Hompage von Hobbyzüchter

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  • Hab mir heute eine Hompage von einem jungen Hobbyzüchter-Pärchen aus meiner Nähe angeschaut,und muss sagen, was da alles für ein Schwachsinn geschrieben wird, ist ja nicht mehr normal. Der junge Mann hat 1,1 ZwW. und seine Partnerin ebenso. Im ganzen haben Sie sechs Ställe zur Verfügung! Dafür einen einen Auslauf im freien mit 2,5 m x 2,5 m. In einem ehemaligen Stall haben Sie noch einen Auslauf mit 10,0x3,0 m. Sie schreiben,das Kaninchen Rudeltiere sind und ihre tragenden Häsinnen zusammen mit den Rammlern Auslauf haben, da diese sehr sehr ruhig sind. Zum decken müssen Sie die Rammler anscheinend auf die Häsinnen draufheben. Dann schreiben Sie wieder, das zwei Häsinnen bzw. zwei Rammler bzw. 1,1 gut miteinander auskommen, müssen es aber nicht. In dieser Hompage wiederspricht sich so ziemlich alles. Für jemanden der sich das erste mal Kaninchen anschafft, führt das garantiert zum desaster. Schade, denn diese Leute werden sich keine Kaninchen mehr halten. Es wurde einiges von Kaninchenbüchern übernommen und was man ihnen halt so erzählt hat, einfach reingeschrieben. Gruppenhaltung von Kaninchen erfordert, denke ich, ein gewisses Grundwissen. Für ihre hervorragenden Zuchttiere mussten Sie 100km weit fahren, da es in Bayern anscheinend keine tollen Zwergwidder gibt. Genau so steht's drin! Gott sei Dank gibt es jetzt ja welche. Eine Hompage ist eine super Sache, aber es gibt halt auch welche, die es besser nicht geben sollte. Es kann halt jeder Schmarrn reingeschrieben werden, und das schlimme ist, das er von anderen gelesen wird.


    Gruß Franz

  • Hallo Franz,


    das hört sich doch noch ganz gut an!


    An Eurer Stelle solltet Ihr einmal versuchen, einen persönlichen Kontakt aufzubauen. Vielleicht lernen die (bestimmt noch) jungen Leute die Schönheit der bayerischen Tiere kennen.
    Viele Menschen, organisiert oder nicht, fahren hunderte von Kilometern, um vermeintlich "bessere" Tiere zu bekommen...


    Die Geschichte mit der "Vergesellschaftung" ist ein total schwieriges, eine vereinfachte "Globalaussage" kann ohnehin niemand dazu machen, ich auch nicht. Ich habe schon gehabt, dass ein Päarchen oder eine Gruppe, die mehr als drei Jahre zusammen sassen, von einen Tag auf den anderen die Fetzen fliegen liessen. Das war ein Kastrat mit mehreren Häsinnen. Und auch schon Rammler, die einander über lange Zeit, mehr als drei Monate, zusammenblieben. Auf einem anderen Forum hat jemand eine Familienhaltung über einen längeren Zeitraum umgesetzt (Vater, Mutter, Jungtiere). Bei unserer Stallgemeinschaft waren 2 Häsinnen mit einem Kastraten zusammen, haben die Würfe zur Welt gebracht, und der Kastrollo hat sich wie ein "Ersatzpapa" aufgeführt. Und bei vielen anderen Vergesellschaftungen war nach einer halben Stunde nur noch so, dass die Fetzen flogen. Eine Aussage zu diesem Thema kann nur widersprüchliche Antworten ergeben. Es kommt jedesmal auf die Tiere und die besonderen Umstände an und ist zeitlich an nichts gebunden.


    Grosse Ställe und schöne Ausläufe, auch Innen, sind doch toll. Wünscht Du Dir das für Eure Kaninchen nicht auch? Die Stallgrößen, die den Veterinärbehörden für Kaninchenhalter vorschweben, sind erheblich größer als die, die von den Verbänden für Züchter empfohlen werden. (Breite: zwei/dreifache der Körperlänge, Länge: 1,5fache der Körperlänge, Höhe: Das Kaninchen muß ungehindert "Männchen" machen können. Dt. Riese = 70 cm, das wäre eine Stallgröße von 1,40-2,10 x 100 x 100). In der Schweiz werden die Stallgrößen und die Ausstattung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Tierschützer gehen sogar darüber noch erheblich hinaus.


