Beiträge von Caillean

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    Zitat

    2. Alle Nachkommen
    des Wurfes, wie auch immer sie aussehen, sind normal zu kennzeichnen,
    und ggf. abweichende Farben sind mit den entsprechenden Bemerkungen in
    der Zuchtmeldung und im Vereinszuchtbuch zu vermelden.

    Gilt das auch für nicht anerkannte Farben? In unseren ersten Dalmatiner Rex Würfen finden sich Holländer...

    Hallo, wenn ich die kurze Beschreibung in "Kaninchenvererbung" richtig verstehe, läuft die Vererbung genau wie beim Marderkaninchen. Die Faktoren von A bleiben gleich - an/an (russenfarbig), am/am (dunkelmarder bzw. siam), an/am (typisch gefärbt).
    Bei der Siamfarbe wird aber B zu b - das sonst dunklere Pigment wird also Gelb.


    Bei nur wenigen gewünschten Jungtieren ist dann zu überlegen, einen Teil über die "Fehlfarben" zu ziehen, deren Kombination nur Typtiere ergeben. Hin und wieder braucht es natürlich eine Typverpaarung um dann gezielt neue "Helle" und "Dunkle" zu erhalten.

    Thomas ich hatte das auch mal. Auch bei einer älteren Häsin. Für sie aussergewöhnlich wenig Jungtiere (3 Stück, ist ja bei Riesen "nix"). Kamen an Tag 36, ebenfalls voll behaart, aber alle wohl auf. Zumindest hier hat die Wurfgröße großen Einfluß auf den Termin. Sehr große Würfe kommen gern an Tag 28 (12 und mehr Jungtiere), der Durschnitt Tag 31 oder 32 (8-10 Jungtiere) und sehr kleine Würfe eher später. Wobei die 36 Tage die Ausnahme waren...Tag 34 bei nur 4-6 Jungtieren aber schon öfter vorkam.

    Bei uns läuft das neue Zuchtjahr schleppend an. Die Riesen möchten allesamt lieber noch ein wenig das Fell wechseln statt aufzunehmen. Dafür gabs einen bombigen Wurf schwarze Zwergwidder. Da hat die Testverpaarung promt 4 proppere Jungtiere gebracht :D .

    Durch die zwei Gebärmutterhörner bei Kaninchen ist eine Doppelträchtigkeit möglich, wenn es zu entsprechenden Deckakten kam. Ob da noch was kommt oder es ein einzelnes war, kann man natürlich nicht sagen.
    Es kann auch bei normalen Würfen passieren, dass einen Tag später noch was nachkommt. Aber die Entwicklung spricht natürlich eher für 2 unterschiedliche Aufnahmetermine.

    Ob es nun an Frankreich liegt


    Zum Teil sicher auch. In Frankreich tickt die Kleintierzucht (teilweise auch die ganze Tierhaltung) doch etwas anders als bei uns. Wobei der Hauptunterschied meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit liegt.
    Ich war in Frankreich schon öfter schockiert über Käfig- und Stallgrößen, Tierzustände, Haltungsformen (viele Hunde z.B. in Zwingern)...aber mal ehrlich - die verbannen es nur nicht hinter verschlossene Türen und hohe Mauern. All diese Probleme findet man hier zu Lande auch noch, sie werden nur besser versteckt und wir würden es auf Ausstellungen schon gar nicht nach aussen präsentieren.


    Wenn ich eure Berichte so lese bin ich aber ganz froh für Metz nichts geeignetes gefunden zu haben.

    Bei uns ist die Bewertungskarte in der Regel auch mit dem Tier weg, ist halt einfach üblich.


    Bei einer Lokalschau würde ich zur Austellungsleitung gehen und Einsicht in die Bewertungsliste erbitten. Da drin steht das wichtigste - Einzelwertungen und Gesamturteil, und es ist sicher vorhanden, da der/die Preisrichter unterschreiben müssen und danach in der Regel die Preise vergeben werden. Lediglich auf die Notizen muss man verzichten, es sei denn, dem Schreiber war sehr langweilig.
    Auch bei Kreisschauen noch eine Möglichkeit, schließlich kennt man in der Regel jeden und kann reden.


