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  • Hallo ihr Lieben


    Wir züchten Kleinsilber Havanna. Nun haben wir einen Wurf mit 6 Jungtieren. 4 davon sind Havanna, 2 sind blau. ;( Kann ich alle 6 Jungtiere tätowieren lassen? Und wenn: Wie fülle ich dann den Deckschein aus? Und werden die blauen Jungtiere dann im Zuchtbuch unter Havanna geführt?


    Über kompetente Antworten würde ich mich sehr freuen. _thanks_


    LG

  • Ich fülle dir gerade mal einen Blankobogen aus und stelle ihn dann als Bild ein. Finde es immer einfach es bildlich vor Augen zu haben, als es umständlich zu erklären.


    PS: Die sind fehfarbig. Blau ist aus havanna genetisch nicht möglich. Blau kann aus schwarz x schwarz oder havanna x schwarz fallen. Aber aus havanna x havanna ist nur fehfarbig möglich.

  • Also. Du trägst den kompletten Wurf ein. Bei Farbe steht natürlich die Farbe der Rasse, bei Bemerkungen schreibst du die Fehlfarbe bzw. tatsächliche Farbe hin. Es werden erst die Rammler, dann die Häsinnen geführt. Jeweils bei den normalen und jeweils bei den Fehlfarben.
    Da sie in dem Zuchtjahr dann entsprechend unter havanna laufen, kannst du sie nicht ausstellen. Im nächsten Zuchtjahr, wären dann Zucht und Ausstellung möglich, sofern die Farbe anerkannt ist.

  • Hallo, Heike,



    aus Havanna können tatsächlich nur feh - nicht blau fallen, das mit dem Deckschein beschreibt Anna genau richtig.


    Aus Sicht der Zucht bedeutet dies, dass deine Tiere beide spalterbig sind und deshalb in der Rassekaninchenzucht nichts verloren haben, ist dir dies bewusst ?



    mfg Peter

  • Hat zwar jetzt weniger zu tun, aber Peter erinnert mich gerade dran:


    Das deine Elterntiere nun feh tragen, hast du anhand der Nachkommen ja bemerkt. Du hast jetzt ein paar Möglichkeiten:
    1. Kleinsilber feh züchten
    2. Die Elterntiere aus der Zucht nehmen (ca. 50% der Nachkommen, tragen ebenfalls feh und können dieses in Würfen zeigen)
    3. So tun als wäre nichts gewesen (was leider sehr viele tun)


    Bedenke, dass die Nachkommen ebenfalls feh tragen können und somit auch andere Züchter sich über evtl. Fehlfarben in den Würfen ärgern können. Im schlimmsten Fall kann das auf dich zurück fallen.


    Hatte letzt ein Anfrage von einem verzeifelten Jungzüchter zur Farbbestimmung. Er hat sich von einem Züchter seine Traumrasse 1,1 Schwarze Wiener gekauft. Im Wurf waren Schwarze Wiener, Blaue Wiener, Thüringer uns Isabell (isabell = blauer thüringer). Er überlegt jetzt ob er weiter züchten will, wenn so viele Fehlfarben fallen....

  • naja .... Blaue Wiener könnte er ja weiter züchten. Dieser sollte zumindest farbrein sein .... der schwarze Wiener dürfte es nicht sein. Warum hier aber mit Thüringern gepanscht wurde, ist sehr fragwürdig - was sollte dies denn bei Schwarzen Wiener bringen ??? Bei sowas kann man eigentlich nur den Kopf schütteln.

  • Hallo,


    Kreuzen hin oder her, macht mit dem weiter was ihr in der Hand habt. Da kennt ihr den Genotyp, damit kann man arbeiten! Wenn ihr schon Tiere verkaufen müsst, dann seid zumindest ehrlich. Mit jedem Neukauf könnt' ihr euch ein neues bzw. anderes Problem reinholen. Vor zwei Jahren hattet ihr Probleme mit Spaltpenisen, gekauft habt ihr einen neuen Rammler, im letzten Jahr fehlten ein oder zwei Rammlern ein oder beide Hodentaschen und heuer habt ihr womöglich das Problem, dass den Rammler nicht nur der eine oder andere Hoden fehlt, sondern auch noch der Penis gespalten ist.


    Rezessive Merkmale, dier hier beschriebenen Farben sind es, lassen sich verdrängen. Also, macht was draus! ^^


    MfG Manfred

  • Hallo,


    sicher werden die meisten mit ihren Bastarden weitermachen, sicher ist auch was dran, dass man ja die "genetische Basis " kennt - fraglich bleibt . ob man damit auch was anfangen kann- und alles geht wunderbar weiter....


