Kapuzinerkresse

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    Kapuzinerkresse

    Nicht nur nützlich, sondern auch hübsch anzusehen ist diese Würz - und Blütenpflanze und sollte in keinem Garten fehlen!

    Im Volksmund ist sie auch als Gelbes Vögerl, Kapuzinerli oder Salatblume bekannt.
    Der Name Kapuzinerkresse lässt sich von der Form und Aussehen der Blüten ableiten, die mit ihrem nach hinten gerichteten Sporn an die Kapuzen der Mönchskutten erinnern.
    Der botanische Name der Kapuzinerkresse lautet Tropaeolum majus.

    Das auffallendste Merkmal der Kapuzinerkresse sind die sattgrünen, schildförmigen, runden Blätter, weil dieser Ansatz am Stiel bei den Pflanzen sehr selten vorkommt.
    Alle Teile der Pflanze sind saftig, die orangeroten und gelben Blüten groß und zart.

    Ihre ursprüngliche Heimat ist Peru und wurde etwa Mitte des 17. Jahrhunderts bei uns in Europa eingeführt. In ihrem Ursprungsland ist sie zweijährig, da sie aber nicht frosthart ist, muss sie in unseren Breitengraden jedes Jahr aufs Neue ausgesät werden. Wenn man ihr allerdings einige Samenkapseln belässt, tut sie dies auch gerne von selbst.

    In meinem Kräuterbuch kann man lesen:
    „Die Kapuzinerkresse gehört zu den Pflanzen, die weder Dünger noch nährstoffreichen Boden benötigen – ganz im Gegenteil: beides wirkt sich eher nachteilig aus. Zuviele Nährstoffe oder zu nasser Boden bringt eine Vielzahl Blätter, aber nur wenige Blüten hervor, die dann meist unter den Blättern sitzen. Karge Bedingungen lassen die Pflanze dicht wachsen und viele über dem Blattwerk sitzende Blüten hervorbringen.“

    Obiges Foto habe ich Anfang November gemacht.
    Die Pflanze steht in meinem gut bestückten (Mist) Hochbeet und hat um diese Jahreszeit natürlich nicht mehr viele Blüten. Das sah im späten Frühjahr allerdings ganz anders aus.

    In der Heimat Peru benutzt man die frischen Blätter schon seit alter Zeit zur Behandlung von Wunden aller Art, besonders von infizierten Wunden. Bei uns werden galenische Präparate daraus hergestellt, die gegen Infektionskrankheiten, besonders im Bereich der Nieren, der ableitenden Harnwege und Bronchitis gebraucht werden.
    Dieser Heilpflanze wird auch eine Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte nachgesagt.
    In der Volksmedizin gebraucht man die frischen Blätter als blutreinigenden Frühlingssalat und die Blätter als kühlende Wundauflage.

    Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Benzylsenföl) mit antibiotischer Wirkung und Abwehreigenschaften gegen Sproßpilze. Die Nebenwirkstoffe sind noch nicht hinreichend erforscht. Sie bewirken in ihrer Gesamtheit eine Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.

    Die Kaninchen fressen sowohl Blätter als auch Blüten sehr gerne. Die Pflanze wirkt leicht appetitanregend, schleimlösend und fördert die Verdauung. Man sollte jedoch nicht zuviel davon füttern, da dies Reizerscheinungen im Magen- und Darmbereich auslösen kann.
    Ich gebe meist pro Tier 3-4 Blätter/Blüten. Von den Blüten könnte man etwas mehr füttern, da sie milder sind.

    Die grünen und unreifen Samen kann man als Kapernersatz in Essig einlegen.
    Blätter und Blüten haben einen kresseartigen, leicht süßlich-scharfen Geschmack und eignen sich sehr gut, um Salate oder Quark damit anzurichten.

