Zusammensetzung einer Trockenfuttermischung um Krankheiten vorzubeugen

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  • Hallo zusammen,


    möchte mal hier so in die Runde fragen bezüglich einer Zusammenstellung von einer Trockenfuttermischung. Ich habe in diesem Jahr komplett auf "normal Pellets" verzichtet und habe nur Gerste gemischt mit Luzernegrünmehlpellets gefüttert. Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, mir ist zum Glück kein Tier verendet. Deshalb möchte ich auch weiterhin auf die "normalen Pellets" verzichten. Jetzt zu meiner Frage was könnte ich noch zu den Luzernegrünmehlpellets und der Gerste mischen um den Tieren mehr Abwechslung und auch eventl. mehr Nährstoffe etc. zu bieten ohne das es zu Erkrankungen führt? Ich habe da schon an Haferflocken und Leinsamen gedacht? Was füttert ihr so?


    Viele Grüße
    Mario

  • Hallo Kai,


    ja von Johannisbrot habe ich auch schon gehört. Das füttert auch ein Zuchtfreund von mir. Wie wirkt sich das positiv auf die Verdauung aus? In welchem Verhältnis sollte ich das dazumischen und fütterst du das auch schon an Jungtiere?


    Viele Grüße
    Mario

  • Hallo,
    ich packe je eine große Futterschaufel (vielleicht 500gr) auf einen 25 kg Sack Futter.
    Ich gebe es im Besonderen den Jungtieren.
    Wenn man Tiere hat, die fast nichts mehr fressen kann man durch Gabe von nur Johannisbrot öfter noch den Darm wieder zum Arbeiten bekommen.
    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Hallo Kai,


    also fütterst du das Johannisbrot sehr sparsam. Könnte man neben Gerste, Luzernegrünmehlpellets, Johannisbrot, Sonnenblumenkernen auch noch Haferflocken dazumischen? Oder ist die Mischung zu nährstoffreich und bringt Probleme für die Tiere?


    Viele Grüße
    Mario

  • Hallo Kai,


    also keine Flocken aus Schwarzhafer, hoffe mal das steht auf der Packung. Vielen Dank für deine Hinweise, da hast du mir schon sehr geholfen. Vielleicht melden sich ja die Futterspezialisten und natürlich auch alle anderen hier im Forum noch mit ein paar Ratschlägen und Anregungen. Würde mich freuen!


    Viele Grüße
    Mario

  • Hallo,
    wegen Schwarzhafer habe ich gerade einmal sucht:
    schwarzer Hafer


    Aber mir ging es um etwas anderes, vor ca. zwei Jahren hatte ein Züchter aus unserem KV Probleme mit den Jungtieren und meinte, dass es am Pelltfutter lang.
    Der betreffende Futterberater, hat sich sofort mit dem Züchter zu in Verbindung gesetzt.
    Es stellte sich heraus, dass der Züchter in größerer Menge seine Tiere mit Schwarzhaferflocken gefüttert hatte und diese zu energiereich, gewesen sein sollen.


    Ich weiß, dass viele Züchter Haferflocken füttern und keine Probleme haben, vielleicht hat es auch mit der gereichten M;enge zu tun.
    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Hallo Mario,


    wenn du hier im Forum mal gezielt nach Beiträgen von PeterW bezügl. "Futter selbst mischen" suchst, wirst du sicherlich einiges finden.


    Ich füttere etwa 20% Haferflocken in meinem Gemisch. Allerdings habe ich auch Angoras, die da ein bißchen mehr brauchen.
    Wenn ich das richtig im Kopf habe, füttert Peter bspw. Haferflocken nur, wenn Häsinnen Junge zu versorgen haben oder an Jungtiere selbst, ansonsten gibt es Hafer (ungeschält) in der Mischung.


    Und dann gibt es in der Datenbank noch einen Futterrechner zum Download, der ist auch ganz hilfreich.

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Hallo,


    bitte dran denken, dass ungequetschtes Getreide noch keimfähig ist. Als ich das noch gefüttert habe, war mein Misthaufen immer schön grün bewachsen. Für mich kein Problem, aber mein Verpächter - ein Bauer vom "alten Schlag" - hat das gar nicht gern gesehen.