    Bei größeren Schauen muss man meist darauf hoffen, dass der Käufer sich meldet. Wir z.B. tun das in der Regel. Ich brauche nicht unbedingt einen schriftlichen Abstammungsnachweis...aber ich habe gerne zumindest die Tattoos der Elterntiere für meine Unterlagen. Oft kommt es so auch noch zu netten Kontakten, ich habe aber auch schon ziemlich abweisende Züchter erlebt.
    Wenn genug mit gutem Beispiel voran gehen, sich melden, Zettel hinterlassen, vielleicht sogar kurz die wichtigsten Bewertungspunkte abschreiben und hinterlassen könnte man sicherlich erreichen, dass sich das verbreitet.

    Danke Manfred.
    Interessant, dass bei dir auch Holländer mitgemischt haben.
    Uns interessieren die großen schwarz-weißen. Da kann es natürlich mit dem Holländerfaktor ganz anders aussehen. Ich denke nicht, dass die unbedingt den gleichen Ursprungsrassen entspringen wie die Zwerge.
    Habe auf einer Rexclub Seite aber auch noch den Hinweis auf den Letalfaktor gefunden - scheint also grundsätzlich nach dem Punktscheckenschema zu laufen, nur, dass die Zeichnungsmerkmale eben "aufgelöst" gewünscht sind.
    Da uns vorwiegend die Felle interessieren (und da auch gerne die schwarzen "Maulwürfe") passt es sehr gut mit einfarbigen Tieren.

    Guten Morgen,


    eine kurze Frage an die erfahrenen Scheckenzüchter hier.
    Ist die Dalmatinerscheckung eine Punktscheckung also k/K?
    Sollte man also stets Schecke mit einfarbigem Tier verpaaren um Weißlinge zu vermeiden?


    Danke.

    Hmm, also ich glaube käme irgendwann eine Chippflicht wäre es bei uns mit Kennzeichnen und Ausstellen vorbei. Zu viel Streß für Kaninchenbraten...
    Es geht ja schon damit los, dass jeder Züchter ein Lesegerät braucht. Und selbst wenn man eines hat müssten die Chips vernünftig programmiert sein, mit kurzen Nummern, nicht wie derzeit bei Hunden z.B. Jedes Mal so eine endlose Nummer vergleichen??? Bloß nicht verschreiben dabei wenn man sich Notizen macht. Es werden auch mal an die 6-10 Häsinnen an einem Tag gedeckt - da wird man mit der Zuordnung ja irre. Heute guckt man in ein Ohr (Vereinszeichen weiß man ja) und gut ist. Beim Kennzeichnen wieder alles vergleichen, schließlich wollen die Jungen den richtigen Eltern zugeordnet werden. Für eine Schaumeldung gehts wieder los, Einsetzen ebenso usw.
    Mit den derzeitigen Chips vom Tierarzt wäre es eine organisatorische Katastrophe.
    Ich finde es gut auf einen Blick zu sehen, was ich für ein Tier vor mir habe. Einmal eine kleine Liste vom Bestand gemacht und ich weiß in Sekunden obs ein Rammler ist oder ne Häsin, aus welchem Wurf usw. Selbst einen Chip mit tauglicher Nummer müsste ich jedesmal auslesen - nervig.
    Dann die Geldverschwendung...Wir verkaufen praktisch keine Tiere. Wir stellen auch nur eine Hand voll aus. Alle chippen, damit doch 90% in der Küche landen? Nein danke. Das ist einfach nicht wirtschaftlich.

    Die 2 Klassen Züchterschaft ist weltfremd? Die Mindestpreisidee darf man nicht so lesen?
    Wir sind ein "normal" verdienendes Ehepaar und uns ist es nicht fremd. Wir haben große Rassen im Stall. Der Unterhalt ist kein Pappenstil, aber wir lieben die Viechle. Kaninchenzucht ist das einzige echte Hobby, was wir uns leisten - und das wird eng genug. Karlsruhe war vor der Haustür. Aber die Entscheidung war ganz simpel - entweder selbst ausstellen oder die Schau angucken und vielleicht was kaufen. Nicht UND - ODER. Halbwegs taugliche Riesen kosten schon heute die geforderten 120 Euro und mehr + Gebühr. Vielen geht es schlechter. Ich mag nicht an die Rente denken...dann sind Riesen ganz sicher nicht mehr drin.


