Kokzidien?!

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  • Wollte mal fragen, wie ihr mit Kokzidien umgeht? Ich hatte immer Angst davor mir welche einzuschleppen, da mein Bestand bisher kokzidienfrei war. (regelmäßig getestet)


    Nun hat mir mein neuer DW-Bock Kokzidien gratis mitgebracht, ist hier nach 3 Wochen auch mit Durchfall daran erkrankt. :thumbdown: Hab ihn erfolgreich behandelt, er ist jetzt frei. Mein "Altbestand" nach wie vor auch (Gott sei Dank!)


    NUR meine beiden Neuzugänge (die Kleinwidder-Damen) hab ich auch diesmal gleich mittesten lassen und siehe da, sie haben Kokzidien im Kot, sind allerdings nicht akut erkrankt. Doch wenn sie tragen, kann ich sie nocht gleich behandeln und für die Jungtiere ist es doch dann u.U. gefährlich oder nicht?


    Menno, irgendwie waren und sind Kokzidien für mich ein Alptraum! Möchte wieder im ganzen Bestand frei davon sein!!!! :cursing:


    Was habt ihr da an Erfahungen oder wie geht ihr damit um? Bin ich zu hysterisch/ängstlich??? ?(

  • Hallo,


    ich schreibe dir mal, weil ich das Spielchen schon durch habe.


    Also einen Bestand, der frei von Kokzidien ist, gibt es nicht. Jedes Kaninchen trägt sie in sich, wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät, bei Wasser- und Rohfasermangel, dann kommt es zu einem Überschuss und zu den Symptomen, wie beispielsweise Durchfall und Aufgasungen.


    Ich würde mich da nicht verrückt machen und erstmal sämtliche Faktoren, die zu einem Überschuss führen können, ausschalten.


    Das wären:


    • peinliche Sauberkeit bei Tieren, wo ein Überschuss bekannt ist - die Aufnahme von eigenem Kot muss verhindert werden, da dort die Oozysten (nennen wir sie Eier) der Kokzidien drin sind und die sich im warmen Mist pudelwohl fühlen (das heißt 1 x pro Woche misten und mit kochen heißem Wasser, dass mindestens 80 °C warm ist die Bucht ausspülen
    • Heu und Wasser muss immer zur Verfügung stehen, damit die Darmtätigkeit in Takt bleibt
    • ab und zu mal einen Sack Futter mit einem Zusatz gegen Kokzidien verfüttern als Kur
    • in der kritischen Phase, wenn die Jungen anfangen feste Nahrung zu sich zu nehmen, ein Aufzuchtsfutter, wie z.B. Berkel Blue oder TTL verfüttern
    • nur Grünfutter verfüttern, bei dem du 100% weißt, dass es nicht zu Blähungen führt
    • Neue Kaninchen für 3 Wochen in Quarantäne stecken und evtl. einen Test machen lassen


    Schau mal in unser Wiki, da habe ich schon vor vielen Jahren mal einiges zusammen getragen:


    http://kaninchenzuechter-deuts…u.php?id=darmerkrankungen


    LG
    Kathi

  • Hi,


    ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass es nur wenige (spezifiziert-pathogen-frei - SPF) bis keine Stämme gibt, die nicht mit Kokzidien durchseucht sind. So wie auf unserer Haut eine Umenge an Mikroorganismen leben, unter anderem auch Bakterien, scheinen die Kaninchen mit Eimeria (Erreger) und deren Oozysten als Überdauerungsorgane ganz gut zurechtzukommen. Das vor allem dann, wenn sich die Erregeranzahl in Grenzen hält. Daher interessiert mich natürlich wie der Nachweis der Kokzidien erfolgte und wie du deine Tiere behandelst.


    MfG Manfred

  • Hallo Manfred.


    Sehr seltsam. Wenn ich angemeldet die Links anklicke, erhalte ich dieselbe Meldung.
    Wenn ich den Link unangemeldet als Gast anklicke, dann erhalte ich beim ersten Link 150 Angaben, beim zweiten 115 Beiträge.


    Ist mir im Moment auch nicht klar, was da los ist.


    Gruß
    Karl


    PS an die Themenstarterin
    Christina, dann mußt Du eben die Suchwörter selbst in der Suche eingeben.

  • Hallo Karl,
    die Links sich "Suchlinks", die dann "Ablaufen".


    Du hättest anschließen, "nur" dir noch mal das Thema anzeigen lassen müssen uns kopieren.


    Also im Pfad darf nichts mit "search" stehen....


    Beispiel:
    so seht der Link: Kokzidien?!



    so nicht:http://www.rassekaninchenzucht…15412&highlight=Kokzidien


    Die Suchabfrage scheint irgendwie später abzulaufen




    Chritina, Karl wollte dir wohl raten einmal die Suche zu verweden, weil wir das Thema schon ganz oft hatten, statt einen ganz neuen Themenbeitrag aufzumachen.


