Reinerbigkeit und Fremdzucht

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  • Unterschied: Reinerbigkeit und Fremdzucht


    Es ist eine einfache Frage, aber wahrscheinlich doch ein unverständlicher Zusammenhang beider Begriffe. Ich greife aber das Thema so auf, wie es einmal vorgetragen wurde.


    Die Reinerbigkeit:
    Diese ist ganz einfach gesagt gegeben, wenn wir innerhalb einer Rasse immer nur in der Nachzucht die gleichen Nachkommen haben, wie sich die Eltern präsentieren. Uns fällt dabei auf, wir sprechen immer nur im Zusammenhang der Fellfarben von einer Reinerbigkeit. Weshalb?
    Wir sind auf unsere rote, schwarze, gelbe oder blaue Rasse, die wir eben züchten, immer nur auf die Farbe geprägt. Hier erkennen wir, wann weiße Durchsetzungen bis hin zu Büscheln auftreten und nehmen es insofern hin, dass wir selektieren oder ein neues Zuchtpaar zusammenstellen. Trotz der Weißdurchsetzung kämen wir nie auf die Idee zu sagen: Mensch, die sind ja spalterbig. Ja, wieso auch? Denn wir züchten ja immer nur rot x rot, schwarz x schwarz etc.
    Für uns wird eben erst der Begriff Reinerbigkeit zweifelhaft, wenn plötzlich nach einer Schwarz-Mal-Schwarz-Paarung z. B. zwei blaue Jungtiere im Nest neben den erwarteten schwarzen Nachkommen liegen. Spätestens jetzt wissen wir, die Ausgangstiere sind spalterbig für die Farbanlage Blau.


    Aber, liebe Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunde,
    Kaninchen sind Lebewesen, die während ihrer Zeugung jeweils zur Hälfte mütterliche und väterliche Erbanlagen erhalten. Da jedes Lebewesen auf Grund der Vererbungsmechanismen immer ein Unikat sein wird, haben wir es in der rassereinen Zucht im Grunde auch immer mit Bastarden zu tun. Deshalb muss niemand erschrecken. Es ist nur wichtig zu wissen, dass wir unsere Zuchten innerhalb einer Rasse und innerhalb eines Farbenschlages absolut sauber züchten, um die Rassereinheit zu wahren.
    Mit dem Begriff Erbanlagen sind nicht allein die Fellfarben und Zeichnungs- und andere Rassemerkmale angesprochen, sondern auch alle Leistungsmerkmale, Anlagen für Anomalien, die Wesensart sowie körperliche Merkmale, um nur einige Punkte anzuführen. Wenn man sich diese Spaltungsmöglichkeiten einmal vor Augen hält, wird deutlich, weshalb es ein Frevel ist, beispielsweise in die gute Zucht einer schwarzen Rasse ein Tier einer anderen blauen Rasse einzukreuzen. Nicht allein die Farbe wird bei Unkenntnis des Züchters nicht mehr sicher reinerbig im Bestand geführt, es werden schlimmsten Falles auch neue o.g. Merkmale eingebracht oder gute Merkmale durch schlechte verdrängt.


    Mit anderen Worten gesagt, die Reinerbigkeit - so wie wir sie verstehen - bezieht sich auf den Begriff Rasse, Rassemerkmale und Konstitution einer bestimmten Rasse. Ist sie gegeben, fallen eben in einer reinerbigen Zucht wieder Nachkommen, die ihren Eltern ähneln.


    Die Fremdzucht
    Bei der Erklärung dieses Begriffs strapaziere ich Eure Augen nicht so sehr.
    Ich hatte die Linienzucht vorgestellt. Bei der Linienzucht setzen wir (grob gesagt es kann ja nochmals nachgelesen werden) immer Tiere in die Zucht, die in einem bestimmten Verwandtschaftsverhältnis zueinander stehen.
    Fremdzucht ist ganz einfach das, was der von mir erfundene Heinrich macht. Immer wieder fremde Rammler in die Zucht stellen und auf den Erfolg warten oder wieder kaufen, warten, kaufen usw. usw.
    Das ist Fremdzucht!
    © Rassekaninchenzuchtforum.com

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