Neue schmackhafte Futterpflanze für unsere Kaninchen ???

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  • Hallo KaninchenfreundInnen,


    seit ca 5 Jahren füttere ich verstärkt meine Tiere aus dem Garten, dabei bin ich immer wieder überrascht was die Tiere so bevorzugen.


    Auffallend ist schon seit jahren die Vorliebe für Gartensonnenauge, eine wiederstandsfähige schöne Staudenart aus der familie Heliopsis.


    Ich habe sie bei einer Gärtnerei näher bestimmen lassen und die Aussage war einstimmig Heliopsis scabra.


    In der Literatur habe ich Hinweise auf eine Verwendung als Heilpflanze gefunden, leider jedoch keine nähren Angaben.


    Bevor ich hier euch über meine praktischen Erfahrungen berichte, möchte ich erst mal nachfragen, ob jemand von euch mehr Wissen über die anwendung als heilpflanze, vielleicht sogar als Futterpflanze hat - ich denke hier besonders an unsere "Heierinnen" und BiologInnen, aber auch Leute mit Garten - und Futtererfahrung.


    Ich möchte keine gefährlichen Empfehlungen geben.


    Schönes WE


    wünscht Peter

  • Hallo Peter,


    ich habe nun meine Heilpflanzenbücher und auch meine umfangreichste Materia medica der hom. Mittel durchforstet, aber bezüglich dieser Pflanze nichts finden können.
    Zumindest in der Materia medica hätte etwas zu finden sein müssen, wenn diese Pflanze als Heilmittel Verwendung finden würde. Es sei denn, es gibt noch eine andere lateinische Bezeichnung dafür.
    Andernfalls gehe ich davon aus, dass eine arzneiliche Wirkung, sprich Vergiftung in irgendeiner Art unwahrscheinlich ist.


    Bei Wikipedia fand ich lediglich die Bemerkung:
    " Einige Arten werden in der traditionellen Medizin verwendet."
    Aber wie gesagt, nicht mal der "alte" Pahlow erwähnt sie in seinem Buch.


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Guten Morgen,


    danke Claudia für deinen Beitrag.


    Vorbehaltlich noch einlaufender Empfehlungen bzw. Meinungen zu der Pflanze selbst hier einen Kurzbericht als Futterpflanze:


    Durch meine intensive Gartennutzung mit Mulchmethode hat sich in den letzten jahren das Sonnenauge stark vermehrt, gehäckselte Pflanzenteile haben einfach ausgetrieben und gewurzelt, so dass unser garten zunehmend ein gelbes Meer von Heliopsis wurde.


    einfach abschneiden und wegwerfen bzw wieder häckseln und kompostieren war angesagt, die abgeschnittene Mengen waren enorm.


    Eines Tages vor ca.5 Jahren konnte ich beobachten, wie die Freiläufer sich an den Pflanzen vergnügten und Unmengen wegfrassen, dabei alles andere ignorierten.


    Ich habe dann probeweise auch den anderen einen Stängel reingegeben, diese wurden sofort gefressen noch vor allem anderen !!


    Da ich ja genügend Masse hatte habe ich "Schmackhaftigkeitsprüfungen" durchgeführt, Sonnenauge wurde allem anderen vorgezogen.


    Ich habe dann noch verschiedene andere Sonnenblumen ausprobiert mit ähnlicher Konsistens, habe gemischt und alle möglichen kombinationen erdacht mit dem Ergebnis, dass über 80 % der Tiere über die ganze Zeit hinweg Sonnenauge bevorzugt hat ( es waren so ca. 250 Tiere , mit dnen ich die Versuche machte).


    Seit 2 Jahren füttere ich gezielt nur noch diese Pflane an einzelne Tiere, sie wachsen hervorragend, sind absolut gesund und beim Schlachten gibt es keinerlei Auffälligkeiten.


    Nachdem ich dies nun gut durchprobiert habe kann ich Sonnenauge als Futtermittel empfehlen.


    Die Pflanze selbst ist absolut anspruchslos, vermehrt sich über Wurzelteilung, Samen und sogar gehäckselte Pflanzenteile.


    Als Staude mit ca 150 cm Höhe in Rabatten ist sie eine Augenweite mit ihren wunderschönen gelben Blüten.


    Zum Füttern schneide ich die abblühenden Stängel ca. auf die Hälfte zurück - vorteilhafterweise in einer Achse- sie treiben neu und blühen so von Juni/Juli bis Ende Oktober.


    Die Blattmasse entspricht übers Jahr in etwas der Menge bei Topi, die Stängel werden nicht von allen gefressen, da sehr hart, von manchen allerdings bevorzugt.


    Bisher habe ich max. 3 Schnitte gemacht, als 4. kürze ich die Pflanzen dann im November auf 10 cm und decke mit Muchkompost ab.Die Pflanze ist absolut winterhart.


    mfg Peter

  • Hallo Peter.


