vorsorgende Maßnahmen gegen Überhitzung

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  • Moin Peter,


    Wie seit Jahren lege ich gekühlte Wasserflaschen in die Buchten, die Tiere liegen teilweise quer darüber, ansonsten mehrmals täglich mit der Gießkanne übers Gelände .

    ...sehr fürsorglich, doch sollten die Tiere nicht die entsprechende Wetterhärte haben, um auch mit Hitze umgehen zu können? Was ist, wenn Du keine Gelegenheit hast die Tiere herunterzukühlen, stehe diese dann sommerliche Hitze überhaupt noch durch ohne diese "Kühlelemente"?


    fragt sich


    Thomas

  • Guten morgen,


    Thomas, soweit ich weiss können Kaninchen nicht schwitzen.
    Und Fell tragen die kleinen auch (ausser bei Kai :D ).


    Ein Hitzschlag ist ein vom Mensch gemachtes Problem für die Tiere.
    In der Natur würden sich die Tiere in Boden verkriechen wo's kühl is.


    Und auch beim Menschen hört die Thermoregulation irgendwann auf, wenn man 96 Stunden bei fast 40°C vllt ohne einen Windzug irgendwo drinsitzt.


    Insofern denke ich sollte man seinen Tieren durchaus Kühlmöglichkeiten zur Verfügung stellen und nicht auf "Selektion" durch Hitze warten, weils die Schwächsten halt nicht aushalten.


    Werde nun auch rausgehen und Fliesen über Kühlakkus reinlegen.


    Wir haben schon wieder 30°C.
    Der 5. Tag Hitze rollt heran.


    Gruss Flo

    Und dann diese Zweifel, ob ich der Bekloppte bin oder alle um mich herum...


    *..jetzt auch mit Kameraüberwachung _haue_

  • Servus Flo,


    Thomas, soweit ich weiss können Kaninchen nicht schwitzen.
    Und Fell tragen die kleinen auch (ausser bei Kai ).

    ...beides stimmt! :-) Doch stellt sich mir bei ersterem natürlich die Frage, ob die Haltungsform (Stallbau,- standort) die geeignete ist. Klar, meine Brocken liegen auch eher teilnahmslos in den Buchten oder Ausläufen, doch solange ausreichend Schatten und Wasser vorhanden ist, sollten die Tiere mit dem Wetter umgehen können, für mich ist das irgendwo auch ein Zuchtkriterium, dass die Tiere unbeschadet - 25 - 40 °C ertragen können. Irgendwie kann es doch auch nicht sein, dass wir Tiere erzüchten, die mit den "normalen" Umweltbedingungen nicht mehr zurecht kommen?!


    Wir haben schon wieder 30°C.
    Der 5. Tag Hitze rollt heran.

    Das gibt sich bald, wir haben 24 °C und endlich Regen! :D


    Gruß


    Thomas

  • Hi,


    das Temperaturoptimum der Kaninchen liegt zwischen 15° und 25° C, die Wohlfühltemperatur wohl um die 20° C. Auf den Standpunkt, dass die Tiere bis zu 40°C vertragen sollten und diese auch ein Zuchtkriterium sein sollte, will ich nicht näher eingehen. Da müsste ich meine Wortwahl ändern! ;) Bei Jungtieren im zarten Alter von zehn Tagen liegt die kritische Temperatur bei 35° C.


    Ab ca. 30° C fangen die Tiere an zu hecheln. Das hört sich zum Teil fürchterlich an. Das war unter anderem ein Grund warum die in den Außenställen gehalten Fuchskaninchen weiß RA bei der ersten sich bietenden Gelegenheit in Innenställe wanderten. Dort kommen sie bei weitem besser zurecht.


    MfG Manfred

  • Hallo,


    es gab mal vor einigen Jahren (oder gar Jahrzehnten?) einen "unfreiwilligen" Feldversuch.
    Man hatte Kaninchen, zwecks Fleischproduktion in einem Land eingeführt (weiß leider nicht mehr, wo das war), das klimatisch eher ungünstig war für Kaninchen.
    Es wurden zwei verschiedene Rassen exportiert. Soweit ich weiß, waren das Burgunder und Neuseeländer.
    Von den Neuseeländern hat kein einziges Tier sich durchgesetzt, die Burgunder sehr wohl.
    Auch eine Art Selektion, nicht wahr?!


    Da müsste ich meine Wortwahl ändern!


    Na prima! :wacko:


    Meine Kleinsilber hecheln übrigens auch bei 30°C noch nicht. Die Rexe nur zum Teil und das nicht bedenklich.


