Was ist zu tun, um die Züchter in Zunft wieder zu motivieren.

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  • Oh man, was ist denn hier los?
    Wenn man sich z.B. auf der Bundesrammlerschau umhört sind sehr viele gegen die 50% Verkaufsklausel, da sie die Tiere eigentlich für die eigene Zucht behalten wollen oder vielleicht mit einem Züchter mit dem sie zusammen arbeiten tauschen möchten.
    So sind sie aber gezwungen Tiere zu verkaufen.
    Und wenn ich auf so einer Schau ausstelle möchte ich gewinnen also stelle ich meine besten Tiere.
    Mir persönlich wäre auch das Geld zu schade dort irgendwelche schlechten Tiere auszustellen nur um sie zum verkauf zu melden damit ich die 50% einhalte.
    Und jetzt kommt man auf so einen Unsinn sich zu überlegen Mindestpreise festlegen zu wollen!!!
    Wie will man mit sowas Züchter gewinnen, ich gebe lieber ein gutes Tier günstig in gute Hände ab als es zu schlachten und ob ich es Verkaufe ist doch meine Sache.
    Es ist ein Hobby und da macht man halt immer Verluste, ich züchte doch nicht um damit Gewinn zu machen.
    Genauso diese Bemerkung mit den sogenannten Hobbyzüchtern, seit doch froh wenn ihr noch Schauen habt mit 4000 und mehr Tieren, lange werden wir das nicht mehr haben.
    Und jeder dieser Züchter ist doch froh wenn er sich mit den Top Züchtern messen kann und sieht wo er mit seinen Tieren steht.
    Züchtet ihr weil ihr Geld verdienen wollt oder weil ihr Spaß an der Zucht habt?
    Nehmt doch das was ihr euch vorstellt und gut ist.
    Entweder verkauft ihr oder nicht aber kommt doch nicht auf solche Ideen anderen aufzudiktieren was sie für Preise nehmen sollen.
    Es gibt genug Jungzüchter wo nicht jemand dahinter steckt sondern die Kinder sich selber um die Zucht kümmern und sich die Tiere, die sie kaufen vom ersparten anschaffen.
    Wollt ihr die auch noch mit überhöhten Preisen vergraulen, ich bin froh um jeden Jungzüchter den man unterstützen kann.
    Dann sterben die sogenannten Hobbyzüchter ganz schnell aus, da wir noch weniger nachwuchs haben, und wir haben Landesschauen mit 400 Tieren.

  • So wird das sicher nichts mit der Sicherung der Kaninchenzucht für die Zukunft.


    Was sind das für Preise? Wer kauft denn da was?
    Ja Kleinwidder du möchtest ja Kaninchenzucht für eine handverlesene Gruppe. Was glaubst du wie viele Züchter sich das auf Dauer ansehen, wenn es ihnen verweigert wird auf Ausstellungen dabei sein zu dürfen?


    Bei diesen Preisvorstellungen würde mich mal interesieren wo die herkommen.
    Ich habe zB einen Holländer Rammler seit nun schon fast 5 Monaten in verschiedenen Medien zum Verkauf angeboten, nur beim Preis von 40€ kein Interesse. So kommt er nun sicher in den Topf.
    Und da kommst du mit solchen Preisen?


    Na dann gute Nacht Kaninchenzucht!!

  • Beißt Euch nicht an Zahlen fest. Erstmal geht es um die These, der Rest ist immer zu diskutieren. Wird ja vermutlich eh nichts, weil einfach zuviele Meinungen unter einen Hut zu bringen sind. Aber der Ansatz ist es wert darüber zu diskutieren.


    Wir sprechen ja auch nicht von Lokalschauen, sondern von den Großen. Und ich möchte nicht unbedingt, daß Tiere, die mir über Monate ans Herz gewachsen sind, nach der Schau in kurzer Zeit mehrfach die Ställe oder das Land wechseln, weil sie teurer weiterverkauft werden.