    Wir wollen doch, dass sich uns mehr Mitglieder anschließen, damit wir dem Mitgliederschwund unserer Vereine entkommen. Dann müssen wir auf solche Leute auch lernen, ohne Vorurteile zuzugehen, Ihnen anzubieten, mitzumachen etc. etc. Bestimmt schwierig, wenn wir daran weitermachen, die gegenseitig vorhandenen Vorurteile zu vergrößern. Einladung zum gegenseitigen Kennenlernen wäre besser, verbunden mit einer Einladung zur nächsten Schau, Liebhabertierbewertung (ohne die selber als Kinderbelustigung abzuwerten) und ähnliches können da auch Anreize geben.


    LG Melanie

  • Hallo Melanie, ich muss dir in vielen Punkten rechtgeben. Das Pärchen schreibt unter anderem auch, das Sie schon Erfahrung mit Kaninchen haben, da beide in ihrer Kindheit schon ein Kaninchen hatten.(Lachhaft). Auslauf können Kaninchen nicht genug haben, da bin ich voll und ganz deiner Meinung, aber ein Auge muss man immer drauf werfen, was sich da abspielt. Ich werde mit Sicherheit nicht persönlichen Kontakt zu diesem Paar aufnehmen, da es auch schreibt, keine organisierte Zucht mit all den Vorschriften betreiben zu wollen, sondern nur aus Liebe zum Tier. Wir lieben unsere Tiere anscheinend ja nicht. Mich ärgert es nur, das jeder auf seiner Hompage schreiben kann was er will, und wenn es noch so ein Schmarrn ist. Was mich immer wieder wütend macht, ist halt, das Rassekaninchenzüchter in den Augen mancher (nicht aller!) Hobbyzüchter, keine liebevollen ........ Kaninchenzüchter sind, und das auf ihren Hompages auch reingeschrieben wird.


    Gruß Franz

  • Schwieriges Thema.


    Viele Privathalter (Liebhaber), sehen in Züchtern nur "Vermehrer und Schlachter", sprich, keinen Bezug zum Tier (ausser natürlich dem Zuchterfolg) und nur auf Geld aus.


    Oft stimmt das leider, meine Schwägerin erhielt von einem Loh-Züchter ein absolut nicht sozialisiertes Weibchen das sofort bei Fütterung zubiss. Ein Einzelfall? Möglich.


    Auch ist es im Moment bei Privathalten seehr wichtig den Tieren sehr große Käfige bzw. überhaupt keine Käfige (4m² pro Tier wird propagiert) zu geben und ausschließlich Fütterung mit Saftfutter und Heu zu praktizieren. Was den Pellettfütternden Züchter mit seinen "winzigen" Buchten, als Tierquäler qualifiziert. Gleichzeitig werden viele Tiere aus den Tierheimen aufgenommen, was ich allerdings gut finde. Ja und die Gesellschaftshaltung ist auch ein wichtiger Bestandteil dieser immer weiter wachsenden Gruppe.


    Daher ist es nicht verwunderlich wenn Züchter die Ihre Tiere verkaufen, sich von organisierter Zucht distanzieren, und genau das anbieten was diese Gruppe von Käufern sich wünscht. Kaum Buchtenhaltung, viel Freilauf, Gemeinschaftshaltung, keine Schlachtung usw.Sie orientieren sich halt an einer Zielgruppe.

  • Hallo,


    genau das ist es aber. Wenn man nicht in der Lage ist, die Vorurteile ganz bewusst beiseite zu schieben, und dann in Kontakt miteinander tritt, wird sich nichts ändern. Lernt man ersteinmal die Menschen und die Tiere kennen, wird man feststellen, dass man noch viel gegenseitig voneinander lernen kann. Die Wahrheit liegt bekanntlich auch oft dazwischen.


    Übrigen habe auch ich mit einem einzelnen Weißen Wiener aus Opas Zucht angefangen ... und bei unserem Friseur ständig an den Ställen des "Seniorchefs" gestanden, Heinrich Naebers aus Kerken-Nieukerk, Mitgründer des R 396 im Jahre 1910 und begeisterter Züchter von Deutschen Riesenschecken ..., Friseur und Zahnklempner. Von meinem "Wohnzimmerhasen" habe ich eine ganze Menge über die Gewohnheiten von Kaninchen gelernt.