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • das Temperaturoptimum der Kaninchen liegt zwischen 15° und 25° C, die Wohlfühltemperatur wohl um die 20° C. Auf den Standpunkt, dass die Tiere bis zu 40°C vertragen sollten und diese auch ein Zuchtkriterium sein sollte, will ich nicht näher eingehen. Da müsste ich meine Wortwahl ändern!

    .....das kannst Du machen Fred, Art. 5 I GG gestattet das. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass, geeigneter Stall am geeigneten Standort vorausgesetzt, die Tiere sich mit diesem Temperaturbereich auseinanderzusetzen haben. Es macht doch keinen Sinn, Tiere zu züchten, die soviel Wolle tragen oder den Kreislauf betreffend so empfindlich sind, dass klimatisierte Ställe notwendig werden?! Dergleichen führt doch zu all den negativen Degenerationserscheinungen und Empfindlichkeiten der Rassekaninchenzucht, die eigentlich vermeidbare Verluste nach sich ziehen. Das Forum ist voll davon. Du bist doch unlängst in Brasilien gewesen und auch dort werden Kaninchen gehalten, diese müssen teilweise mehr als 40 ° bei 100 % Feuchte ertragen. Klar ist das jenseits des Wohlfühlbereiches, dennoch ist's klimatische Realität, wie bei uns die Temeraturspitzen an die 40°C. Ob ich das begrüße oder nicht ist doch gegenstandslos, tatsächlich damit auseinandersetzen müssen sich sowohl die Tiere als auch ich.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo,


    ich halte mich da eher an den Paragraphen 2 des Tierschutzgesetzes


    Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,


    1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
    2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
    3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


    Ihr könnt das halten wie ihr wollt.


    Zitat

    Na prima! :wacko:


    So schlimm wäre es nicht ausgefallen; darum ja ;)


    MfG Manfred

  • Hallo zusammen,


    eigentlich ging es ja ums Heu... :thumbsup:


    Wer aufmerksam liest ist klar im Vorteil:
    Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass die Dachbegrünung einen wunderbaren Isoliereffekt hat und der stall deutlich kühler ist als in sonstigen Jahren.
    Trotzdem erleichtere ich den Tieren da, wo es geht und keine Probleme macht - im Innenstall gehen Wasserflaschen ganz einfach und erleichtern den Tieren den tag, ich wüsste nicht, welche negativen Auswirkungen dies haben könnte.
    In den Freiläufen stehen überall die Sonnenschirme, da liegen Stein/Holzplatten, die ich wässere, da gibt es Höhlen uvm - was soll daran verzärtelnd sein ???
    Kaninchen leben in Höhlen mit relativ gleichbleibender Temperatur, sicher nicht umsonst :)
    Im übrigen geht es bei diesen Temperaturen nicht um wetterhärte, da geht es schlicht um "Fürsorgepflicht - Tiere bekommen genau so schnell wie Menschen einen Sonnenstich, dieses Risiko will ich nicht eingehen.


    mfg Peter

  • Servus Peter,

    eigentlich ging es ja ums Heu...

    ...das ist allerdings wahr, bis Du mit Deiner blöden Wasserflasche aufgelaufen bist! :D


    Im übrigen geht es bei diesen Temperaturen nicht um wetterhärte, da geht es schlicht um "Fürsorgepflicht - Tiere bekommen genau so schnell wie Menschen einen Sonnenstich, dieses Risiko will ich nicht eingehen.

    O.k. abgesehen davon, dass sie im Schatten keinen Sonnenstich bekommen können sondern vielmehr einen Hitzschlag (Klugscheißermodus aus) bekommen meine heute ein Karotteneis, nun gut? :whistling:


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Tomas,
    "Klugscheißer" klingt gut, muss jetzt schnell nach hause, da meine Mutter gerade angerufen hat, der Sonnenschirm wäre zugeklappt - aus Hitzschlag kann ganz schnell ein Sonnenstich werden :thumbsup:


    mfg Peter

  • Es hat zwar mit dem eigentlichen Thema der Heuernte nix zu tun, aber ich
    möchte diese "radikale Selektionssehnsucht" von leotrulla nicht unkommentiert stehen
    lassen:


    Selektion macht sicher Sinn und ist das wichtiges
    Hilfsmittel in der Zucht. Dem gegenüber steht in diesem Fall aber auch
    das Tierschutzgesetz! Selektion bedeutet nicht etwa, den Dingen einfach
    ihren Lauf zu lassen, sondern gezielte Zuchtauswahl zu treffen.
    Selektion bedeutet zu entscheiden, welche Tiere man anhand von
    verschiedenen Merkmalen zur Zucht einsetzt und welche nicht. Selektion
    bedeutet nicht, Tiere in den Tod zu quälen! Der Hitzetod hat also nichts
    mit Selektion zu tun, sondern ist ein Verstoß gegen das
    Tierschutzgesetz und bringt weder das Tier, noch die Zucht, noch den
    Züchter und schon gar nicht uns alle als Rassekaninchenzüchter weiter!
    Bilder von sich in den Tod hechelnden Kaninchen, die aufgrund von falsch
    verstandenem Darwinismus gequät werden, gehören hier nicht hin und
    geben ein falsches Signal an Mitzüchter und an die Öffentlichkeit.