    Das Argument lieber billig verkauft, als zu Hause im Topf, sehe ich da anders. Billig verkauft und in einem möglicherweise billigen Umfeld sein Dasein fristen- nein danke.


    Gruß Falko

  • Macht unsere Bundesschauen endlich zu Leistungsschauen, wo nicht jeder ,,Hobbyzüchter“
    seine Tiere ausstellt.


    HALLO WIDDERZWERG,


    wie willst Du denn bestimmen wer Hobbyzüchter oder Leistungszüchter ist und auf Bundesschauen ausstellen darf??????


    Gruß
    Siegfried
    Werntalzwerge

  • Und am Ende stellen auf Großschauen keine Spitzenzüchter mehr aus sondern schlicht die Großverdiener? Züchter mit schlechter bezahltem Brotberuf oder kleiner Rente sollen dann gefälligst die kleinen Schauen abklappern statt sich den neuen Zuchtrammler auf der BRS zu kaufen?
    20-30 Euro mehr oder weniger...das sind gut 2 Sack Futter. Je nach Rasse kommt man damit schon ne Weile aus. Ist man ein mieser Züchter weil man darüber nachdenken muss wo man diese 30 Euro lässt? Hat das Einfluß auf die Erfahrung, das züchterische Können, den Kaninchen Sachverstand?

  • Wann immer man mit Geld "die Spreu vom Weizen" trennen will, passiert aber doch genau das, was niemand will! Die Teilnahme an Großschauen ist schon heute finanzieller Luxus den sich nicht jeder erlauben kann. Mindestpreise würden das verschärfen. Denn das hält dann auch einen Teil des nicht ausstellenden Publikums fern - weniger Einnahmen, weitere Umlagen von Kosten auf die Aussteller...


    Soll es tatsächlich um "Leistung" gehen, dann nicht über Geld sondern um Qualifikation - z.B. dass nur siegreiche Tiere von Kreisschauen oder darüber ausgestellt werden dürften. Dafür dann günstiger in kleineren Hallen. Das würde züchterische Leistung würdigen, statt die berufliche die mit der Zucht nichts zu schaffen hat.

  • Hallo,
    Lieber Franz, ich habe mit dir kein Problem, weil du gegen Kanin-Hop bist!
    Das haben auch andere Probleme mit und trotzdem verstehe ich mich gut mit denen!!!


    Was ich nicht mag, ist dass du deine Thesen gleich immer als Fakten hinstellst und nicht als deine Meinung.
    Dass du dabei nicht gerade zimperlich bei der Wahl der Mittel bist, stelle ich mal als Fakt hin!


    Wenn du ein wenig toleranter gegenüber Andersdenkenden wärst, gäbe es dieses Problem nicht.


    Im übrigen haben wir das "Urlaubsgeld" für Ulm und nicht für die Türkei verwendet!
    Aber man darf so etwas einmal in Relation stellen.