    LG Melanie

  • Hallo Fanz,


    Es ist auch garnicht mal so einfach eine Homepage zu erstellen denn irgendwie soll ja auch alles drin sein. Ich habe auch eine Homepage angelegt http://www.kaninchenzucht-binkiewicz.npage.de da habe ich auch meine erfahrungen bei drei Rassen beschrieben nämlich über Kleinsilber blau, gelb und Helle Großsilber. Nur sind es meine erfahrungen und da wird es auch immer Leute geben die das für blödsinn halten und andere erfahrungen gemacht haben. Ich finde man sollte auch nicht immer alles glauben was auf den Hobby Homepages steht. Wenn sich leute für Kaninchenzucht interessieren werden sie sich meistens bei Rassekaninchenzüchter infomieren und auch dort bestimmt Tiere hohlen.


    mfg und Gut Zucht
    Benjamin

  • Und das Problem ist das viele "laien" sich solche HPs snschauen, lesen, denken das sei alles richtig udn kaufen sie z.B. 2 von deisenm Zücher. Womöglich 2 weibchen, was auf dauer ggf. ein problem werden kann. Wenn sie diese 2 dann tatsächlich anzicken, lesen die Leute im Internet weiter, wahrscheinlcih auf tierschutzseiten usw. und dann denken die Leute alle Züchter wollen die Tiere nur loswerden, egal wie udnhaben keien Ahnung.
    Dann lesen sie nicht weite ob es ggf. noch gute gibt... das ist das Problem von den sg Hobbyzüchtern. Ich kenne auhc viele, die z.B. nur ihre "Zuchttiere" udn die Jungen auf die Seiten stellen. Wie gehalten, gefürret usw wird wird nicht beschrieben...
    ich finde die "hobbyzüchter" sind für uns das richtig schlechte beipiel und machen uns auch die Preise kaputt. Es gibt viele die geben ihre Jungen für 10 € her, klar die produzieren auch was weiß ich wie viele, das loht sich ja. Klar das Privatleute erst mal das billigere nehmen, als 30-40€ für ein Rassetier bezahlen. "Für was brauchen wir ein reinrassiges Tier? Michlinge sidn doch viiieel süßer und biliger" !

  • .. Ich möchte auch etwas dazu schreiben. Das Pärchen um das es da geht hat wahrscheinlich alles wie schon gesagt wurde aus einem Lehrbuch übernommen. Dennoch trifft nicht immer alles so zu wie es dort geschrieben steht. Kaninchen sind auch Gruppentiere. Sie leben in der Natur in sozialisierten Verbänden. Dort herrscht jedoch auch eine strikte und heftige Rangordnung die auch in den einzelnen Familien immer wieder aufs neue ausgekämpft wird. Deswegen ist Gruppenhaltung für den Laien nicht immer einfach da diese Haltungsform einfach sehr viel Erfahrung und auch Platz benötigt.


    Ich persönlich halte auch 4 Häsinnen zusammen die momentan in die Geschlechtsreife kommen. Das Gehgege ist zwar nicht besonders groß aber nach einer gewissen sozialisierungsphase haben auch diese Streithähne sich eingekriegt. Ich denke da muss man auch sehr viel Geduld mitbringen und auch den Gedanken dass kaninchen nicht immer diese süssen kleinen Kuscheltiere sind wie es viele Hobbyzüchter glauben.


    Das viele Rassekaninchenzüchter einen schlechten Ruf haben liegt oft wirklich denke ich daran dass viel zu oft von engen Buchten und auf Rosten gehaltenen Tieren die nie herumhoppeln durften die Rede ist. Theoretisch ist dies auch gegen die Natur der Kaninchen. aber das wäre genauso die größtmögliche Käfighaltung und Gehegehaltung. Auch dort können Kaninchen keine unterirdischen Bauten anlegen, kilometerweite Reviere aufbauen oder vor Feinden und Artgenossen davonsprinten.


    Immerhin handelt es sich bei unseren Kaninchen um domestizierte Kaninchen in bunten Farben die es oft gar nicht anders gewohnt sind. In der Natur wären diese Zeitgenossen ein gefundenes Fressen für jedes herumstreifende Raubtier. Stellt euch nur einen weissen Wiener auf ner saftigen grünen Wiese oder am Waldrand vor. Da ist aber ganz schnell der Fuchs, Marder oder ein Greifvogel da der in dem Tierchen ein gefundenes Fressen sieht.