    Zum Thema Temperatur:
    Kaninchen
    haben einen relativ begrenzten Komfortbereich in Bezug auf höhere
    Temperaturen. Unsere Rassekaninchen haben aufgrund der Zuchtmerkmale
    Felldichte, kompakter Körperform, Ohrlänge und Ohrbehaarung noch
    deutlich früher Probleme mit steigenden Temperaturen als z.B.
    Wildkaninchen. Erschwerend kommt hinzu, dass die strömungstechnische
    Wäremabfuhr in halbgeschlossenen Buchten (egal wie groß) aufgrund
    fehlender Luftzirkulation verringert wird. Auch hier haben Wildkaninchen den Vorteil isothermer Bauten.
    Wir haben über das Jahr
    verteilte Temperaturen von -25°C bis +40°C. Diese Spitzenwerte
    können weder Mensch noch Kaninchen über einen längeren Zeitraum in einem
    thermisch geschlossenen Raum ohne Hilfsmittel schadlos überleben. Konventionelle
    Kaninchenställe sind ebenfalls bauartbedingt nicht für solche
    Spitzenwerte ausgelegt, sondern für Temperaturbereiche zwischen 5°C und
    20°C.

  • [

    Es hat zwar mit dem eigentlichen Thema der Heuernte nix zu tun, aber ich
    möchte diese "radikale Selektionssehnsucht" von leotrulla nicht unkommentiert stehen
    lassen:

    Herrje, dieser in Moralin getränkte Betroffenheitsreflex. Meinen Kaninchen geht es gut, ich habe keine Verluste und das in genau dem kritisierten Temperaturbereich. Klar, an Hundstagen sind sie matt aber das bin ich auch und logo keine Würfe im Hochsommer, doch was ist daran verwerflich, wenn ich der Meinung bin, dass meine Tiere die Wetterkapriolen ertragen können müssen und ich Tiere, die dann nur noch japsen, nicht zur Zucht einsetzen mag?!


    Es geht nicht um die Unterlassung einer Erste-Hilfe-Leistung im Bedarfsfall sondern um generelle züchterische Überlegungen. Wie kann man/frau spontan auf solch geistige Abwege gelangen?


    fragt sich


    Thomas

  • .....und um den Beitrag von Anja noch zu ergänzen:


    Meine Tiere in den Freiläufen und Freigehehegen haben keinen Windschutz außer eine Weidenhecke, da geht immer "die Luft durch", da brauche ich weder Wasserflaschen noch sonstiges Hilfsmaterial - die Tiere müssen sich lediglich einbuddeln können und müssen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
    Schnupfen trotz "Durchzug" ist ebenfalls ein Fremdwort.


    mfg Peter


    PS: war gerade zu hause und habe die Sonnenschirme gesellt, da entgegen de Wetterprognose - Starkgewitter mit Sturm und sinkenden Temperaturen - das Thermometer wieder bei 35 grad C steht. Die Holz - und Steinplatten habe ich übergossen, kühl sofort ab.

  • Hallp Peter,



    Wie seit Jahren lege ich gekühlte Wasserflaschen in die Buchten, die Tiere liegen teilweise quer darüber.

    Das mit den gekühlten Wasserflaschen ist eine gute Idee gegen übermäßige Wärme. Glaube, das werde ich bei meinen Tieren auch mal ausprobieren. _daumenhoch_
    Eine Frage hätte ich dazu aber noch: Sind die Wasserflaschen auch mit Wasser gefüllt, oder nur leer gekühlt aus dem Kühlschrank? Denke mal, du verwendest Kunststoffflaschen, richtig?


    Gruß
    Michael

  • Ich habe gestern Glasflaschen genommen.
    Mit Wasser gefüllt und in der Tiefkuhltruhe gekühlt.


    Die werden nur beschleckt und nicht benagt.



    Gruß Flo

    Und dann diese Zweifel, ob ich der Bekloppte bin oder alle um mich herum...


    *..jetzt auch mit Kameraüberwachung _haue_

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