    Gruß KaI

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Als ich diesen Beitrag gelesen habe, musste ich mir erst mal die Augen reiben.
    Ich selbst züchte seit 25 Jahren. Jedoch an Landes- und Bundesschauen (können) stellen wir erst seit 4 Jahren aus. Dabei sind die Kosten an der Teilnahme doch schon sehr hoch und haben mich immer abgeschreckt.
    Nur durch gute Zuchtfreunde, die die Tiere mitgenommen haben, war es uns möglich daran teilzunehmen. So waren wir nur an den Ausstellungssamstagen auf den Ausstellungen.
    Zuchttiere direkt auf den großen Ausstellungen zu kaufen ist mir jetzt schon nicht ohne weiteres möglich. Das Geld, das ich aufwende, geht daher überwiegend in Fütterung und Stallungen etc. weil ich möchte, dass es den Tieren gutgeht.
    Zum Glück gibt es Zuchtfreunde, die Interesse daran haben, dass ihre Rasse weiterverbreitet oder erhalten bleibt und Tiere gerne günstig abgeben. Ich halte es ebenso und gebe gerne an Jungzüchter günstig oder selten sogar kostenlos ab.
    Von denen, die Tiere von mir bekommen haben und die nötige Begleitung bekommen (damals Jungzüchter) sind doch noch fast die Hälfte im Rennen und züchten heute noch. Das ist meiner Meinung ein richtiger Weg.
    Auch ich durfte von engagierten "Zuchtpaten" viel lernen und lerne heute noch. All das wäre mir bei vorgeschlagenen Mondpreisen nie möglich gewesen. Oder soll Kaninchenzucht jetzt ganz "elitär" werden? (Die Zuchtgeschichte zeigte eher das Gegenteil) Dann schlage ich vor, dass diese Interessenten einen eigenen Verband gründen am besten mit Bonitätsnachweis (wie war das mit dem Mitgliedsbeitrag in Golfclubs und dergleichen?)
    Seit mir nicht böse, aber soo geht das gar nicht. Und jetzt wacht Bayern wieder auf! Ich weiß, dass es dort sehr gute und "normale" Züchter dort gibt, die ihre Zuchtarbeit als /durchaus auch kostspieliges) Hobby sehen, aber es gerne so machen wie es ist.
    Ach ja "Widderzwerg": ich sehe mich gerne als "Hobbyzüchter" und denke nicht daran das "beruflich" zu machen.

  • Ich kann es echt nicht verstehen wie man auf sowas kommen kann.
    Gerade in der heutigen Zeit, wo man über jeden Züchter froh sein muß.
    Wieviele können es sich schon so nicht erlauben auf großen Schauen auszustellen, sei es wegen der Ausstellungsgebüren oder der Kosten für den Transport.
    Diesen Leuten noch die Möglichkeit zu nehmen vielleicht mal günstig an ein gutes Tier zu kommen finde ich einfach total daneben.
    Wollt ihr das wie im Brieftaubensport Personen mit viel Geld dem kleinen Mann sein Hobby kaputt machen?
    Die Preise sind auch so schon oft genug viel zu hoch und werden von denen die es können bezahlt, wer das Geld nicht hat kauft halt günstiger. Darum sind sie noch lange keine schlechteren Züchter, ganz im Gegenteil:
    Oft sind es ältere Herren mit zig Jahren Zuchterfahrung.
    Wenn ihr ein Auto verkaufen wollt zwingt euch doch auch keiner zu einem Mindestpreis.
    Wieviele Tiere sollen dann nach den Schauen in den Topf nur weil man den Mindestpreis nicht bekommt?!
    Ist das euer Ansporn zur Zucht? Die Kohle die man mit dem Verkauf erziehlt?
    Ich habe auch schon Tiere verschenkt, wenn ich einem Züchter damit eine Freude machen kann.
    Scheiß auf die paar Kröten, unser Hobby bleibt ein Verlustgeschäft das von Enthusiasten betrieben wird die Spaß daran haben.
    Wenn ich dann noch Rechnen würde wieviel Zeit und Urlaub draufgeht um Schauen zu besuchen oder als Helfer mitzuerleben...
    Wer mit seinem Hobby Geld verdienen will und in Elitärem Kreis ausstellen möchte, bitte sucht euch en anderes Hobby.
    Ich mag es bei einer Schau mit dem Querschnitt der Gesellschaft mein Bier zu trinken und über die Zucht zu reden.
    Egal ob Doktor, Lehrling oder Arbeitloser...
    In diesem Sinne

  • Wenn man hier lesen tut, müßte man annehmen die Mehrheit von Euch fährt zu den Bundesschauen um sich mit billigen, schlecht bewertete Tiere von unbekannten Züchtern zu versorgen. Aber wir alle wissen, dass es so nicht ist.


    Vielleicht sollte man auf einer Bundesschau die Tiere nur noch als verkäuflich melden, mit dem Mindestpreis (Startpreis = Entschädigungspreis lt. AAO) und damit zur Versteigerung freigeben.


    Wäre interessant welche Züchter die höchsten Preise erzielen, ohne selbst vorher die von euch angeprangerten Preise anzusetzen.