    Man könnte genauso den Hobbyzüchtern jede Menge Vorwürfe machen. da gibt es nämlich auch genug schwarze Schafe. Da sind dann nämlich die Vermehrer die uns Rassekaninchenzüchter als die selbigen bezeichnen aber selber praktizieren sie nur die komerzielle Massenvermehrung mit 3 bis 4 Häsinnen die ständig Junge bekommen. Da wird dann keins für die Nachzucht behalten. Nein nein, man verkauft munter alle Tiere und bereits wenn die Jungen 4 Wochen sind wird sie wieder eingedeckt. Dann wieder und wieder. Bis sie so 7 oder 8 Würfe nacheinander hatte. Das habe ich auch schon bei solchen Züchtern gesehen. Da wird dann nicht periodisch gezüchtet. Sondern nur darauf welche Farbe lässt sich besser verkaufen und dass die Häsin möglichst viele Junge bekommt.


    Selber sehen diese Züchter dies aber gar nicht ein. Für sie ist es so richtig was sie da machen. Ich bin der Meinung wenn einer schreibt ich habe nur 4 Buchten und ich bin ein Züchter. So ist dies kein Züchter für mich. Das sind für mich die sogenannten vermehrer. Wie will so ein Züchter ordentlich selektieren und wie will er zu starke Inzucht vermeiden wenn überall der selbe Rammler mit drin ist. Wenn dann aber auch noch alle Jungen verkauft werden. Wo ist dann da bitte der Aspekt der Zucht der aus selektieren, aufwachsen sehen der Tiere, weiteres selektieren und auswählen für die Zucht udn verbessern der Rasse besteht? Den gibt es meiner Meinung nach nicht. Ich kann Franz und Dominik da voll verstehen dass er sich über dieses Pärchen aufregt. Ich hab mich auch schon über so viele Hobbyzüchter aufgeregt aber ich sag nur noch eins dazu. Es bringt nix. Die wissen es so oder so besser und machen auch so weiter und die Rassekaninchenzüchter werden immer die bösen sein weil sie ein Kaninchen schlachten oder das Tier abgeben was nicht so ganz dem Ideal entspricht. Bei diesen Hobbyzüchtern geht es eh nur um bunte Farben. Diese Farben stehen über alles andere. So hat man haufenweise Zahnfehlertiere herumlaufen über die sichd ann die anderen Hobbyzüchter beschweren...

  • Hallo zusammen,
    das ist ein Thema bei dem man die unterschiedlichen Gruppen nicht unter einen Hut bekommen wird. Es sind völlig verschiedene Ansätze, die eine Akzeptanz des Gegenübers unmöglich machen. Schaut man sich die Gründe für die Rassekaninchenzucht im ZDRK an (Schönheit, Leistung, Erhaltung genetischer Resourcen usw.) und versucht diese Aspekte einem "Hobbyzüchter" -blödes Wort ich züchte auch als Hobby- näherzubringen wird man wohl nicht mehr als ein verständnisloses Kopfschütteln ernten. Da geht es um andere Werte und die wiederum kann ein Rassezüchter beim besten Willen nicht nachvollziehen. Da nützt auch viel guter Wille nicht allzu viel - der Grundgedanke ist ein anderer.


    Ein sicher etwas überzogenes Beispiel: Was macht der Rassezüchter, wenn er bei einem Tier eine Zahnfehlstellung entdeckt? .... Genau, er nimmt das Tier und eventuell eine ganze Linie aus der Zucht, heißt auf gut rhienisch - die jonn en de Pott. Der "Hobbyzüchter" maschiert jede 2. Woche zum Tierarzt, läßt das Tier behandeln und wenn es ganz arg ist züchtet er auch noch damit, weil es ja ein ach so seltener Rex-Angora-Träger ist. Man hört sicherlich aus meinem Text raus, dass ich damit auch nicht soviel anfangen kann - aber ich bin ja auch Rassezüchter ;)


    Gruß Torsten

  • Hallo,


    ich musste nun auch richtig schmunzeln. Aber mir fällt zu dem Ganzen eine kleine Geschichte ein.


    Vor ca. 2 Jahren rief mich meine langjährige Freundin aus Köln an. Sie hätte da ein Problem. Und zwar war ihr Anliegen, dass ich ja Kaninchen züchte und sie auch welche hat und diese nun abgeben muss. Ich fragte sie dann ob das Rassekaninchen seien und das ich sie wenn ja weiter vermitteln könnte. Sie beantwortete diese Frage mit "Ja, echte Prachttiere, haben sogar einen Stammbaum von dem Züchter mitbekommen!" Ich fragte dann, welche Rasse es denn wäre. Sie sagte Löwenzwerg TT RT....was auch immer diese Abkürzungen bedeuten, ich denke mal Rex- und Teddyträger.


