ZDRK Tagung 2015 - Antrag des DPV

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  • Hallo zusammen,


    auf der nächsten Tagung des ZDRK steht ja unter anderem ein Antrag des DPV auf Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Preisrichter von EUR 50 auf EUR zur Entscheidung an. Wie steht Ihr zu dem Antrag? Ist er für euch nachvollziehbar oder lehnt ihr eine Erhöhung ab? Bin auf die Ansichten gespannt.


    Gruß Torsten

  • Hi,


    in der Frage fehlt zwar der Betrag der Aufwandsentschädigung über den abgestimmt werden soll, aber ... nachvollziehbar. Den Betrag halte ich für gerechtfertigt, dabei bleibt's eh nicht, unterm Strich ist es ja weniger.


    MfG Manfred

  • Hallo Torsten
    Soweit ich mich erinnern kann, ist es noch nicht all zu lange her, dass die Abgabe von den Vereinen an Kreis, Bezirk ..... erhöht wurden. Warum sollte dann eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Preisrichter nicht gerechtfertigt sein?
    Gruß Franz

  • Hallo,


    ich kenne selber viele Preisrichter und die sind eigentlich geschlossen dagegen, weil sie nicht damit Geld verdienen wollen!
    Unsere Vereine und die gemeldeten Tierzahlen werden immer kleiner, wie soll es sich ein kleiner Verein noch leisten können, die Preisricher zu bezahlen..?
    ausser man nimmt horente Standgebühren, wo dann wieder keiner mehr ausstellt!!??

  • Diesem Anliegen wurde doch vor einer Weile schon mal eine Abfuhr erteilt, warum nun schonwieder so ein Antrag?
    Es werden doch schon Entschädigungen gezahlt und es hat doch jeder der sich für dieses Amt entschieden hat gewust was auf ihn zu kommt.


    Ich habe dafür kein Verständniss!!!!


    Wo bitte sollen die ganzen Gelder her kommen?

  • Unsere Vereine und die gemeldeten Tierzahlen werden immer kleiner, wie soll es sich ein kleiner Verein noch leisten können, die Preisricher zu bezahlen..?


    Hallo
    Da sind aber nicht die Preisrichter Schuld. Preisrichter selbst werden nämlich auch immer weniger und die wenigen die übrig bleiben müssen zu mehreren Bewertungen. Langsam wird es mal Zeit, dass ein Umdenken in einigen Vereinen stattfindet. Was bringt es denn einen Verein mit 6 Mitgliedern und 3 aktiven Züchtern aufrecht zu erhalten? Nur weil der und der den Verein irgendwann einmal gegründet und aufgebaut hat, möchte man nicht derjenige sein, der den Verein auflöst. Im Fußball ist es Gang und Gäbe, dass wegen fehlendem Nachwuchs Spielgemeinschaften gegründet werden. Bei den Kaninchenzuchtvereinen, muss der Verein anscheinend mit Gewalt am Leben erhalten werden. Es ist ein hinauszögern sonst nichts. Man kann es nicht aufhalten.Wenn 10 Euro mehr im Jahr für einen Preisrichter dem Verein weh tun, dann kann man ihn eigentlich sofort auflösen.
    PS: Ich bin kein Preisrichter!
    Gruß Franz

  • Das Liebe Geld. Man soll aber nicht vergessen das der Preisrichter auch noch Fahrkosten erstattet bekommt. Die mehr sind als was er verfahren hat. Und ist man Preisrichter des Geldes wegen? Oder um sich mit seinem Hobby mehr zu beschäftigen. Und ob ein Preisrichter 50-60€ oder noch mehr bekommt, deshalb werden es auch nicht mehr und bessere Preisrichter.


    Ich sage Nein dazu!

  • Das Liebe Geld. Man soll aber nicht vergessen das der Preisrichter auch noch Fahrkosten erstattet bekommt. Die mehr sind als was er verfahren hat. Und ist man Preisrichter des Geldes wegen? Oder um sich mit seinem Hobby mehr zu beschäftigen. Und ob ein Preisrichter 50-60€ oder noch mehr bekommt, deshalb werden es auch nicht mehr und bessere Preisrichter.


