringt, hat sie sich m.M.n. ihren Platz verdient.


    Und zum Thema Alttiere schlachten:
    Man kann auch diese Tiere verwerten und essen. Ich persönlich löse das Fleisch aus und jage es durch den Fleischwolf. Schmeckt sehr gut als Frikadelle bspw.
    Andere legen das Fleisch ein, aber ich esse Sauerbraten o.ä. nicht gerne.


    Und im Übrigen kann ich an Huberts Aussagen auch nichts Ausfallendes finden.
    Pauschalaussagen sind sowohl in der einen, wie in der anderen Richtung.....naja......


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Hi!


    Zitat

    Wer welches Ziel verfolgt und wie dahin kommen möchte, ist doch jedem selbst überlassen.


    Deine Einstellung in Ehren, aber so kommt's hier schon seit längerem nicht rüber.



    Zitat

    Dann ist es pure Vermehrerei und kein erschaffen neuer guter Tiere die mich in meiner Zucht vorran bringen. Was ist das denn dann ? Ich bin lieber Rasse Zücchter der versucht steig was zu verbessern als einer der nur darauf hofft aussteller heranzuziehen



    Derartiges hat es auch schon von anderen gegeben, die Gewichtung scheint jedoch unterschiedlich zu sein. Man reduziere z.B. den letzten Satz des Zitats auf "Rassezüchter" und "Aussteller heranziehen." Es ist mir auf alle Fälle lieber, als die seidenweiche Tour. Ich kann nichts Ausfallendes erkennen.


    Zum Thema: Mir sind die Althäsinnen prinzipiell lieber, da ich bereits Infos über die Tiere habe. Das beschränkt sich nicht nur auf Wurf- bzw. Aufzuchtleistung, sondern auch auf eventuell vorhandene genetische Defekte oder Zeichnungsfehler der F1. Wenn ich jedes Mal auf die Alttiere verzichten würde, müsste ich Jahr für Jahr das Rad neu erfinden.


    MfG Manfred

  • Hi,


    nein, ich finde deine Wortmeldung einfach gut. Der Rest war ohne Wertung.


    Ich muss mich ja nicht beteiligen, wenn ich nicht will. Möglicherweise gibt es ja eine sinnvollere Art meine Zeit zu verbringen. :whistling:


    MfG Manfred

  • Hallo Fienchen,

    "Die kannst du doch nicht nur weil sie gute Junge bringt solange aufheben die kann man doch dann gar nicht mehr schlachten".

    ...das ist eine Dummdusselargumentation, die Hauptaufgabe einer Zuchthäsin ist es nun mal gut zu vererben und beste Aufzuchtleistungen zu zeigen. Solange dieses so ist, sollte eine Häsin auch behalten werden, "alte" Häsinnen sind doch ein Stützpfeiler der Zucht. Eine Art genetischer Notanker, auf den ich bei Fehlentwicklungen einer Linie zurückgreifen kann, so ich selbigen nicht "zart" verspeist habe. :rolleyes:


    Davon ab, auch ältere und alte Kaninchen werden nach 48 Std. Buttermilchbad wieder wundervoll zart, versuch's mal.


    Gruß



    Thomas

  • Guten Morgen,


    der Beitrag von Tobias hat mich nun doch angeregt, nochmals was anzumerken.


    Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen, denn es gbt ganz kare Unterschied darin, wie ich an eine Sache herangehe. Und die Frage nach Rost/Strohhaltung ist wahrlich eine andere den Zucht/Vermehrung.


    Und es gibt unterschiedliche Wege zu einem Ziel - nur das muss vorhanden sein !! Wenn ich kein Ziel habe, brauche ich mir um die Art des Vorwärtskommen keine Gedanken machen außer - ich definiere den Weg als Ziel . :evil: :)


    Tierzucht ist doch eigentlich klar definiert, man züchtet Tiere nach bestimmten Grundsätzen, um bestimmte Ziele zu erreichen - das erkläre ich jetzt nicht nochmals näher.


    Bei der Frage des Einsatzes von Alttieren - ich benutze hier absichtlich dieses Wort, weil auch Altrammler durchaus sehr sinnvoll sein können - geht es doch erst mal darum, wie weit bin ich mit den Grundlagen meiner Zucht - wie gesund und stabil sind meine Tiere, ist die Linie soweit durchgezüchtet, dass die Individuen austauschbar sind, brauche ich immer wieder die "besondere Leistung" eines bestimmten Tieres, weil dessen Eigenschaften sich noch nicht stabilisiert haben uvm.


    Habe ich einen Zuchtstamm über mehrere Generationen erzüchtet, dessen Eigenschaften zumindest planbar und generalisiert sind, kann ich mich um spezielle Ausformungen kümmern, für mich sind dies z.B. dann die phänotypischen Rassemerkmale.


    da sich sowas nicht linear "vererbt" sondern oft auch "Zufallskriterien " unterworfen ist und hier meine ich tatsächlich die genetische Spannbreite-, macht es durchaus Sinn, die Leistungsfähigkeit gerade von Junghäsinnen zu nutzen und sie gezielt einzusetzen, um schlicht die "Reproduktion " zu steigern - habe ja oben schon erwähnt, dass sich die Wurfgröße in der Regel mit steigendem Alter der Häsinnen reduziert.