    Gruss, Claudia (noch eine)

  • Aber mir ging es um etwas anderes, vor ca. zwei Jahren hatte ein Züchter aus unserem KV Probleme mit den Jungtieren und meinte, dass es am Pelltfutter lang.
    Der betreffende Futterberater, hat sich sofort mit dem Züchter zu in Verbindung gesetzt.
    Es stellte sich heraus, dass der Züchter in größerer Menge seine Tiere mit Schwarzhaferflocken gefüttert hatte und diese zu energiereich, gewesen sein sollen.


    Hallo
    Ich zähle mich nicht zu den Futtermittelspezialisten ,
    aber Schwarzhafer in angemessener Menge ist für Kaninchen nicht schädlich .
    Ich selbst gebe meinen für die Zucht bestimmten 0,1 ein -WENIG- Schwarzhafer .
    Auch ein Weißer Wiener braucht keine Pellets -( Sackfutter aus Abfallprodukten)-!
    Hallo Kai
    Das der ach so gute Futtermittelberater den Schwarzhafer für die Probleme verantwortlich
    machte , wundert mich nicht !
    Grüße Uwe

  • Hallo grüsse aus Tirol


    war gerade im stall winterdicht machen weil das wasser eingefroren ist
    um 18 Uhr hat eine Blaue Lady 9 Junge geworffen,
    Habe meine zucht mit pellets begonnen hat aber nicht so recht geklappt jungtierausfälle bei Wärmeeinbruch im Februar.
    umstellung auf wenig pellets gerste haferWeizen sonnenblumenkerne.
    Gutes berghäu, 2mal die Woche Schwarzbrot. alle zwei Tage 1Karotte und sobald es geht Gras ohne Endeda ist ja so ziemlich alles drinnen.
    Wenn mit dem Futter geschludert wird alle 14 Tage einmal nur Wasser und Heu
    Meine Zuchthäsinnen haben bis gestern noch gras bekommen.
    Es gibt auch noch so allerlei Paprika Kiwi Orangen Erdnuss mit schale Kraut Rüben Salate
    gebe auch einmal die Woche Äste aller Art dazu meistens Wochenende
    Gefüttert wird nur abends Wasser kontrollieren die kinder nach der schule
    Kontrolle um 6.20Uhr bis 5vor 7 durch Hannes und Lisa Streicheleinheiten
    Ich lese sehr Viel und würde die Seite Kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de empfehlen da sehrgut über die Verdauung und das meines erachtens wichtigste WAsser sehr gut beschrieben wird


    Ich wünsch allen eine Gute Zucht
    Jonny
    Gruss Jonny

  • Pass bloß auf, dass du keine Flocken aus "Schwarzhafer" verfütterst, da war mal was....


    Hallo
    Der größte Unterschied zum Gelbafer bei Schwarzhafer ist das etwas feinspelzigere
    und damit leichter aufzuschließendere Korn , das weniger Rohfaser liefert als der Gelbhafer .
    Daher ist der Schwarzhafer als schneller Energielieferant noch etwas besser geeignet ,
    als der Gelbhafer. Sprich; bei Hochleistungspferden !!! -auch bei Hochleistungskaninchen-in kleiner Portion!-
    (Trächtigkeit ect.)
    Grüße Uwe

  • Hallo,
    ich denke auch, dass es nicht wesentlich ist, ob jetzt Gelb- oder Schwarzhafer (-Flocken) gefüttert werden, sondern letztlich wird die Ration, bzw. der Anteil des gefütterten Getreides an der Gesamtration für die Verträglichkeit verantwortlich sein. Die meisten den Kaninchen normalerweise gefütterten Getreide haben einen Kohlenhydratgehalt um die 60 % - auch Haferflocken - und die werden bekanntermaßen besonders gerne gefressen und wenn zuviel davon zur Verfügung steht, dann treten vor allem bei Jungtieren Probleme auf, weil deren Verdauungsapparat noch nicht in der Lage ist, diesen hohen Energiegehalt verarbeiten zu können.
    Zum Vergleich - der Kohlenhydratanteil in den Standard-Kaninchen-Pellets ist meines Wissens so um 20 - 25 %, und schon das wird von Experten als für Jungtiere unter 8 Wochen nicht verdauliche Dosis angesehen.
    MfG
    Karl

    Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.
    Matthias Claudius

  • Hallo zusammen,


    anstelle von Haferflocken in der Getreidemischung ( anstatt Pellets ) setze ich Quetschhafer ein. Ist preiswerter und hat höheren Ballaststoffanteil. Der Rohfaseranteil liegt bei 10,6 % und die Keimfähigkeit ist auch nicht mehrgegeben.