    Ich sage Nein dazu!

  • Hi,


    abgesehen davon, dass ich bis jetzt meistens mitfahren konnte - Fahrgemeinschaft ist das Stichwort - reichen die in Deutschland üblichen 30 Cent Kilometerpauschale in Abhängigkeit vom gefahrenen Auto bei weitem nicht aus um die tatsächlichen Kosten zu decken. Daher ist mir der Satz "Die mehr sind als was er verfahren hat" absolut unverständlich. Ich habe die Preisrichterprüfung nicht abgelegt, um damit Geld zu verdienen, ich will mich auch nicht auf Kosten anderer bereichern, aber ich nehme mir das Recht meine Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Auch mit "aus Spaß an der Freud!" ist irgendwann mal Schluß!


    Mir wird weder das Kilometergeld erstattet, wenn ich über 200 km zu einer Schulung fahre, noch wenn ich am Samstag eine Ausstellung besuche.Dafür kann ich mir von einem unzufriedenen Züchter anhören, wie schlecht meine Bewertung war oder mir von Dritten sagen lassen, dass der Züchter Soundso mit meiner Bewertung nicht zufrieden wäre. Den Wunsch nach besseren Preisrichtern kann ich verstehen, ich wünsch' mir mehr rassekundige Züchter, die ihre Tiere nicht nur durch die rosarote Brille sehen und mit Stallblindheit gesegnet sind, sondern eine gesunde Einstellung zur Qualität ihrer Tiere haben.


    MfG Manfred

  • Hallo,



    ich bin kein Preisrichter, muss aber
    Manfred recht geben.


    Wenn ich die Arbeit des Preisrichters
    bei unserer Lokalschau sehe mit welcher Gewissenheit und
    Fachkenntniss die immer circa 75 bis 80 Tiere bewertet werden sind
    die angestrebten 60.00 € mit Sicherheit nicht zu viel.


    Zu den Fahrtkosten kann ich sagen, dass
    0.30 € pro Kilometer nicht zu viel sind und die tatsächlichen
    Kosten damit nicht gedeckt werden.


    Sage das aus Erfahrung weil ich 25
    Jahre dienstliche Fahrten mit dem eigenen Auto gemacht habe und weis auf welchen Kosten man sitzen bleibt.



    Wir sollten froh sein, dass es noch
    Züchter gibt die bereit sind in ihrer Freizeit zusätzlich zur
    Rassekaninchenzucht die Ausbildung zum Preisrichter auf sich zu
    nehmen und als solcher tätig zu sein.


    Reich ist mit dem Preisrichterhonorar
    und den Fahrtkosten mit Sicherheit noch keiner geworden.
    MfG
    Siegfried

  • Hallo zusammen,


    ich hatte die Frage ja neutral formuliert, will aber dann auch mal meine Meinung kundtun. Zunächst, ja ich bin Preisrichter und ja ich bin für die Erhöhung. Es gibt meines Erachtens nur einen Grund der dafür spricht, der Ausgleich der Inflation seit der letzten Erhöhung. Es geht mir nicht darum, mit der Ausübung des Preisrichteramtes Geld zu verdienen. Das geht sowieso nicht. Denn wenn ich vier Schulungen und eine Vereinigungsversammlung im Jahr besuche, muss ich schon so einige Bewertungen durchführen, um allein die dafür entstehenden Fahrtkosten zu decken. Selbstverständlich ist es auch ein Teil des Hobbys und dass das Preisrichteramt ein "Ehrenamt" ist, sollte jedem der die Ausbildung beginnt bewusst sein. Aber "Ehrenamt" bedeutet auch, dass man eine gewisse (Aufwands-)Entschädigung bekommt - Beschimpfungen alleine reichen halt nicht :rolleyes: . Der Preisrichter opfert Urlaubstage, Freizeit und Geld (denn wie schon mal geschrieben reichen 30 Cent - oder auch schon mal weniger bei großen Schauen- bei weitem nicht aus um die Fahrtkosten zu decken), investiert in Schulungs- und Arbeitsmaterial und darf auch noch Extra-Beiträge (die sind übrigens auch seitdem gestiegen) an DPV und somit auch ZDRK zahlen. Und natürlich Andreas hat man gewusst, was auf einen zukommt, aber auch für PR steigen die Kosten. Die sollen also auf ihren Kosten sitzenbleiben, damit beim Züchter/Aussteller alles bleiben kann wie es ist - ist das gerechte Lastenverteilung? Wer also in Zukunft noch ein paar "Deppen" haben will, die die Tiere bewerten, sollte vielleicht nochmal drüber nachdenken, ob diese Anpassung nicht nur sinnvoll, sondern notwendig ist.