    Das Ganze hat allerdings wenig mit Rassekaninchenzucht zu tun, AusstellungszüchterInnen mögen damit zufrieden sein, wobei sogar dort schon Fragen auftauchen wegen bzgl. der Platzkapazität - bei 40 Stallungen und "spalterbiger" Rassen wird es schon eng !


    Die Einkreuzungen selbst zeigen meist von wenig Ahnung, bei Kleinsilber wird oft blau eingekreuzt, weil man ein dichteres Fell will - dabei liegt es an der Farbe blau, dass das Fell anders strukturiert sein muss-, das Kreuzen von Einfarbigen in die einzelnen Rassen dient oft auch dem Versuch, die Jungtierzahlen zu steigern...allerdings können es die meisten anscheinend doch nicht richtig und verkaufen dann noch die Bastarde - das ist wirklich verwerflich und hat mit Zuchtfreunden nichts mehr zu tun.


    Wer schon meint, so einen Unsinn machen zu müssen, der sollte zumindest auch noch Reinerbigkeitsprüfungen machen, bevor er verkauft...


    mfg Peter

  • Hallo,


    ich frag' mich was für den Einzelnen schlimmer ist; weiterzumachen, mit dem was er in der Hand hat oder die Tiere ins Messer rennen zu lassen, einen Neuanfang zu wagen und möglicherweise wieder vor vollendete Tatsachen zu stehen.


    Ohne ein Rechtsexperte zu sein, denke ich mir, dass man wohl beim Verkauf des Tieres einen Kaufvertrag aufsetzen müsste, der einen großen Abstammungsnachweis beinhaltet, um dann Ansprüche aus dem Kauf rechtlich durchsetzen zu können. Die Frage ist bloß, mit welcher Methode das in Bezug auf die Fellfarbe zu machen ist, wenn es darum geht die Schuld festzustellen - "Vaterschaftstest" :rolleyes: . Soll es eine Farbbestimmung mittels gentechnischer Marker anhand von DNS-Proben sein? Tja, diese steckt noch in den Kinderschuhen und ist vom Gebrauch in der Diagnostik weit entfernt. Andererseits verstehe ich jeden Käufer, der nicht bereits ist die "Kosten" - fehlfarbige Jungtiere - eines nicht rassereinen Stammes zu tragen. Bloß, um 15 Euro wird man dann kein Tier mehr bekommen; aber, das ist auch nicht nötig.


    MfG Manfred

  • Hallo,


    rein rechtlich wird da auch mit dem Kaufvertrag nicht viel zu machen sein," genetische Sicherheit " ist noch keine Handelsware.


    Der Appell an die Ehrlichkeit scheint momentan der einzig sinnvolle Weg - ich halte allerdings nichts von "an den Pranger stellen", auch da wären vermutlich die "Unschuldigen" häufiger vertreten denn die Verursacher.


    Selbstverständlich kann man mit den Bastarden weitermachen, aber man sollte sich zumindest soeit erkundigen, um zu wissen, auf was es ankommt...


    ...sinnvoll wäre auch, wenn vom ZDRK endlich mal die "farbreinen " zur Weiterzucht zugelassen würden und die Bastarde nicht ausgestellt werden dürften...



    aber wir haben ja andere Probleme....



    mfg Peter

  • auch da wären vermutlich die "Unschuldigen" häufiger vertreten denn die Verursacher.


    Hallo Peter,


    diese Gefahr ist wirklich groß! Ein Beispiel:


    Ich habe vor 3Jahren eine Häsin gekauft und diese jetzt mit dem Urenkel zurück gepaart. Oh Wunder plötzlich liegen lohfarbig schwarze Tiere mit im Nest! Was passiert jetzt mit den Tieren die ich im letzten Jahr als Jungtiere von der Häsin abgegeben habe, fällt halt dann auf mich zurück! Spannend ist auch, das der Zuchtfreund von dem ich die Häsin habe sowohl rotbraune als auch lohfarbig schwarze Tier ausstellt. Ich will von ihm sicher kein Tier mehr haben! _daumenrunter_


    Thomas

  • Zur Einleitung: Ich züchte ja Schlachtkaninchen in dem ich verschiedene Rassen kreuze. Das ist zwar von der Rassekaninchenzucht extrem weit weg, aber ich habe ein Zuchtziel und das verfolge ich und werde ich noch Jahre verfolgen um es wirklich umsetzten zu können wie ich es mir vorstelle.


