Jungkaninchen öffnen die Augen nicht

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  • Hallo,


    ich habe ein Problem, das seit Beginn meiner Kaninchenzucht vor 7 Jahren noch nicht aufgetreten ist:


    In zweien meiner bisher drei Würfe von Rhönkaninchen sind Junge, die die Augen nicht oder sehr spät öffnen. Der erste Wurf ist vom 10. Januar. Ein kleiner Rammler hatte erst nach gut 2 Wochen das linke Auge geöffnet. Allem Anschein nach ist dieses Auge blind. Im bisher jüngsten Wurf (jetzt 2 Wochen alt) sind zwei Tiere, die die Augen noch geschlossen haben. Bei einem weiteren ist nur ein Auge betroffen. Ich befürchte nun, daß diese Tiere auch blind sind...


    Kann man in irgendeiner Form darauf einwirken, daß die Kaninchen die Augen öffnen oder hat das sowieso keinen Zweck? Ist diese Verzögerung beim Augenöffnen erblich? Bei meinen Holländern habe ich so etwas noch nicht erlebt.


    LG Iris

  • Hallo Iris,
    So etwas hatte ich schon etliche male. Hab das immer so gehandhabt, das ich die Augen selbst geöffnet habe wenn sie bis zum 14. Lebenstag selbst geöffnet haben. Nimm ein weiches Tuch mit warm Wasser und rubbel das Auge vorsichtig ab. Die haut wird dadurch schön weich und dann mit zwei Fingern vorsichtig öffnen.
    Wie du schon sagtest, bleibt das Auge geschlossen, erblindet es.
    Lg

  • Hallo,


    ich mache es genau so, nur mit dem Unterschied, dass ich statt eines Stofftuches ein Naturschwämmchen benutze, der Effekt dürfte der gleiche sein.


    LG Melanie

  • Hallo Hubert,


    Du hast insofern schon recht, mit 14 Tagen wird es normalerweise allerhöchste Eisenbahn.
    Allerdings ist die Entwicklung manchmal total unterschiedlich.
    Unsere Vereinskameradin hatte jetzt aktuell ein Junges, das mit 8 Tagen und offenen Augen zwischen den Erwachsenen herumtollte.
    Und ich selber hatte auch schon Junge, die mit 15 Tagen erst die Augen auf machten, ohne Hilfestellung, und ohne dass ein Auge blind war.
    Die Frage ist doch, ob die Augenlider verklebt sind oder nicht.
    Wenn verklebt, dann muss Hilfe geleistet werden, wenn nicht, sollte man der natürlichen Entwicklung freien Lauf lassen.


    LG Melanie

  • Hallo,


    euch allen für eure Antworten erstmal herzlichen Dank.


    Ich bin heute also mit einem kleinen Tuch und warmem Wasser meinen Kaninchenbabies zu Leibe gerückt, ohne auf ihre massive Gegenwehr Rücksicht zu nehmen ;) . Jetzt läuft nur noch einer mit zwei geschlossenen Augen herum. Den kleinen Kerl werde ich mir morgen gleich nochmal vorknöpfen...


    Sind Rhönkaninchen besonders anfällig für diese Probleme? Ich hab bisher nur von Rexen gehört, daß so etwas öfters mal vorkommt. Oder sind die Schwierigkeiten beim Augenöffnen erblich? Dann wäre es wohl sinnvoll, mit diesen Kaninchen nicht weiter zu züchten.


    LG Iris

  • Hallo Iris,
    das wäre mir nicht bekannt, das es bei rhönkaninchen erblich wäre.
    Jetzt müssten die Augen auch offen bleiben.
    Sollten sie wieder zu gehen und verklebt sein, würde ich auch an kokzi denken. Muss bei deinen Tieren nicht sein, ist aber möglich.
    Hatte bis letztes jahr eine DR-häsin, die super geworfen hat aber alle Jungtiere hatten Probleme die Augen zu öffnen. Jedes mal nachdem ich nachhalf, waren die Augen ein Tag später wieder zu und verklebten. Ab der sechsten Woche konnte man zuschauen, wie fast alle Jungtiere verendeten an kokzi. Konnte mir das schlecht erklären, da die Mutter ja von mir regelmäßig gekurt wurde. Mein ta machte ein Blutbild und stellte fest, das die häsin latent infiziert war und der parasitenstamm quasi resistent war gegen medis

  • Hallo Iris,
    ich kämpfe mit diesem Problem bei den Bartkaninchen bei jedem Winterwurf. Laboranalysen kamen zu keinem Ergebnis. Einzige Abhilfe: die Würfe auf die wärmere Jahreszeit verschieben, dann gibt es bei mir keinerlei Probleme. Augen auswaschen verschlimmert oft sogar die Lage, weil durch die Feuchtigkeit der Augenbereich noch mehr abkühlt bei der Kälte. Tiere die Probleme mit den Augen hatten, werden in der Zucht nicht mehr eingesetzt. Vielleicht bekomme ich so die Sache eines Tages in den Griff.