    Gruß Torsten

  • Hallo,
    nachdem der eine oder andere seine Meinung daui geäußert hat, gebe auch ich einmal meinen Senf dazu.


    Erst einmal ein paar Zahlen:
    Die letzte Erhöhung war "indirekt" mit der Euroumstellung 2002, da wurde von 90DM auf 50€ leicht aufgerundet.


    2013 wurde verspätet der Antrag zur DPV-Tagung gestellt
    2014 wurde er dann auf der DPV Tagung abgestimmt
    2015 wird er nun auf der ZDRK-Tagung behandelt
    2016 wird er dann wohl wiksam werden


    Wir hoch war dann die Preissteigerung in der Bundesrepublik innerhalb dieser 14 Jahre?.... ich denke einmal über 30%!
    Alle Preisrichter sind auch Züchter, sie wissen selber wie es in den Kassen von Vereinen und Verbänden aussieht!
    Da sie (mindestens) doppelt gezählt werden (Vereinsmitgliedschaft und PR-Gruppe) zahlen sie auch alle Beitragserhöhungen doppelt.
    Wie jeder andere von uns müssen sie die allgemeinen Preissteigerungen bezahlen.
    Wie schon erwähnt, haben sie 3 Jahre für ihre Ausbildung benötigt und müssen mindestens 4 Schulungen im Jahr besuchen.


    Ist es dann nicht schon ein wenig berechtigt, wenn auch die Aufwandsentschädigung ein wenig der Preissteigerung angepasst wird?


    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Hallo zusammen,


    schwieriges Thema in einer schwierigen Zeit...


    Grundsätzlich bin ich dagegen, Ehrenämter zu finanzieren, das ist ein Widerspruch an sich - auf der anderen Seite gibt es immer weniger, die aufwändige Ehrenämter selbst finanzieren können, ergo beißt sich die Katze in den Schwanz....


    Das Hobby Kleintierzucht an sich ist kein "billiges" Hobby, neben finanziellen Ausgaben für Fütterung, Haltung, evtl. Ausstellungen und Gesundheit = Tierarzt kommt noch ziemlich viel Arbeit hinzu, die wir aber gar nicht berechnen wollen :evil:


    Da macht es auch keine großen Probleme mehr, die Beiträge für den Verein zu erhöhen, einen Monatsbeitrag von 10 € finde ich durchaus für angemessen - hole ich durch verbilligte Vereinsimpfungen im Schnitt locker wieder rein. :)


    Machen wir ne Rechnung auf:


    Der Verein hat pro Mitglied 120 € pro Jahr ( passive vielleicht nur die Hälfte..., aber warum eigentlich, sie sind doch Förderer der Kleintierzucht), da kann man dann seine PreisrichterInnen auch vernünftig entlohnen, was für mich bedeutet, dass man die Unkosten vollumfänglich ersetzt ( Fahrtkosten -50 Cent passt-, Übernachtungen usw.). Alles andere ist Ehrenamt !!!!!


    Sinnvoller Weise sollten die Vereine selbst die eigenen PreisrichterInnen unterstützen durch kostenloses Bereitstellen von Waagen und anderes benötigtes Equipment, das wäre mMn sinnvoller.