    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Supi, danke! Hab auch noch telefoniert und bin jetzt nicht mehr so, sagen wir mal, panisch davor. Meine TÄ hat Kotproben untersucht. Hatte bisher nur den einen akuten (Durch-)Fall beim neuen DW-Rammler. Er hatte nach 3 Wochen Quarantäne plötzlich Durchfall, obwohl ich extra Fenchel, Dill und Petersilie und viel Heu gefüttert habe, so wie er es bisher kannte. Er war auch scheinbar kurz bevor er zu mir kam gegen Kokzidien gekurt (Baycox) worden?!?!?!


    Hatte dann nachdem er hier behandelt worden war (mit einem anderen Mittel), noch mal Proben abgeben. Negativ! Zur Sicherheit von den anderen auch. Mein Altbestand hatte keine sichtbaren und die 2 neuen Mädel´s hatten ein paar drin, sind aber nicht akut erkrankt. Die 2 sitzen auch wieder extra und werden zuletzt gefüttert usw. Da sie ordentlich umwühlen, miste ich sie fast täglich. Gut auszuspülen sind die Ställe alle, da die alten aus Beton und die neuen aus MDF mit Kotwannen sind. Der Frost kommt mir, was die Keimzahl angeht sicherlich auch noch zugute.


    Ich war bei diesen Parasiten immer der Meinung, das man sie nicht unbedingt im Bestand haben muss. Das diverse Bakterien oder auch bestimmte Hefekulturen immer vorhanden sind, war mir klar. Und auch, das es nur unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Krankheitsausbruch kommt.


    Nun bin ich noch etwas verunsichert, was die Vorgehensweise bei den 2 Damen, die bestenfalls Nachwuchs erwarten, angeht. Kann/sollte man tragende Häsinnen auch behandeln? Oder warte ich, bis sie geworfen haben? Oder mache ich garnichts?


    Na jedenfalls erfülle ich die Anforderungen alle, die notwenidig sind, das es möglichst NICHT zu einem Ausbruch kommt.

  • Kai, irgendwie ist dein Link auch nicht das wahre ... ist quasi die Verlinkung zum 1. Beitrag dieses Threats ?( naja bleibt mir immer noch (_C

  • Hallo,
    der Link ist auch nur ein Beispiel.


    Ein Link in die Suche gibt scheinbar die Forumtechnik nicht her (oder Margit hat eine Idee?!).


    Also gebt selber mal bei "Suche" oben rechts "Kokzidiose" oder "Kokzidien" ein ....


    Gruß Kai

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  • Stimmt, ich hätte mich sicherlich über die Links oder die Suche zu dem Thema informieren können. Aber ich wollte auch mal wissen, wie IHR damit umgeht.


    Wie auch immer, mir fällt es schwer zu glauben, das man nicht mehr frei davon werden kann. Hatte vorletztes Jahr schon testen lassen (da ich Ausfälle hatte, bei denen sich aber im Nachhinein ein Fütterungsfehler rausstellte) und da hatte ich im ganzen Bestand nicht sichtbares. Das könnte ja dann gar nicht sein, wenn fast alle Tiere Träger der Kokzidien sein sollen und aktuell ist ja auch bei meinem Altbestand und auch jetzt beim dem behandelten, neuen Rammler nichts mehr zu sehen.


    Ich war diesmal auch ein bisschen aus dem Häuschen, weil es mein erster Fall mit einer akuten Durchfallerkrankung war und das seit fast 8 Jahren Kaninchenhaltung. Erst seit dem ich Rassekaninchen wie die DW und auch mal kurz Belgische Bartkaninchen und rheinische Schecken hatte, fing das an, das ich mich nicht mehr nach einer Bedeckung auch auf den Wurf verlassen konnte oder sie eben empfindlicher auf Futter reagierten. Das war bis jetzt aber auch das Einzige! Bei meinen "Schlachtkaninchen" hatte ich mit nichts was am Hut und war vermutlich etwas "Erfolgsverwöhnt"?! Deshalb hatte ich mich ja auch voller Elan an reinrassige Tiere rangewagt. Doch irgendwie ist es doch was anderes?!!!??!?! Was ich wohl feststellen konnte ist, dass die Haltungsform die reinrassigen Tiere unempfindlicher macht! Scheinbar kommen nur die Harten in den Garten! :D

  • Hi,


    ich hab' eben in meinen Unterlagen eine Tabelle der Kokzidienbelastung in vier Kaninchenbetrieben mit unterschiedlichen Haltungsbedingungen entdeckt. Der niedrigste Wert als Mittelwert plus/minus Standardabweichung in einem alternativen Haltungssystem bei hohem Hygienestandard lag bei bei elf Tieren bei 63,6 +/- 58,8 Oozysten pro Gramm Kot (p=0,061). Das Ergebnis ist nicht signifikant, die Anzahl der untersuchten Tiere ist wohl zu gering. Die Standardabweichungen sind relativ hoch, die individuellen Unterschiede erscheinen sehr groß.


    (aus Prof. Dr. Steffen Hoy: "Freilandhaltung von Kaninchen unter Verhaltens- und Gesundheitsaspekten", Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Justus Liebig-Universität Gießen, 11.02.2009)


    MfG Manfred

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