Zuchtjahr 2012 - wie läuft's bei Euch?

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  • Hallo Manfred,


    danke für deine Antworten.


    Vielleicht dazu nur kurz noch ergänzende Fakten, die in Fachbeiträgen nachzulesen sind, bei Bedarf aber auch gerne erklärt werden können.


    1. Zu hervorragenden Mutterleistungen gehört nicht nur der Nestbau und die Milchleistung sondern auch das Aufzuchtsvermögen als entscheidendes Kriterium. Vererbungsschemata sind sicher nicht zu diskutieren, man darf aber unterschiedlicher Meinung sein bezüglich deren Wichtigkeit. Ich kann mir gut vorstellen, wie es ZüchterInnen geht, die erfrorene Jungtiere aufsammeln, ist auch bei mir nicht ausgeschlossen, allerdings gibt es genügend Hilfen, um dies zu vermeiden, ohne auf das das Verhalten des Muttertieres Einfluß zu nehmen.


    2.Ob Argumente stechen oder nicht ist in diesem Falle egal, hier geht es schlicht um Fakten, und die sind vielfältig. Ein Muttertier, das permanenten Zugang zu ihren Jungen hat, entwickelt ein sehr individuelles Säugeverhalten, das dann auch passt und übereinstimmt, da passiert es eigentlich nur sehr selten, dass ein Jungtier an der Zitzte verbleibt . Die Zahl der Säugungen ist dabei ganz unterschiedlich. Das ist auch die Einlassung zur Reihenfolge der Abläufe: Ein Muttertier wird genau so oft säugen, dass die Säugung auch für sie angenehm ist uns sich nicht einem Druck =Schmerz aussetzen, der durch zu heftiges "Andoggen " entsteht, wenn die Säugeintervalle nicht stimmen.


    Ich möchte als Literaturhinweis nur nochmals auf einen Bericht in der Fachzeitschrift zu diesem Thema hinweisen, durchgeführt in der Wirschaftskaninchenzucht. Und darauf möchte ich einfach nochmals eingehen bzw. versuchen, dieses Ergebnis einfach logisch zu analysieren:


    Wenn in der Wirtschaftskaninchenzucht kontrolliertes Säugen abgelehnt wird aus vielen Gründen - und bitte nicht vergessen, da geht es um viel Geld -, warum sollte es dann in der Rassekaninchenzucht sinnvoll sein.


    Und noch schärfer formuliert:


    Wenn die Nachteile des Kontrollierten Säugens in der Wirtschaftszucht schon größer sind als die Vorteile ........


    mfg Peter

  • "Ein Muttertier, das permanenten Zugang zu ihren Jungen hat, entwickelt ein sehr individuelles Säugeverhalten, das dann auch passt und übereinstimmt, da passiert es eigentlich nur sehr selten, dass ein Jungtier an der Zitzte verbleibt ."


    Aha, hatte ja schon mal auf die Beiträge von mehreren Züchtern hier verwiesen. Dafür, dass es nur "sehr selten" vorkommen soll, sind das hier ne ganze Menge.


    Wirtschaftszucht: Das sind ja auch ganz andere Voraussetzungen. Wie ist denn die Stalltemperatur dort? Viele von uns haben Außenställe, und die wenigsten werden ihre Innenställe beheizen. Kontrolliertes Säugen ist natürlich auch ein gewisser zeitlicher Aufwand, und ich muss dabei bleiben, und schauen, dass alles klappt. Dafür haben Mastbetriebe wohl nicht das Personal.
    Letztendlich muss halt jeder selbst entscheiden, wie er verfährt.
    Gruß Manfred

  • da passiert es eigentlich nur sehr selten, dass ein Jungtier an der Zitzte verbleibt


    Hallo,


    das ist auch Quatsch. Der überwiegende Teil der Häsinnen säugt auch bei permanentem Zugang zum Nest nur einmal am Tag. Es ist nur ein geringer Teil, der mehrfach säugt. Ich habe bei meinen Riesen auch das "Kontrollierte Säugen" praktiziert, und es wurden nicht mehr und nicht weniger Jungen dabei aus dem Nest gezogen, als bei permanentem Zugang zum Nest. Der Vorteil ist nur, wenn es geschieht, kann der Züchter positiv eingreifen und das Junge zurücklegen. Ich hatte auch schon Häsinnen, die ich bis zu dreimal am Tag zu den Jungen setzen konnte und auch immer gleich säugten. Die hatten soviel Milch, so dass die Jungen fast platzten. Trotzdem wurden hin und wieder Junge mit aus dem Nest gezogen. Also, wo sind hier die Fakten gegen das "Kontrollierte Säugen"?