    Aber dazu müsste erst mal klar sein, dass Kleintierzucht ein Hobby ist, das mir monatlich 10 € wert ist.... und jede/r einzelne Stolz ist, dazu zu gehören :)



    mfg Peter

  • Wenn das mit der Erhöhung des Beitrages nur so einfach wäre. Wir hatten vor 3 oder 4 Jahren den Beitrag von 10€ auf 12€ erhöht um weiterhin die Förfergelder der Stadt zu bekommen. Der Verlust waren 10 Mitglieder, davon 3 aktive. Begründung: Beitrag zu hoch.


    Ich persönlich finde es angemessen das Preisrichter besser entlohnt werden. Ich helfe 4-5x im Jahr auch ehrentamtlich auf Veranstaltungen. Ich werde nicht entlohnt, aber Verpfelegung für 3 volle Tage inkl. Übernachtung wird gestellt und oft die Fahrtkosten erstattet. Bei dem Aufwand eines Preisrichters finde ich es gerecht, wenn wenigstens etwas rüber kommt. Ich habe mich damals gegen eine Preisrichterausbildung entschieden. Eben weil die vielen Fahrten finanziell nicht drin waren und dann auch zeitlich mit meinem Beruf kaum machbar. Ich habe vor jedem Respekt, der da sein Herzblut rein steckt und es sich leistwen kann, zeitlich und finanziell.

  • Hallo Anna,


    grundsätzlich hast Du vollkommen Recht, auch Tätigkeiten wie PR im Ehrenamt sollten "angemessen entlohnt" werden, ich frage mich allerdings, ist eine Pauschale dabei das Mass der Dinge.


    Ein PR sollte sein Fahrtgeld erhalten, Essen und Trinken sollte selbstverständlich sein, ebenso eine adäquate Übernachtung, wenn erforderlich, und dies präzise für jeden unterschiedlichen Einsatz.


    Von mir aus auch noch ein Unkostenbeitrag für zu ersetzende Gebrauchsgüter wie Arbeitsmantel, Stift, Maßband, Waage, Standard usw., da kämen wir aber locker mit ca. 10 € hin - alles andere ist "Ehrenamt" !!!


    Unkostenerstattung wird in der Regel immer befürwortet, "Pauschalentgelt" haben oft ein "Gschmäckle".



    mfg Peter


    PS: Ja, Anna, PR und Schichtdienst passt einfach nicht, mir ging es genau so..

  • Hallo,


    Zitat

    Wir hatten vor 3 oder 4 Jahren den Beitrag von 10€ auf 12€ erhöht um weiterhin die Förfergelder der Stadt zu bekommen. Der Verlust waren 10 Mitglieder, davon 3 aktive. Begründung: Beitrag zu hoch.


    Es wiederholt sich alles! Da liegt der Schluss nah, dass sich die Zeiten nie ändern. Wenn sieben unterstützende Mitglieder den Verein wegen zwei Euro verlassen - okay! - dass aber drei aktive ähnlich handeln, lässt mich die Stirn runzeln bzw. am Kopf kratzen. Zwei Euro sind z.B. zwei Kugeln oder Bällchen Eis im Jahr weniger beim Italiener, das ist weniger als eine Halbe Bier, das sind im Jahr sieben Brötchen weniger, wenn ich als Grundpreis 29 Cent für ein Brötchen beim Diskonter annehme, und und und ...


    Wenn die Rassekaninchenzucht einen geringeren Wert als zwei Euro hat, dann wundert mich nichts mehr. Na ja, von irgendwoher muss der Spruch ".... so unbedeutend wie ein Kaninchenzuchtverein in Buxtehude" ja herkommen; unlängst im Radio im Norden während einer längeren Autofahrt gehört.


    Bezüglich der Erhöhung verhalte ich mich neutral. Wenn's mehr wird sag' ich nicht nein, wenn's gleich bleibt hör' ich auch nicht auf! In Österreich ist übrigens noch weniger - 45 Euro!


    MfG Manfred

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