    Und hier hat ja Auriel gar nicht so Unrecht, hier kann es von Generation zu Generation tatsächlich zu beträchtlichen Steigerungen kommen und der "Schnitt" sich deutlich verbessern - allerdings nur dann, wenn wie oben beschrieben die "Grundlage" stimmt.


    Wer wie Rassekaninchen züchtet bleibt jeder/m selbst überlassen, erfolgreich wie auch immer definiert ist allerdings nur die/der, der zuvor Ziele definiert und sich diesen geplant nähert - Zufälle tragen den Wortsinn in sich , zu treten eben nur zufällig auf, sind nicht planbar und haben mit "Zucht " wenig zu tun.


    Und hier schließt sich für mich auch der Kreis, je nach dem wie ich "Schwarz/weiß" definiere, kann es eben doch sehr wichtig sein, genau in diesen Kategorien zu denken :)


    Noch ein Gedanke von Tobias möchte ich gerne aufgreifen:


    Es gibt ja nicht nur "Trixer" in den Reihen der ZuchtfreundInnen, ich gehe davon aus, dass die meisten ehrlich und anständig ihrem Hobby nachkommen und mit ihren verkauften Tieren anderen Helfen wollen. Der Kauf Hervorragender Tiere ist somit möglich und da ist kaum noch Steigerungsmöglichkeit vorhanden - zumindest im "Schnitt" -, da gilt es tatsächlich, dieses Niveau zu erhalten - und das ist gar nicht so einfach, auch das ist "züchterische Kunst", nicht nur "Eintagsfliege" zu sein. Aber auch hier muss man planen und kann sich nicht drauf verlassen, dass alles statisch bleibt, "Leben" heißt Bewegung, ein ständiges auf und ab.



    mfg Peter

  • Hallo Peter,

    Und hier hat ja Auriel gar nicht so Unrecht, hier kann es von Generation zu Generation tatsächlich zu beträchtlichen Steigerungen kommen und der "Schnitt" sich deutlich verbessern - allerdings nur dann, wenn wie oben beschrieben die "Grundlage" stimmt.


    vollkommen richtig, wäre auch dumm wenn man nicht Jahr für Jahr junge Häsinnen mit in die Zucht einbaut. Doch was mich an "Auriel´s" Aussage stört war gleich der erste Satz ihrer Aussage, bei dem man als Rassekaninchenzüchter, für den sie sich ja hält, nur den Kopf schütteln kann:


    Länger wie 2 Jahre braucht man ne Häsin eigentlich nicht in der Zucht halten.


    Das klingt mir zu simpel und zu verallgemeinert.


    Gruß,
    Hubert

  • So sehe ich das auch:


    Außerdem: Wer sagt bei Linienzucht, dass man immer die Töchter auf den Ursprungsrammler paaren muss. Man kann auch die Söhne auf die Mutterhäsin paaren. Bei Häsinnen, die nur 1-2 Jahre in der Zucht sind wohl kaum möglich.

    Es gibt natürlich eine "Mutterlinie" und die bekommt man nicht in 2 Jahren hin!


    Wenn ich auf dem Weg erkenne, dass schlechte oder nicht gewollte Eigenschaften vererbt werden, verfolge ich das Schema natürlich nicht bis an das Ziel.
    Aber generell, spricht nichts gegen den Einsatz einer mehrjährigen Häsin!


    Und wenn ich den Enkel oder Urenkel mit der Ausgangshäsin verpaaren sollte, kommen evtl ganz andere Ergebnisse zum Vorschein, als die Usgangsverpaarung gebracht hat.


    Es geht ja nicht nur um die Verbesserung der Eigenschaften, sondern auch um die Festigung derer und die Berechenbarkeit.
    Überraschungen im Nest, sind nicht unbedingt immer positiv ;)
    Daher sollte es meiner Meinung sogar Ziel sein, hervorragende Zuchttiere jahrelang einzusetzen.
    Die Schwierigkeit besteht im Anfang doch eher darin diese ausfindig zu machen und da reicht eine schöne Silhouette nun mal nicht aus!


    LG Alex

  • Hallo, noch eine kleine Anmerkung zum Thema "schlachten und essen von älteren Tieren". Wir haben kürzlich aus 3 Alttieren von einem Metzger im Ort ganz köstliche Wurst produzieren lassen. In dem Fall Bauernwürste zum brühen oder braten. Jeder, der probiert hat, fand sie toll. Nächstes Mal werden wir rote Bratwurst mit höherem Kaninchenanteil versuchen. Auch das ist also eine gute Möglichkeit ältere Tiere in sehr leckere Mahlzeiten zu verwandeln. Wer nun nicht grade Riesen hält muss wohl mehr als 3 Tiere einplanen...eine Möglichkeit ist es trotzdem.

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