    Es gibt rankende Sorten und solche, die runde Büsche bilden. Sie eignen sich sehr gut für Beeteinfassungen.
    Die kletternden Sorten sollte man nicht unüberlegt pflanzen, da sie u.U. andere Pflanzen unterdrücken könnten.
    Andererseits

    Marie-Luise Kreuter schreibt:
    „….wirkt abwehrend gegen Raupen, Schnecken, Ameisen und Mäuse.“

    In meinem Kräuterbuch habe ich aber diese Aussage gefunden:
    „ Kapuzinerkresse ist eine von Blattläusen und Raupen bevorzugte Speise.“

    Daher ist es wohl eher so zu verstehen, dass die Pflanze von diesen Tieren geliebt wird und deshalb als „Bauernopfer“ dient, ähnlich den Tagetes in manchem Garten.
    Dass sie von Schnecken oder Raupen angefressen wird, habe ich in meinem Garten nicht beobachten können, wohl aber Blattläuse an den Spitzen gefunden.

    Die Blüten verfüttere ich nicht oft, denn ich finde sie viel zu schade und zu hübsch, um sie im Kaninchenmaul verschwinden zu sehen.
    Eine Bereicherung für jeden Garten!

    Wir bedanken uns bei Claudia Dammers für diesen Beitrag. Quellennachweis:M. Pahlow - Das grosse Buch der Heilpflanzen Peter McHoy & Pamela Westland - Die grosse Kräuterbibel Marie-Luise Kreuter - Der Biogarten

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  • Hallo Claudia,


    die deutschen Namen für Pflanzen und auch Tiere sind bekanntermaßen sehr vielfältig und führen sehr häufig zu Missverständnissen. Die Bezeichnung "Gelbes Vögerl" ist mir noch nie untergekommen und fand sie auch nicht beim Überfliegen der fünf Seiten deutscher Namen für die Kapuzinerkresse bei Marzell.


    Für "Tropaeolum peregrinum" habe ich allerdings neben dem Begriff "Kletternde Kapuzierkresse" (wobei es bei T. majus auch kletternde Formen gibt) den Namen "Kanarienvogel" gelesen. Eigentlich sehr passend für die kleinen immer goldgelben ausgefransten Blüten dieser Art. Auf alle Fälle geeigneter als für die von Dir beschriebene Art, finde ich.


    Netten Gruß
    Karl

  • Hallo Karl,


    die deutschen Namen für Pflanzen und auch Tiere sind bekanntermaßen sehr vielfältig und führen sehr häufig zu Missverständnissen. Die Bezeichnung "Gelbes Vögerl" ist mir noch nie untergekommen und fand sie auch nicht beim Überfliegen der fünf Seiten deutscher Namen für die Kapuzinerkresse bei Marzell.


    Das habe ich dem guten, alten Pahlow ;) entnommen und er beschreibt es genau für diese Sorte.

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Hallo Hans,

    Werde ich meinen Kaninchen im nächsten Jahr mit anbieten !


    Wie oben beschrieben, wurden die Bilder erst kürzlich aufgenommen. Blätter sind also noch reichlich vorhanden. Wenn du sie noch im Garten hast, kannst du immer noch füttern. :)


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Guten Morgen,


    schöner Bericht , hervorragende Signatur :) :) :D :D


    Die Pflanze wird bei mir sehr unterschiedlich gefressen, manche Tiere verweigern sie, andere fressen sie bevorzugt.


    Seltsamerweise gegen Hühner und Enten nicht dran, die fressen nur die Samenkapseln.


    Habe vor einigen jahren von einer "alten Hexe" den Tipp bekommen, den Extrakt - hat mir eine Apotheke hergestellt- an meine alte Hündin zu verabreichen, die latent Entzündungen hatte, der ich aber kein AB geben wollte - nach 2 Wochen war alles wieder in Ordnung.


    Ansonsten kommen einge Blättchen auch immer in meinen Salat, eine sehr pikante Schärfe.



    mfg Peter

  • Freut mich, dass euch mein Bericht gefällt. :)


    Ja, die Signatur......die mußte ich unbedingt haben! :D


    Bei mir im Stall sitzt kein Kaninchen, das die Blätter oder Blüten nicht frisst. Bei meinen Kleinwidder-Mülleimern ist das nicht verwunderlich, aber auch die gelegentlich mäkeligen Angoras fressen sie gerne.
    Vielleicht habe ich eine mildere Sorte?


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

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