    Gruß Inge

  • Hallo
    Ja man sollte zeitig schauen wegen den Augen , sind sie zu lange zu werden die Tiere blind.
    ich hatte auchmal das Problem habe es auch mit Wasser geöffnet macht sich gut.
    Es kann aber auch an der Zuchtlinie liegen denn sowas vererbt sich denke ich hatte auchmal Probleme habe dann mit solchen Tieren nicht gezüchtet , habe nun Ruhe mit diesem Augenproblem .


    MFG
    Denny

  • Ich hatte dieses Jahr auch zwei junge mit verklebten Augen, beide aus dem selben wurf und sonst bisher noch nie.
    Werd also diese jungen beobachten und mal schauen wie es dann bei deren jungen aussieht.
    Ich finde es schon auffällig das es zwei junge aus dem selben wurf sind und ich sonst noch bei keinem solche probleme hatte.

  • Hallo,
    ich kenne das Problem nur im Zusammenhang mit sehr kleinen Würfen von nur 3 oder 4 Tieren und guter Milchleistung der Mutter. Die Jungtiere entwickeln sich dann sehr schnell, sind dick und rund - und öffnen manchmal die Augen nicht von selbst.
    Gruß
    Karl

    Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
    Matthias Claudius

  • Hallo Karl,


    der erste Wurf, bei dem ein kleiner Rammler das eine Auge nicht aufbekam und jetzt auf diesem Auge blind ist, ist ein 6-er Wurf einer Althäsin, bei deren Jungen dieses Problem erstmals aufgetreten ist. Bei den zwei Würfen, die sie voriges Jahr hatte, passierte so etwas nicht. Und Milch hat sie tatsächlich reichlich - ihre Jungen sind die reinsten Elefantenbabies!


    Der andere Wurf, der jetzt noch Probleme hat, ist der erste Wurf einer einjährigen Häsin, ebenfalls mit sechs Jungtieren. Bei denen kann man aber eher nicht sagen, daß sie besonders dick wären. Ganz passabel zwar, aber nicht zu vergleichen mit dem Wurf der Althäsin.


    LG Iris

  • Daß die Tiere immer aus einem Wurf sind, kann von den Witterungsverhältnissen kommen, hab ich zumindest mal gelesen, ob es stimmt weiß ich auch nicht, wäre aber eine Erklärung. Gruß Franz

  • Hallo Iris,
    wie gesagt, ich kenne das Problem nur wie von mir beschrieben. Vor kurzem habe ich mit einem erfahrenen Züchter über das Problem gesprochen - dessen klare Aussage war, die befallenen Tiere nicht in der Zucht zu verwenden. Z. B. ein Jungtier, das mit dem Öffnen der Augen Probleme hat, sollte durch einen Nadelstich und Tätotusche kennzeichnet werden und später eben einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden - siehe Diskussion "Schlachtlose Zucht".


    Aber vielleicht hat einer unserer Fachleute wie Biologen, Tierärzte ect. eine Erklärung und einen Rat?


    Gruß
    Karl

    Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
    Matthias Claudius

  • Hällöchen,


    ich hatte auch in meinem vorletzten Wurf zwei Babys, die die Augen nicht von allein geöffnet haben. Bei dem einen konnte ich nachhelfen, doch bei dem anderen gingen sie trotzdem 5-7x täglichem Aufwaschens nicht auf. Also bin ich damit zum TA. Der hat mir Tropfen gegeben, welche ich 6-7x täglich eingegeben habe. Und eine Salbe zum Aufbau der Hornhaut. Denn die hatte schon sehr gelitten. Beides zusammen gab ich über drei Wochen und selbst der TA war über das Ergebnis erstaunt. Also wenn mal will, dann sollte es kein Problem sein den Kleinen zu helfen. Denn man hätte auch sagen können, dass man ihn erlöst. Aber nein, ich habe gekämpft und GEWONNEN!


    Grüße

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