    Sind es die über Jahre konstanten Züchter oder die …………..?

    Positiver Nebeneffekt, die Tierverkaufsstände werden zur Eröffnung nicht mehr überlaufen, man kann sich die Tiere vor dem Kauf (Gebot) in Ruhe ansehen, in geselliger Runde sein Bier trinken und brauch nicht mehr bezahlen wie man möchte. (vorausgesetzt es bietet keiner mehr) Wir leben ja in einem Land wo Angebot und Nachfrage den Preis bestimmt.

    Von der Verkaufsprovision kann die Ausstellungsleitung noch etwas für einen guten Zweck spenden, denn sie brauch ja weniger Computer und Helfer, weil sich alles besser über den Tag verteilt. Oder man macht alles über eine App, dann kann der Enkel dem Opa mal helfen.

  • ...wie kann man in das Thema eigentlich so einen Blödsinn wie "Golfclub" oder "elitärer Kreis" reininterpretieren ? Wer richtig gelesen hat/ lesen will: es möchte damit keiner Geld verdienen, ist mehrfach so zwischen den Zeilen geschrieben worden.



    All das negative, was ihr hier schreibt, will doch gar keiner. Vielleicht trotz des übereifrigen Zorns richtig lesen und deuten. Man kann ja durchaus zu einem anderen Ergebnis kommen, aber doch bitte nicht auf die Billigtour der Zweiklassengesellschaft. Das ist etwas zu einfach und absolut fehl am Platz. Jedem ist bewußt, daß es sich einer eher leisten kann als der andere, aber zeigt mir bitte die Stelle, wo irgendwer irgendwen ausgrenzen wollte.


    Je länger ich solche Fehlinterpretationen lese, je mehr wird mir klar, warum es in der großen weiten Welt auch nicht funktioniert.


    Gruß Falko

  • Hallo zusammen,


    im Bemühen, das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zu achten und den Versuch des konstruktiven Gedankenspiels anzuerkennen, halte ich den Vorschlag für Unfug, mithin sogar geeignet, die Zahl der Züchter weiter zu reduzieren und potentiel Interessierte abzuschrecken. Die Überlegungen mögen durchaus gut gemeint sein, doch fürchte ich, dass Mindestpreise den Käuferbeschiss für schwarze Schafe noch lohnender machen. Sprich für die Zucht ungeeignete aber gefällig ausschauende und ob dessen hochbepunktete Tiere werden gewinnträchtig unter die "ahnungslos" Gutgläubigen gebracht. Welche Sogwirkung dieses Gewinnstreben auf die Haltungsbedingungen in den Buchten der Sorgloshalter zur Folge hat, mag ich hier erst gar nicht ausführen.


    Darüber hinaus halte ich dieses Argument für absolut unschlagbar:


    Ganz einfach - dann wird eben auf dem Parkplatz gehandelt.

    ....und somit jeder Mindest- und Höchstpreis unterlaufen und damit wäre der Vorschlag auch sachgerecht in die Tonne gepackt.


    Wundern kann ich mich nur über die folgenden Aussagen:


    Macht unsere Bundesschauen endlich zu Leistungsschauen, wo nicht jeder ,,Hobbyzüchter“
    seine Tiere ausstellt.

    Das ist die mit Abstand arroganteste und dümmlichste Argumentation, die ich je gelesen habe. Wie überheblich und von sich eingenommen muss man sein, um sich eine deratige Meinung zu gestatten? Derart pseudoelitäre Massivholzaussagen sind sicherlich nicht geeignet, mehr Menschen für die Kaninchenzucht zu gewinnen, durchaus aber um sich für Dich zu schämen. Überlege mal wo die Kaninchenzucht ihre Wurzeln hat und was diese ausmacht, falls Deine Erhabenheit Dir dergleichen Betrachtungen gestattet.


    Es waren dort locker 200 Tschechen und einige wenige Polen die einen RUN auf die Sieger und V-Tiere machten.