    Und wofür? Gefühlte 90% pumpen ihre Riesen präventiv mit Medis voll und stehen sogar noch dazu. Hab ich kein Pulmotil und Kokifutter im Stall ziehe ich die A-Karte. Da lege ich ein Vermögen hin und das Vieh verreckt mir, trotz ausgeflammter Ställe und nach langen Recherchen geplanter Fütterung. Das ist nichtmal ein teurer Braten - das ist verbranntes Geld. Gott sei dank scheint sich bei den Wildgrauen ein resistenter Stamm heraus zu kristallisieren. Bei den Blauen heißt es Daumen drücken - Ställe sind voll, beten, dass es so bleibt. Ich kaufe auf Schauen kein Elternteil eines neuen Bundessiegers, ich kaufe Risiko. Aber bei manch seltener Rasse habe ich eben keine andere Wahl, wenn ich nicht zig 100km fahren kann.


    Ich gönne es jedem Züchter kleiner Rassen von Herzen, Tiere zu einem bezahlbaren Preis zu kriegen.
    Ja, 30-40€ für ein 97+ Tier sind vielleicht zu billig - aber da ist der Züchter schuld. Wenn der nicht sieht was er da vor sich hat, dann braucht er auch nicht dran verdienen. Denn auch das gehört zu züchterischer Kompetenz.


    Eine der häufigsten Fragen von Interessierten ist - was kostet das? Das Thema lässt sich einfach nicht weg reden. Große Rassen sind schon echt Luxus (aber wenn man große Hasen und viel Fleisch ohne Medibelastung will muss man da wohl durch). Aber schon bei mittleren sollte man kürzer treten. Mehr als 10-12€/Kilo lebend für einen Wiener - das Tier muss echt Hammer sein, sonst bleib ich lieber bei Züchtern aus dem Kreisverband. Ein echter kleiner Spitzenrammler - in der Versteigerung für den guten Zweck gern wennn ichs mir leisten kann, sonst...eher nicht zu Spitzenpreisen.


    Und Züchternamen? Egal. Wenn mehrfache Bundes-, Landes- was auch immer Sieger zu haben sind - gern. Aber ausschlaggebend ist das Tier. Suche ich Ohren, will ich Ohren. Wenn die auf einem "no name" Tier sitzen, kein Problem (wenn die ganze ZG stimmt, mehr als 1 Tier muss immer passen), wenn sie auf dem Bundessieger sitzen vom namhaften Züchter - auch gut. Aber der Preis muss trotzdem stimmen. Ein Tier, dass ich nicht zahlen kann bleibt eben sitzen. Und bei Mindestpreisen werden das mehr. Da geht es selten um "will ich"...sondern um "kann ich".

    Wann immer man mit Geld "die Spreu vom Weizen" trennen will, passiert aber doch genau das, was niemand will! Die Teilnahme an Großschauen ist schon heute finanzieller Luxus den sich nicht jeder erlauben kann. Mindestpreise würden das verschärfen. Denn das hält dann auch einen Teil des nicht ausstellenden Publikums fern - weniger Einnahmen, weitere Umlagen von Kosten auf die Aussteller...


    Soll es tatsächlich um "Leistung" gehen, dann nicht über Geld sondern um Qualifikation - z.B. dass nur siegreiche Tiere von Kreisschauen oder darüber ausgestellt werden dürften. Dafür dann günstiger in kleineren Hallen. Das würde züchterische Leistung würdigen, statt die berufliche die mit der Zucht nichts zu schaffen hat.

    Und am Ende stellen auf Großschauen keine Spitzenzüchter mehr aus sondern schlicht die Großverdiener? Züchter mit schlechter bezahltem Brotberuf oder kleiner Rente sollen dann gefälligst die kleinen Schauen abklappern statt sich den neuen Zuchtrammler auf der BRS zu kaufen?
    20-30 Euro mehr oder weniger...das sind gut 2 Sack Futter. Je nach Rasse kommt man damit schon ne Weile aus. Ist man ein mieser Züchter weil man darüber nachdenken muss wo man diese 30 Euro lässt? Hat das Einfluß auf die Erfahrung, das züchterische Können, den Kaninchen Sachverstand?