    Danach erklärte ich ihr erstmal, dass es sich wohl leider um Mixkaninchen handeln würde. Ich hinterfragte aber, wie die Tiere dort denn gehalten werden würden...sie antwortete: Ähm ja also die hatte da so 3 Stubenkäfige in einem Zimmer und da saßen die drin, immer zu zweit, weil Kaninchen ja nie alleine sein dürfen." Ich musste erstmal schlucken. Sagte dann nur, ok Kinderzimmervermehrer....oh Gott.


    Sie brachte mir dann die Kaninchen extra aus Köln und ich schaute sie mir an. Es war alles dabei und das alles aus 2 Würfen. Blau, gelb, havanna, Widder, Löwenkopf, Normalhaar außer Rex.


    Danach gab sie mir den so genannten Stammbaum, welchen ich euch gerne einmal zeigen möchte. Werde es wegen dem Datenschutz so aufschreiben und keinen "Zwingernamen" =3 nennen.


    Hier der Stammbaum:


    Name: xxxx Wurfstärke: 3,5
    Rasse: Löwenzwerg TT RT (Teddyträger, Rexträger) Geburtstag: xxxxx


    Vater: xxxxxx ................................................. ............. Großvater: xxxxx
    Rasse Löwenwidder TT RT .................................... ..............Rasse: Zwergwidder RT Lh (bedeutet denke ich Rexträger, Langhaar ist aber ein "ZWERGWIDDER ;) )
    Augen: blau.................................................................... Farbe: Castor,weiß BA
    Farbe: Apricot weiße Blässe



    Mutter: xxxx ..................................................................Großmutter: Löwenrexwidder TT (Teddyträger) Creme Blau BA
    Rasse: Löwenkopf .................................................
    Farbe: weißgrannen .........................................................Großelten: unbekannt
    Augen: braun/blau



    Die Kaninchen aus dem Wurf wurden meiner Freundin als echte Rassekaninchen verkauft. Aus einer Kinderzimmerzucht.


    Mit diesem Mist will ich mal darauf hinweisen, dass diese Vermehrer die Leute von vorne bis hinten verschaukeln. Die Leute denken, sie erhalten reinrassige Kaninchen. Sie kennen den Unterschied zwischen echten Rassekaninchen und diesen komischen Kreuzungstieren nicht. Diese vermeindlichen "Züchter" haben absolut keine Ahnung von der organisierten Rassekaninchenzucht. Man hört nur Argumente wie "Einzelhaltung ist Tierquälerei!", "Draußen ist es ab Herbst zu kalt für die Kaninchen, die müssen dann in die Wohnung" "Kaninchen dürfen nicht nur Pellets fressen, die müssen ein buntes Mixfutter haben." usw.
    Das Ding an der Sache ist, dass die meisten Argumente, die, die echten Vermehrer, d.h. die Leute die für Geld züchten, bringen, überhaupt nicht stimmen. Diese Leute machen zwar nicht die Rassekaninchenzüchter nieder, aber sie rücken sie in ein schlechtes Licht. Sie behaupten auf ihren Seiten genau das Gegenteil davon, was wir in unseren Zuchten machen. Sie vermitteln den Käufern ihrer Kaninchen ein schlechtes Bild, so dass unsere Schauen nicht mehr besucht werden und wir in unseren Vereinen die Leidtragenden sind.


    An sich finde ich an den Kreuzungstieren nichts verwerflich. Es gibt sicher viele Kaninchenfreunde, die eine artgerechte Gruppenhaltung praktizieren. Auch gibt es sicher Hobbyzüchter von Kreuzungstieren, welche ehrlich sind und sie als Kreuzungen verkaufen. Nur solche Tiere als reinrassig zu verscherbeln und die Käufer in die Irre führen ist jawohl mehr als taktlos.


    Ich finde, dass die "Züchterin", welche diesen Stammbaum erstellt hat zu weit geht. Stellt euch doch mal vor ein Hundevermehrer verkauft seine Welpen als reinrassige Dackelschäferhund, tricolor mit Mops- und Afgahnenträger... das wäre doch einfach nur lachhaft.


    LG
    Kathi

  • Hallo Kathi,


    genau das ist es doch. Selbst in dieser Richtung herrschen erhebliche Vorurteile und Unkenntnis auf beiden Seiten.