    Ehrlich gesagt kann ich es absolut nicht verstehen warum jemand der sich Rassekaninchenzüchter nennt so herumpanscht. Wenn ich den schönsten Schwarzen Wiener der Welt züchten will, dann muss ich halt versuchen mit den besten schwarzen Wienern so lange zu züchten und zu selektieren bis ich am Ziel bin und nicht die Abkürzung über Blaue Wiener nehmen weil die vllt rundere Köpfe und besseres Fell haben....


    Diese Personen schaden der Rassekaninchenzucht sicher mehr als Aussagen über Papst & Co.... Das ist Vernichtung des Züchternachwuchses mit Anlauf!!!

  • Guten Morgen,


    gerade in Süddeutschland sind die meisten Kleintierzuchtvereine gemischt, d.h., Kaninchen und geflügel werden im gleichen verein gezüchtet und ausgestellt, entsprechend werden auch die Themen gemischt dargeboten, sei es Fütterung, Zucht uvm.


    In der Rassegeflügelzucht ist es durchaus üblich, einzelen Tiere in andere rassen einzukreuzen, manchmal sogar notwendig, um bestimmte Merkmale zu erhalten - von daher sind für viele einkreuzungen normal und grundsätzlich nichts schlechtes.


    Die Unterschiede zwischen kaninchen und geflügel sind natürlich enorm, aber warum sollte man nicht auch einmal...könnte ja...ein Versuch ist es wert.


    Auch wenn ich immer wieder auf die Unterschiede hinweise bin ich mir sicher, dass doch mal probiert wird...und dann kommen eben die Folgen oft über Generationen verdeckt irgendwann ans Licht.


    Dies ist kein Freifahrtschein für "panschen" sondern lediglich ein Erklärungsversuch, warum bei vielen die "Auswüchse " gar nicht so schlimm erscheinen.


    Wenn ich ehrlich bin, halte ich bestimmte Paarungen in bestimmten Rassen für gar nicht so schlecht, allerdings sollte eine klare Planung dahinter stehen-


    mfg Peter

  • Wenn ich ehrlich bin, halte ich bestimmte Paarungen in bestimmten Rassen für gar nicht so schlecht, allerdings sollte eine klare Planung dahinter stehen-


    Eben, es gibt Farbenschläge bei manchen Rassen, wo man mangels Zuchttieren gar keine andere Möglichkeit hat! (z.B. wenn ich ab heute gerne Fuchskaninchen in gesilbert züchten würden wollte: Standard 2004 S. 306).
    Achja, da kann man ja das "K" für Kreuzungstiere beantragen, ich wette die Anträge pro Jahr kann man deutschlandweit an einer Hand abzählen :D , was aber auch nicht verwunderlich ist, bei manchen Zuständigkeitsstrukturen in unserem Verband hat man wahrscheinlich schneller 2 Generationen aufgezogen, als die Genehmigung vorliegen (sowas geht natürlcih nicht per Mail! moment was ist überhaupt eine Mail?).


    Das Problem ist auch, dass zum einen das System der Kennzeichnung nicht 100 Prozent wasserdicht ist (siehe Anzahl der Zuchtgruppe 1 und 2 bei Farbenzwergen und Schecken... :whistling: ), hinzu kommt, dass die Regelungen auf denen es basiert durch Auslegung so und so interpretiert werden können (das Thema Rasse und/oder Farbenschläge was darf gekreuzt werden laut AAB gabs doch so ähnlich schon mal...).
    Einem Phänotyp mit Täto im Ohr kann ein ganz bestimmter Genotyp zugeordnet werden, so die ganz klare Feststellung bei den Diskussionen hier im Forum, aber denken so auch wirklich allen in unserem Verband?


    Zurück zum Ausgangsthema: Entweder den Menschen so gut kennen, dass man ihm (und somit der Genetik seiner Kaninchen) vertrauen kann oder dieses Vertrauen aufbauen, z.B. durch Besuche beim Züchter zu Hause, da lernt man gerade als Neuanfänger nicht nur am meisten, sondern weiß auch wo die Tiere herkommen. _daumenhoch_

  • Hallo Zusammen,


    ich kenne kaum jemanden im nahen Züchterkreis und auch bei meinen Rassen (sofern es dominante Farbschläge sind, welche häufiger zur Einkreuzung genutzt werden), welche noch keine Überraschungen im Nest erlebt haben. Und das ohne selbst je verschiedene Farbschläge oder Rassen gemischt zu haben.
    Wir dürfen also bitte nicht so tun, als würde das selten vorkommen oder nur dem bösen Panscher passieren.
    ...........schlecht geredet wird von einigen so oder so, egal wie man damit umgeht.


    Grüße sendet,
    Patrick

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