    Gruß,
    Hubert

  • Heute Morgen hatte ich bei meiner Meißner Häsin Karlchen gesehen, dass sie anfing Heu hund stroh rum zu tragen und sich rupfte. Also habe ich ihr den Rücken massiert und ihr dann erklärt was zu tun ist (erstling).


    Dann bin ich heim. Als ich vorhin zum 2. Füttern kam, waren die babys da. Ein Nest war auch gebaut und die Kleinen waren gut warm...


    Es hätte sicherlich noch mehr wolle sein können, aber ich habe dann zusammen mit Karlchen noch etwas Heu aufs Nest getan und nun hoffen wir das Beste....


    =4


    Von der Anzahl her sind es auf jeden fall mehr als 6. Aber das wird die Zeit zeigen.


    Die 1,1 MW vom 1. Wurf der anderen Häsin fangen nun an zusilbern und wurden die Tage von der Mutter getrennt.


    Schöne Grüße


  • Ach wie schön/Süß das klingt. Das hören Rassezüchter zwar nicht gerne , aber ich finds Süß =4


    Du meinst doch bei den Kaninchen, oder? :rabbit6:


    Ja ich meine bei den Kaninchen =1 Man Man Man .. nun komm ich aus dem lachen nicht mehr raus

    Liebe Grüße von uns , den Hopplern Cosmo , Princess , Cathlyn , Zera , Urmel , Momo , Eddi & den Meerschweinchen Emely , Omi , Erna & Matha :rabbit5:

  • Hallo,


    bei uns läufts auch besser als im letzten Jahr, wir erwarten 5 Würfe für Anfang Februar :) diesmal sind sogar einige Häsinnen gleich beim ersten Versuch trächtig geworden. Manchmal wirkt ein Rammlerwechsel wunder :)



    Lg juliane

    Schöne Grüße aus dem Süden Sachsen-Anhalts


    Juliane und ihre Zwergwidderbande


    Avatar: ZwW "Fly", ZwW weiß RA

  • Also, wo sind hier die Fakten gegen das "Kontrollierte Säugen"?


    Hallo Hubert,


    ich muss dir leider mit dem Säugeverhalten widersprechen.Habe selber schon mehrmals erlebt,dass Häsinnen öfter als 1x sägen und zwar frühmorgens und gegen die Abendstunden.


    Ich habe nichts gegen kontrolliertes Säugen nur habe ich Probleme damit gute Mutterleistungen zu beurteilen zu können ( z.b. Nestpflege ).Greifen wir auch damit nicht in die Natur ein ?
    Bei einem Referat von Frau Dr. Rossi sagte sie einen sehr guten Satz : Jungtiere die nicht selbstständlich nach dem Säugen ins Nest krabbeln können ( naturlich ausser wenn Hindernisse im Weg sind ) sind nicht lebensfähig !!!.Da wären wir schon wieder bei Krankheiten ( anfällige Jungtiere ).Da wo wir Züchter eingreifen und diese schwachen Jungtiere immer wieder ins Nest reinlegen haben wir diese anfälligen Tiere !!
    Hubert denke mal nach,wo auch du geschrieben hast,dass du keine Lust mehr hast mit den Riesen zu züchten weil diese oft anfällig waren....


    Ich selber praktiziere kein kontrolliertes Säugen und habe trotzdem jetzt 100 Jungtiere die putzmunter durch die Buchten laufen.