    Es wäre toll, wenn jeder Züchter, egal ob organisiert oder nicht, seinem Tier einen solchen Nachweis mitgeben würde. Vorausgesetzt, man ist ehrlich, und das darf man in Kreisen der "Hobbyzüchter" sein, weil ja keiner lacht, so, wie bei den "Vereinszüchtern", erhält der Käufer umfassende Informationen, was in dem Tier, das er kauft, an genetischem Potential steckt. Wenn beispielsweise unser Zuchtfreund Andi vom Verkäufer seiner Tiere einen Stammbaum erhalten hätte, der offen die augenscheinlichen Farben - wie auch versteckte Farbgene aus den vorherigen Generationen ausgewiesen hätte, dann hätte er diese Tiere wahrscheinlich auch nicht gekauft, gleicherweise dann, wenn im Stammbaum bei einem Tier "unbekannt" steht.


    Zur weiteren Erläuterung: Der Zuchteinsatz von Teddykaninchen, die ausnahmslos mit Keil geboren werden, und somit hinsichtlich der Faktoren rund um Langhaar und Zonierung reinerbig sind, wird oft von Löwenkaninchenzüchtern vorgenommen, um die spalterbigen Löwen zu "sanieren". Das ist natürlich bei organisierten Zuchtfreunden eine genehmigungspflichtige Kreuzung, wie es sie im ZDRK ja auch gibt. Hinsichtlich der Löwenkaninchen kommt gelegentlich noch ein intensiverer Beitrag. Die werden, auch wenn meine eigene Frau sie im Stall hat, noch sehr lange um Anerkennung ringen müssen ... insbesondere, wenn sie dann auch noch in verschiedenen Fellvarianten, als (normale) REX oder gar als Astrachanrex (Wollrex), Cashmerewidder, oder als Satin, oder auch noch kombinert SaRex gezüchtet werden sollen. Diese Verzettelung bringt der Rasse überhaupt nichts. Schon bei den Züchtern des "einfachen" Löwenzwergs regen sich unter den beteiligten die Gemüter, ob die nun eine verkleinerte Ausgabe des Bartkaninchens sein sollen, oder sich die Langhaarzonen lediglich auf die Mähne/Schopf reduzieren, wonach auch die spalterbigen M/m wünschenswert wären.


    Eine These, die von Seiten des Tierschutzes in die Diskussion geworfen wird, besagt, dass Rex- und Satinkaninchen bei reinrassiger Verpaarung eine weniger stabile Gesundheit haben sollen. Daher bedienen sich viele der Hobbyzüchter dann sog. Trägertieren, und züchten Rex-, Satin- und Satinrexkaninchen vielfach spalterbig. In diesem Fall an sich nicht ok: Widder und Stehohren zu verpaaren gehört an sich auch zu den "no go"- Ausschlußregeln, ebenso wie es auch die Zucht mit albinotischen Kaninchen bedeutet.


    Die Haltung zu zweit oder zu dritt praktizieren wir auch. Trotzdem ist die "Vergesellschaftung" ein Thema, an das weder organisierte noch nicht organisierte Züchter mit der "Brechstange" herangehen. Das hat sich ganz bestimmt auch schon herumgesprochen. Tatsächlich leben die meisten Kaninchen in sozialen Gefügen. Und die sollten wir als Besitzer möglichst auch zur Verfügung stellen. Das Minimum ist ein Hör-, Blick- und Geruchskontakt, weswegen der Bau einer Stallanlage über 15 m an einer Wand nicht empfehlenswert sein kann, auch wenn uns Menschen das einen gewissen Eindruck von "ordentlich" macht.


    Es gibt in den verschiedenen Clubs der Hobbyzüchter auch Haltungsempfehlungen hinsichtlich der Boxen bzw. Käfige.
    Bezüglich der Regelung der "Reinfarbigkeit" gibt es keine strengeren Regeln als die im ZDRK. Anderswo wird das nicht so praktiziert. Und daran halten tun sich ja leider auch längst nicht alle.


