Es gibt kein Heu...

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  • ... im Umkreis. Aufgrund der anhaltenden Dürre im Osten Deutschlands gibt es kein Heu zu kaufen und wenn, dann zu Preisen, die einfach abgehoben sind.



    In meiner Verzweiflung habe ich Heucobs bestellt und werde schauen, dass ich wenigstens Weizenstroh bekomme. Kann ich damit meinen Bestand "gefahrlos" füttern?


    Ratlose Grüße

  • Hier ist es das gleiche Problem.
    Kl Ballen ab 5,-- 8o


    Dann seh ich gestern als ich ca 2 h unterwegs war WIE Heu & Stroh bei vielen gelagtert wird --- so wie es aus der Presse fällt bleibt es auch bei Starkregen liegen

    Kaum welches das ich auf der Strecke gesehen habe war ordentlich abgedeckt. Oft nur wie hier etwas zusammen gestellt
    Hoffe das wird keinem als 1A Qualität verkauft


    Heucobs hab ich vorsorglich auch dazu gekauft. Rechte Freude haben sie nicht daran.

  • ssvveenn


    Wie sind deine Erfahrungen genau? Wie ist die "Reichweite", die Aufnahme, die Beliebtheit? Wird viel eingesaut? Brauchst du viel mehr Wasser?


    Momentan fressen meine Kaninchen ganz wenig Heu und Luzernepellets. Die mögen sie ganz gerne, zumindest gibt es keine Reste und rausgescharrt wird auch nix. Ich bin mir nur recht unsicher beim Füttern, weil die doch mehr Protein haben als normales Heu.


    Grünfutter gibts hier auch keins mehr, alles verdorrt.

  • Ich fütter ein Gemisch aus folgenden Cobs.
    Wiesenheucobs mit 60 verschiedenen Kräutern
    Luzernecobs
    Maiscobs
    Esparsette Cobs
    Grünhafer Cobs
    Kräuterheucobs
    Meine fressen es sehr gerne. Die Akzeptanz ist viel höher als bei Heu.
    Allerdings muss ich sagen, das ich jetzt zwei neue Häsinen von einem anderen Züchter geholt habe und die fressen es noch nicht.
    Der Wasserverbrauch spielt für mich keine Rolle und wird nicht höher sein als bei normalen Heu.

  • Qualität ist ein Begriff, der sehr individuell definiert wird. Fakt ist aber, dass während der Trocknung Nährstoffe verloren gehen. Dies sind um so mehr, je länger diese dauert. Deshalb hat künstlich getrocknetes Heu einen höheren Nährwert als bodengetrocknetes. Man sollte auch bedenken dass nicht alle Wiesen im trockenen Kraichgau oder heißen Rheintal liegen. Die Mehrzahl wohl eher nicht.
    Ich hatte auch schon Jahre in denen ich für Luzerneheu 10 Tage gebraucht habe und nicht 2,5-3 Tage wie in diesem Jahr.


    Gruß Klemens

  • Guten Morgen,


    selbstverständlich ist Luft-bzw. Windgetrocknetes Heu etwas arbeitsaufwendiger, dafür aber energetisch deutlich positiver produziert.


    Reine Luzerne setzte ich nach wie vor auf Böcke, Mischungen trocknen recht gut aus.


    Qualität ist bei Kaninchenheu tatsächlich ein Thema, für mich ist es in erster Linie Raufutter für die tägliche kontinuierliche Magendarmpassage. Wenn noch entsprechend Nährstoffe enthalten sind umso besser.


    Da KleintierzüchterInnen ja immer auch Umweltschützerinnen sind - diese Aspekte gewinnen immer mehr an Gewicht in der öffentlichen Darstellung - müsste es einfach auch selbstverständlich sein, dass unsere Umgang mit Futtermitteln und den Tieren selbst ökologisch sinnvoll und ressoursensparend ist, oder....?


    Wenn bei mir das Heu knapp wurde habe ich Haferstroh gefüttert, wurde sehr gerne gefressen - auf die Idee Cobs zu kaufen bin ich noch gar nicht gekommen, warum auch .... :)


    mfg Peter

  • Hallo zusammen,


    es ist leider so, Heu ist knapp und teuer, und weil das so ist und ich meine Wintervorräte nicht angreifen möchte, denn wir hatten nur den ersten Schnitt, füttere ich zurzeit überhaupt kein Heu.
    Statt dessen gibt's Haselruten und Walnusslaub, reichlich Silphie (Becherpflanze) und natürlich alles, was an Sonnenblumen und Gemüseabfall im Garten anfällt. Darüber hinaus habe ich noch sämtlichen Obstbaumrückschnitt aus August durch die Tiere geschickt.


    Ungeachtet dessen ist absehbar, dass ich mit meinem eingelagerten Heu nicht durch den Winter kommen werde. Obwohl ich wie Peter der Auffassung bin, dass Cobs energetischer Unfug sind, werde ich nicht umhinkommen, welche zu füttern.


    Aus einem Reitstall habe ich mal eine Schadpalette Havens Luzerne/MInze-Brix bekommen, welche die Pferdeleute als Raufutterersatz füttern. Brix sind Einkiloklötze mit Sollbruchkante, sodass daraus zwei 500g-Stücke gebrochen werden können. Die Kaninchen haben damit richtig Arbeit, weil die Presslinge knüppelhart sind (Beschäftigung satt). Darüber hinaus sind die Brix sehr bekömmlich und reichen dem Einzeltier gut eine Woche. Bequemerweise sind besagte Brix in 14 kg Tragetaschen abgepackt und somit für einen Erwachsenen recht angenehm handhabbar.


    Kurz: Ich werde die Brix im Wechsel mit Heu füttern.


    Gruß


    Thomas

  • Ein uraltes landwirtschaftliches Rezept bei Futtermangel ist der Anbau von Zwischenfrüchten die z.B. nach der Getreideernte gesät werden. Dazu bieten sich verschiedene Kulturen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Z.B,:
    Sommerfutterraps : bringt schnell Futter im Herbst, friert ab.
    Winterfutterraps: Bringt Entlastung vom zeitigen Spätjahr bis ins Frühjahr, beide sind ungeeignet für Betriebe die Raps in der Fruchtfolge haben.
    einjähriges Weeidelgras: nicht sehr Winterhartes Gras mit hohem Futterwert, kann bereits 6-8 Wochen nach der Saat gemäht werden. Lässt sich sehr gut silieren
    Hafer: Schosst sehr schnell und kann noch in kurzer Zeit einen beachtlichen Schnitt bringen, nicht winterhart.
    Perserklee,Alexandrinerklee: eiweißreiches schnellwüchsiges Herbstfutter, rohfaserarm
    Landsberger Gemenge: Gemenge aus Welschem Weidelgras, Inkarnatlee und Winterwicken. Bringt einen beachtlichen Schnitt im Frühjahr, noch vor der ersten Luzerne. Weitere Schnitte sind fast ausschließlich vom Gras dominiert.
    Für alle die noch Zwischenfrüchte anbauen möchten gilt: Es ist keine Zeit zu verlieren, das Saatgut gehört dringend in den Boden.
    Und auch für Zwischenfrüchte gilt, Ohne Wasser geht gar nichts.


    Gruß Klemens

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