    Ich finde ehrlich gesagt beide Seiten peinlich...


    Auch wenn "wie die Karnickel..." ein nicht unbeliebter Vergleich ist, ist es meiner Meinung nach weit unter der Würde eines Papstes die Sexual- und Fortpflanzungsgewohnheiten seiner Gläubigen damit zu vergleichen. Die Hinweise zur erlaubten natürlichen Empfängnisverhütung noch dazu - der blanke Hohn.


    Und Herr Leowskys Kommentar dazu ist schon ziemlich am Thema vorbei. Auch wenn ich die Äusserung des Papstes geschmacklos finde gibt es keinen Grund sich derart an einem weit verbreiteten Sprichwort aufzuhängen. Entweder man nimmt das ganze mit Humor oder man führt es gleich auf eine sinnvolle Debatte hin - schließlich sind unsere Zuchtkaninchen durch menschlichen Einfluß auch "künstlich" nicht in der Lage sich zu vermehren wie die Karnickel...was getrennte Ställe und Zuchtplanung bei den Kaninchen sei dem Menschen das Kondom :D . Statt also wütend die Kaninchen diskriminiert zu sehen hätte man, wenn überhaupt, den Teilsatz mit der Freigabe von Verhütung in den Fokus stellen können.

    Hallo,


    sind dir die Handgriffe zur Geschlechtsbestimmung bei erwachsenen Tieren vertraut? Bei den Kleinen geht es ähnlich, ist nur schwieriger zu unterscheiden. Im Zweifel am besten einmal direkt an den Tieren zeigen lassen...bringt oft mehr als jede Erklärung.


    Am besten gehts zu zweit, bei quirligen Jungtieren hat man sonst ganz gerne mal zu wenig Hände und Finger. Einer hält das Tier, einer guckt in Ruhe. Alleine brauchts ein paar Verrenkungen um in Ruhe zwischen die Hinterläufe gucken zu können. Zuerst spreizt du die Geschlechtsöffnung (sanft!) Richtung Bauch und und Blume: deutlicher Schlitz, eher Häsin - bleibts mehr punktförmig, eher Rammler. Dann drückst du (ebenfalls sanft) rechts und links von der Öffnung ein bißchen nach unten - kommt ein Stempelchen raus (sieht bißchen aus wie bei einer Blüte) ists ein Rammler, verstärkt sich der schlitzförmige Eindruck ists ne Häsin.


    Am besten ein paar Mal an älteren Tieren üben wo man alles gut sieht um das Fingerspitzengefühl zu schulen.

    Ja, Wimpern und Rolllid sind da oft ein Problem, bzw. ein zu langsam wachsender Augapfel (ab einem gewissen Wachstumsgrad ist das Problem nämlich auch schlagartig wieder weg).
    Säubern, nur mit Wasser, Tee reizt durch Schwebstoffe und etwas Salbe rein. Freiverkäuflich in der Apotheke gibts z.B. Posiformin Augensalbe, die geht auch bei Kaninchen, Katzen und Hunden. Effektiver ist eine Antibiotische Salbe vom TA. Bei sehr kleinen Jungtieren sind anfangs auch Tropfen gut, die sind besser einzubringen als Salbe, aber nicht so ergiebig.


    Die Lidprobleme sind teils erblich - hat man genug andere Tiere würde ich die Betroffenen nicht unbedingt in die Zucht stellen (solange es immer nur einzelne sind muss man natürlich selber wissen wie dramatisch man das findet)...aber einen tauglichen Braten kann man sich allemal draus füttern, da lohnt das bißchen Salbe schon.

    Hallo, selbst wenn der Rammler nicht umfällt ist ein erfolgreicher Vollzug meist eindeutig...die entsprechenden Geräusche machen nämlich auch die, die es nicht aus den Latschen haut :D (bei unseren zumindest) . Wenn man allerdings noch nicht weiß, wie das klingt wirds natürlich auch schwierig. Also wenn er nur rammelt aber dabei "schweigt" und auch nicht wegkippt, dann ists eher eine Trockenübung.