    LG Melanie

  • Es wäre toll, wenn jeder Züchter, egal ob organisiert oder nicht, seinem Tier einen solchen Nachweis mitgeben würde. Vorausgesetzt, man ist ehrlich, und das darf man in Kreisen der "Hobbyzüchter" sein, weil ja keiner lacht, so, wie bei den "Vereinszüchtern", erhält der Käufer umfassende Informationen, was in dem Tier, das er kauft, an genetischem Potential steckt. Wenn beispielsweise unser Zuchtfreund Andi vom Verkäufer seiner Tiere einen Stammbaum erhalten hätte, der offen die augenscheinlichen Farben - wie auch versteckte Farbgene aus den vorherigen Generationen ausgewiesen hätte, dann hätte er diese Tiere wahrscheinlich auch nicht gekauft, gleicherweise dann, wenn im Stammbaum bei einem Tier "unbekannt" steht.

    Hallo Melanie,


    nach den Statuten des ZDRK hat jeder Käufer eines tätowierten Kaninchens Anspruch auf Papiere; zumindest auf eine Rassebescheinigung vom Zuchtbuchführer. Und das was Andi passiert ist, dürfte eigentlich gar nicht passieren. Das ist nicht erlaubt und nicht zulässig. Für mich eindeutig Betrug.


    Aber wenn die sog. ehrbaren und von Haus aus ehrbaren Vertreter unseres Staates oftmals nicht mehr ehrbar sind, dann kann es auch ja wohl auch unter den organisierten Züchtern Gauner geben.


    Was also soll die Verklärung des eigentlich wertlosen Papieres, das die sog. "Hobbyzüchter" ihren Tieren mitgeben gegen die Urkunden mit Stempel und Unterschriften der tätowierten Kaninchen?


    Gruß
    Karl

  • Eine These, die von Seiten des Tierschutzes in die Diskussion geworfen wird, besagt, dass Rex- und Satinkaninchen bei reinrassiger Verpaarung eine weniger stabile Gesundheit haben sollen. Daher bedienen sich viele der Hobbyzüchter dann sog. Trägertieren, und züchten Rex-, Satin- und Satinrexkaninchen vielfach spalterbig. In diesem Fall an sich nicht ok: Widder und Stehohren zu verpaaren gehört an sich auch zu den "no go"- Ausschlußregeln, ebenso wie es auch die Zucht mit albinotischen Kaninchen bedeutet.

    Hallo Melanie.


    Hinter dieses Zitat gehört aber wohl ein ganz großes Fragezeichen. Solche kategorischen Aussagen können doch nur von Unwissenden kommen und sollten in keinem Fall unkommentiert von einem richtigen Züchter weitergereicht werden.


    Gruß
    Karl

  • Guten Morgen ,


    habe mir das Ganze durchgelesen, wollte eigentlich nichts schreiben,
    einiges ist aber dermassen daneben....., nun dennn.


    "Sozialisiertes Weibchen" - alleine der Begriff lässt schon aufhorchen, Heidi frägt sehr zu recht nach - ist nach der Beschreibung der Zuchtfreundinnen ein Haustier aber niemals zur Zucht geeignet.
    Ohne zu massiv in die Ethologie einsteigen zu wollen wissen wir doch mittlerweile alle, dass es eine klare Geschlechterrangfolge gibt, bei der die dominanten Weibchen auch die sind, die bei der Fortpflanzung auch die besten und erfolgreichsten Aussichten haben. Und Dominanz kann sich eben auch gerade in Zeiten der Hitze in brummen und knurren und nicht so "freudlichsein" ausdrücken - bitte also da klar differenzieren und unterscheiden.


    Gruppenhaltung und Rassekaninchenzucht sind keine grundsätzlichen Gegensätze, allerdings muss man einiges beachten und sehr genau wissen was man will.
    In jeder gruppe kommt es bereits ca. ab der 10.LW zu Gerangel mit Bissen und Dominanzgebahren, zuerst leicht , später zunehmend hefttiger als Folge einer ganz natürlichen Dominanzreihenfolge. Als AusstellungszüchterIn komme ich hier an meine grenzen, da die kleinsten verletzungen als weiße Büschel nachwachsen und entsprechend die Rassemerkmale für Bewertungen veändern können.
    Eine weitere sehr wichtige Folge der "Hackordnung" ist die unterschiedliche Entwicklung, bis ca 4 mon ist sie in etwa gleich, dann werden sich die dominanten durchsetzen und es kommt zu klaren Unterschieden - eine der häufigsten Probleme bei Häsinnengruppen ist das rapide Abmagern der Rangniedrigsten, erlebe ich immer wieder bei Hauskaninchen.
    1,1 -Haltung im Freilauf ist eine hervorragende Alternative im Sommer - nach eingen Tagen ein idyllisches Verhältnis, der Rammler spurt, die Häsin macht was sie will :evil:
    und ein Sommer wurf im Familienverband verläuft in der regel total unproblematisch mit dem Nebeneffekt, dass die Häsin gut vorbereitet in die nächste Zuchtsaison geht.