    Gruss und schönen Abend


    Hans

  • Hallo
    Die Fütterung von Quetschhafer bitte ich zu Überdenken ,
    und ich selbst würde dies nicht empfehlen.
    Bei Quetschhafer kommen die Milben innerhalb Stunden-Tage.
    Wenn Quetschhafer , dann selber quetschen und gleich
    am selben Tag verfüttern .
    Grüße Uwe

  • Hallo zusammen,


    was für eine Menge an Informationen, vielen herzlichen Dank dafür!


    @ Karle
    Hallo Karl,


    habe meinen Jungtieren wenn sie anfangen zu fressen neben Heu und Wasser als erstes Futter bis jetzt immer Haferflocken gegeben. Damit gab es zum Glück auch nie Probleme.
    Was würdest du/ihr empfehlen in den ersten Lebenswochen (3.-8. Woche) zu füttern?


    Viele Grüße
    Mario

  • Guten Morgen,


    Fütterung ist eine Philosophie und eine Frage des eigenen Anspruchs.
    Es ist immer recht schierig, Futterfragen zu beantworten, da man nicht weiß, wieviel Wissen der "Fütterer" über die einzelnen Komponenten der Unterschiedlichen Futtermittel hat - manchmal denke ich, dass gerade dieses "Nichtwissen" - allerdings kann man auch gar nicht alles wissen -die Ursache der Bevorzugung von Industriefuttemitteln bei vielen ist- aber auch das entscheidet jede/r selbst.
    Man sollte bei der eigenen Zusammenstellung des Futters zumindest 3 Phasen unserer Tiere unterscheiden:
    Aufzucht, Leistung und Erhalt.
    Hinzukommt die Größe der Rasse, die Anzahl der Tiere und der Grund bzw. der Nutzen, den man von den Tieren haben will/hat.
    Dazu sollte man bedenken, dass man auch die vorhandenen Futtermittel aus Kostengründen mit einbezieht.
    Ob Getreide gequetscht oder nicht ist eine Frage der Tierzahl, länger als 1 Woche sollte man Quetschgetreide wegen der Ungeziefergefahr nicht bevorraten.
    Bei Zweg- und Klenrassen dient als Erhalt ein gutes Mischgrünfutter , 1-2 x wöchentlich ein klein wenig Mischung dazu .
    Mittel - und Großrassen brauchen immer Kraftfutterzusatz, je größer je mehr, da reicht natürliche Mischgrünfütterung nicht aus - zumindest nicht, wenn man die Tiere entsprechend ihrer Rasse aufs Gewicht bekommen will.
    Leistungsfutter muss bei der Laktation nicht nur kohlenhydrat- sondern auch eiweißreich mit vielen Vit-und Mineralstoffen sein, bei der Mast ähnlich, allerdings wird man da andere Grundstoffe einsetzen.


    Ich habe als Grundstoffe Gerste, Hafer (-flocken), Sonnenblumen, Kartoffeln und Kleie, daraus mische ich dann je nach Bedarf - hinzu kommt natürlich immer Heu, Wasser und Frischgrün.
    Bei laktierenden Häsinnen kommt noch Soja und Milch dazu.
    Wer kein Frischgrün zur Verfügung hat, kann auch mit getrocknetem Gemüse , Johannisbrot uä. arbeiten, allerdings erschließt sich mir dabei nicht der Sinn, da Trockenprodukte regelhaft teurer denn Frischprodukte sind - frische karotten, Blattkolh, Wintersalate uä sind überall zu haben.
    Über Aufzuchtfütterung speziellsteht schon soviel geschrieben, schau einfach mal nach.


    mfg Peter

  • Hallo Peter,


    auch Dir vielen herzlichen Dank für die Informationen. Werde dann hier im Forum noch mal nach vorhandenen Beiträgen zu dem Thema suchen. Zwei Fragen hätte ich noch was haltet ihr von der Zugabe von Vitaminen über das Trinkwasser im Zeitraum von Oktober bis April? Die zweite Frage wäre was ist besser geignet Sonnenblumenkerne oder Leinsamen oder macht das keinen Unterschied?


    Viele Grüße
    Mario

  • Hi,


    keine Ahnung wie es anderen mit ihren Tieren erging; von den meinen wurden die Sonnenblumenkerne gefressen, der Leinsamen blieb übrig! Oktober bis April gibt's Möhren und allerlei Grünes, auf die Zugabe von Vitaminen wird verzichtet.


    MfG Manfred

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