    Gruß Atze

  • Hallo Atze,


    schön zu hören, dass es bei Dir jetzt 100 % gesunde Jungtiere gibt. Doch es ist noch gar nicht so lange her, wo es auch bei Dir anders war, ich denke da an ein Telefonat mit Dir. ?( Ausserdem ein zwei Tage altes Junges, welches mit rausgezogen wird, wird es im sperrigen Stroh nicht alleine wieder zurückschaffen, auch bei Frau Dr. Rossi nicht, und ist deshalb nicht krank.
    Doch es muss auch jeder selber wissen, wie er es für sich am besten macht. Ich habe es jedenfalls mit Erfolg praktiziert und habe anschliessend keine negativen Mutterinstinkte an meinen Häsinnen feststellen können. Auch nicht wenn ich die gleiche Häsin im nächsten Jahr wieder komplett bei ihren Jungen gelassen habe.
    Mache es so, wie Du am besten damit klar kommst. Übrigens, die Gründe für das Abschaffen der Riesen war nicht allein die Anfälligkeit, denn die hatte ich im Griff (auch ohne Medis!.


    Gruß,
    Hubert

  • Hallo Hubert,


    wer lesen kann ist klar im Vorteil.....


    Ich habe nicht geschrieben,dass ich 100 % gesunde Jungtiere habe,sondern jetzt 100 Jungtiere habe die putzmunter in den Buchten herum laufen ohne Kontrolliertes Säugen machen zu müssen.


    Gruß Atze :)

  • Hallo,


    nach mir ewig erscheinender Durststrecke gibt es nun heute endlich wieder Nachwuchs zu vermelden: 3 blaue Meißner haben das Licht der Welt erblickt. Meine beste Häsin hat wieder alles richtig gemacht. Alle Jungen bestens versorgt und drall gesäugt. Sie übernachten jetzt bei mir in der Wohnung und kommen morgen früh zum Säugen wieder in den Stall. Ganz besonders freut es mich, dass der Vater mein Stammrammler ist, dem ich es eigentlich schon gar nicht mehr zugetraut hätte.


    Viele Grüsse, Claudia

  • Hallo,


    nach mir ewig erscheinender Durststrecke gibt es nun heute endlich wieder Nachwuchs zu vermelden: 3 blaue Meißner haben das Licht der Welt erblickt. Meine beste Häsin hat wieder alles richtig gemacht. Alle Jungen bestens versorgt und drall gesäugt. Sie übernachten jetzt bei mir in der Wohnung und kommen morgen früh zum Säugen wieder in den Stall. Ganz besonders freut es mich, dass der Vater mein Stammrammler ist, dem ich es eigentlich schon gar nicht mehr zugetraut hätte.


    Viele Grüsse, Claudia


    herzlichen Glückwunsch :)
    Sag mal, bleiben die Kleinen jetzt die ganze Frostperiode bei dir drin oder nur die ersten Tage?
    Ich frage weil wir eigentlich schon überlegt hatten, das decken doch noch einige wochen nach hinten zu schieben so ungemütlich wie es jetzt ist.
    Wenn das aber geht das die Lütten drin isnd und nur gesäugt werden von Muttern wäre das ja auch eine Option.
    Wobei...wie vertragen die denn das warm-kalt-warm? Und kann man die auch nach 14 Tagen oder 3 Wochen zur Mutter setzen wenn man sie einmal weg hatte?

  • Hallo Chris,


    gestern wurden sie ja geboren. Heute Nacht hatte ich sie in der Wohnung. Heute morgen beim Säugen ca. 15 min im Stall. Dann tagsüber wieder in der Wohnung und heute abend ca. 1,5 Std. im Stall (solange ich die Pferde versorgt habe). Jetzt sind sie wieder hier oben. Die Tiere sind drall und super drauf. Ich denke ich lasse sie morgen den Tag über unten und nehme sie dann nochmal 1 Nacht hoch und dann bleiben sie unten - ausser es gibt tatsächlich -20 Grad.
    Ich habe Doppelbuchten und bevor ich die Kleinen rausnehme, schliesse ich die Trenntür. Die Mutter weiß also nicht, dass ihre Jungen weg sind, sie ist einfach nur getrennt von ihnen. Da sehe ich kein Problem, dass die Häsin ihre Jungen dann nicht annimmt.
    Obwohl sie so klein sind, regulieren sie ihr Nestklima schon. In der Wohnung decken sie sich auf, im Stall bleibt das Nest schön zu.


    Viele Grüsse, Claudia

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