    Die Pflanze stammt aus den Prärien M- und O-Nordamerikas und eine Art ist sogar bei uns verwildert und eingebürgert. Als Zierpflanze ist sie weitverbreitet und es gibt sogar mehrere Sorten davon; gelb, orange und gelb/orange sowie einfache und gefüllte Blüten.


    Giftig ist sie keinesfalls. Eine Erwähnung als offizinelle Pflanze habe ich mehrmals gefunden, jedoch nirgends nähere Angaben oder eine Rezeptur.


    Gruß
    Karl

  • Hallo,


    das ist eine interessante Pflanze!


    Peter hast du auch Bilder dazu, eventuell sogar wie du die Pflanze verfütterst? Wir hätten gerne einen Bericht über diese Pflanze in unserer Kräuterecke.


    Bedanke mich jetzt schon mal für die Mühe!



    Viele Grüße aus dem herbstlichen Spessart,


    Moni

  • Hallo Peter,


    ich bin mal wieder fassungslos ob Deines Wissens bzw. Deinem Mut zum Selbstversuch, allerdings ärgere ich mir gerade auch ein zweites Loch ins Gesäß, weil ich unlängst erst zwei Laubsäcke (je 225l) voll Heliopsis scabra entsorgt habe. Ich wäre allerdings auch nie auf die Idee gekommen, die Pflanze in Schnitten zu ernten.


    Ein Hoch aufs Forum und danke für Deinen Beitrag.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo.


    Goldfelberich (Lysimachia) und Lichtnelken (sowohl Lychnis als auch Silene) dürften problemlos verfüttert werden können.


    Sommer-Aster (Callistephus) und auch die Rauen und Glatten Herbstastern ebenfalls.
    Auf eventuelle Pflanzenschutzmaßnahmen sollte geachtet werden, ganz besonders, wenn man von netten Nachbarn mit solchem Material eingedeckt wird.
    Der Zustand beim Abräumen der Beete sieht meist auch nicht mehr sehr vertrauenerweckend für Futterzwecke aus.




    Von den Winterastern (Chrysanthemen, Chrysanthemum x grandiflorum) aber bitte nichts füttern.



    Ich ziehe allen diesen Pflanzen aber trotzdem "richtige" Futterpflanzen vor.


    Gruß
    Karl

  • Guten Morgen,


    Sonnenauge mit den unterschiedlichsten Unterarten, die ich nicht benannt habe, nicht weil ich sie nicht weiß - Wikipedia lässt grüßen-, sondern weil es unerheblich ist und nur verwirrt.


    Auffällig war diese Pflanze für mich deshalb, weil sie eben sehr schmackhaft zu sein scheint und den meisten anderen Futterpflanzen vorgezogen wird. Hinzu kommt, dass sie einen sehr hohen Ertrag über das Jahr bietet und sehr einfach zu pflegen ist.


    Wenn man schon so lange wie ich mit Freilauf arbeitet, Thomas, da sieht man einfach Dinge, auf die man nur durch nachdenken nicht gekommen wäre - was den Tieren nicht schadet und schmeckt.......warum sollte ich diese Pflanzen schreddern ?


    Natur ist Kreislauf, bei mir funktioniert dies recht einfach: Vom Garten/Feld zu den kaninchen und dann durch Hühner und Enten auf den Kompost.


    mfg Peter

  • Hallo.


    Es hat nichts mit angeben oder glänzen zu tun, warum ich manchmal auf die genauen Bezeichnungen bei Pflanzen Wert lege.


    Ich beschäftige mich öfters mit den deutschen Namen der Pflanzen. Hier kann man dann oftmals deutsche Pflanzennamen finden, die örtlich sehr begrenzt verwendet werden. Und sehr häufig werden ähnliche oder gar gleiche Bezeichnungen für ganz unterschiedliche Pflanzen gebraucht. Dabei kann es u. U. zu gefährlichen Mißverständnissen kommen. Auch bei wörtlichen Übersetzungen aus anderen Sprachen ist häufig Vorsicht geboten. Oxeye ist z. B. nicht das (deutsche) Ochsenauge, sondern das hier genannte Raue Sonnenauge. Aster kann, wie ich es angeführt habe von Sommer- über Herbst- bis zu Winteraster gehen. Und da kann es dann schon kritischer werden.


    Im Gegensatz zu den deutschen Namen sind die wissenschaftlichen Namen (fast) immer eindeutig. Auf dem ganzen Globus.


    Gruß
    Karl

  • Hallo Karl,


    =7 , den Eindruck von Dir wollte ich keinesfalls vermitteln, ich bin ja immer froh um deine Exaktheit.


    Sagen wollte ich damit lediglich, dass bei Erstinfos zu viele Details verwirren, deshalb habe ich es einfach gehalten.


    mfg Peter

  • Hallo,


    Karl, du hast ja scheinbar ein großes Wissen was Pflanzen angeht, warum schreibst du nicht ab und an mal einen Bericht fürs Forum?


    An alle, bitte nicht alles von den Beeten abräumen. Denkt auch an die Vögel und Insekten die ohne die abgeblühten Pflanzen nicht über den Winter kommen.

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