    Zuchtnachweis, Abstammungsnachweis , für ZüchterInnen sicher relevant, für HalterInnen doch eher ein nicht erstrebenswertes Anhängsel.
    Kommen zu mir Interessen für Hausschmusekaninchen so haben sie noch ne nach der "Zucht" oder den "Ahnen" gefragt,
    das geht ganz einfach nach dem Motto "wie süß, den will ich".
    Ich habe viel eher den Eindruck, dass das ganze "Gedöns" mehr Auswirkungen auf den Preis denn auf die Tiere selbst hat, mit Urkunde kann ich leichter 50 Euro verlangen für ein Tier, das ich ohne für 5 Euro komplett durchgecheckt mit lebenslanger betreuungsgarantie abgebe.
    Darüber kann man auch mit Laien reden, sie verstehen es, egal ob an Rassetieren interessiert oder nicht, auch Tierschützer sind vernunftbegabte Wesen :)


    Auf einiges auch hier widersprüchlich geäußertes in diesem Threat möchte ich nicht eingehen, allerdings scheint Gruppenhaltung nach wie vor mehr nach Platzvoraussetzung der eigenen Anlagen denn nach logischen Grundlagen angedacht zu werden.


    mfg Peter


    PS: Sehe heute wieder sehr schlecht, bitte verzeiht meine Rechtschreibverschiebungsfehler

  • "Sozialisiertes Weibchen" - alleine der Begriff lässt schon aufhorchen, Heidi frägt sehr zu recht nach - ist nach der Beschreibung der Zuchtfreundinnen ein Haustier aber niemals zur Zucht geeignet.


    Da geb ich dir recht.


    Wenn man aber einer Privatperson statt einem Schmusetier,das sie sucht (!), ein dominantes Weibchen verkauft, geht die Sache daneben.


    Und das ist ein Punkt wo die organisierten einen schlechten Ruf bekommen (können), und die Tiere dann im Tierheim landen, weil sich keiner mehr an den Käfig traut.


    Ich gestehe das ganze irritiert mich. Auf der einen Seite die Rassezucht hochhalten, auf der anderen Seite die Haustier (Schmusetier) Haltung gar nicht in betracht ziehen.


    Dann ist ja eine Trennung zwischen organisierten Züchtern und Hobbyzüchtern nicht nur vorprogrammiert sondern von den organisierten gerade zu erwünscht.


    Der eine Züchtet damit er das beste Tier hat und sich eine Urkunde an die Wand nageln kann, der andere züchtet um möglichst handzahme Tiere für den Hausgebrauch zu erhalten (was wie ich finde jedoch nichts damit zu tun hat ob nicht genauso reinrassig gezüchtet wird).


    Ist jetzt bestimmt überspitzt geschrieben. Würde es halt schön finden wenn beides möglich wäre.

  • Und das ist ein Punkt wo die organisierten einen schlechten Ruf bekommen (können), und die Tiere dann im Tierheim landen, weil sich keiner mehr an den Käfig traut.


    Ich gestehe das ganze irritiert mich. Auf der einen Seite die Rassezucht hochhalten, auf der anderen Seite die Haustier (Schmusetier) Haltung gar nicht in betracht ziehen.

    Hallo Karin.


    Nun verstehe ich gar nichts mehr. Warum soll ein handzahmes Tier nicht auch bei einem Züchter zu finden sein? Bei mir und allen von mir besuchten Züchtern konnte man so gut wie jedes Tier problemlos anfassen und die meisten kommen ganz von selbst nach vorne und suchen den Kontakt zum Züchter (im Gegensatz dazu können manche Halter ihre Wohnungstiere nicht mal für einen Tierarztbesuch problemlos einfangen).


    Ein Kaninchen das grundlos beißt, hat bei mir dazu bestimmt keine zweite Gelegenheit.


    Von mir gibt es Schmusetiere in Wohnungshaltung als auch in Freilandhaltung und alle sind mehr als zufrieden mit den Tieren. Komischerweise alles unkastrierte Rammler.
    Keiner beißt und alle kommen auf Zuruf zu ihren Besitzern, selbst im großen Garten.


    Ich verstehe nicht, was Du uns sagen willst.


    Gruß
    Karl

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