    Was -bitte schön- spricht dagegen, dass bayerische Tiere ins Ausland gehen? Ich finde, das ist doch lediglich ein Beleg für die unterstellte Güte der Tiere und sollte eher als züchterische Auszeichnung und Anerkennung begriffen werden, denn als Nachteil. Nebenbei, wenn Dich die o.g. Mitmenschen vor der Nase stören, dann schwing Dein Gesäß doch früher aus der Lattenkiste, damit sich die Jungs hinter Dir anstellen, wie wär's?


    Ich frage mich, wo sollen dergleichen Überlegungen eigentlich hinführen? Ausstellungen nur noch für Profiaussteller und Zutritt ausschließlich für deutsches Fachpublikum mit Ariernachweis?


    Für einen Teil der Zuchtkollegen kann man sich wirklich nur schämen.


    Fassungslos!


    Thomas

  • Zitat von »widderzwerg«
    Macht unsere Bundesschauen endlich zu Leistungsschauen, wo nicht jeder ,,Hobbyzüchter“
    seine Tiere ausstellt.


    Das ist die mit Abstand arroganteste und dümmlichste Argumentation, die ich je gelesen habe. Wie überheblich und von sich eingenommen muss man sein, um sich eine deratige Meinung zu gestatten? Derart pseudoelitäre Massivholzaussagen sind sicherlich nicht geeignet, mehr Menschen für die Kaninchenzucht zu gewinnen, durchaus aber um sich für Dich zu schämen. Überlege mal wo die Kaninchenzucht ihre Wurzeln hat und was diese ausmacht, falls Deine Erhabenheit Dir dergleichen Betrachtungen gestattet.

    Du sprichst mir aus der Seele.
    LG Susan

  • ....richtig: jetzt holen wir zu allem Überfluß noch die Geschichte mit den Ariern raus. Hat ja auch noch gefehlt, um die Geschichte zu komplettieren !
    Ich verstehe die Welt nicht mehr.....


    Laßt uns bitte wieder über Zucht schreiben/ reden und den Artikel ganz tief in die Versenkung schicken. Kanst Du kai, den Artikel nicht schließen ? Ich würde es begrüßen, sonst redet/ schreibt nachher keiner mehr mit keinem- wäre doch schade.


    Gruß Falko

  • Sind es die über Jahre konstanten Züchter oder die …………..?


    Falsch! Jetzt überlege doch mal, woher denn die unbekannten Züchter ihre Tiere haben? Wenn ich auf einer Schau ein Kaninchen kaufe, dann schaue ich es mir an und ich schaue nicht nach dem Namen. Ich schaue ob es in die Zucht passt und mit der Methode bin ich bisher ganz gut bedient gewesen.
    Natürlich habe ich auch Tiere von Landesmeistern im Stall sitzen aber ja ich bin mit den ZwW, wildfarben 2013 in Karlsruhe auch unbekannt gewesen, aber meine Schätze die ich übrigens nicht zum Verkauf gemeldet habe, trugen das Blut von namhaften Züchtern...tja...Tatsache! Ich habe aber auch Zuchttiere von Züchtern, dessen Bekanntheitsgrad nicht so weit reicht und damit sehr schöne Jungtiere gezogen. Diese These, dass auf Bundesschauen nur von namhaften Züchtern gekauft wird ist nicht wahr. 2 meiner Zukäufe sind von Züchtern, die ich nie kennengelernt habe und dessen Namen ich zum ersten Mal im Katalog gelesen habe, die Tiere gefielen mir aber und darum habe ich sie gekauft, eins davon sogar auf einer Bundesschau.


    Nur wollen wir uns hier nicht zerfleischen, es wird nie so heiß gegessen wie gekocht wird.


    Die Fakten habt ihr alle selbst genannt:


    Pro


    - Mindestpreis bei vorausgesetzten guten Verkaufschancen = finanzielle Entlastung der Züchter



    Contra


    - Mindestpreis = weniger Chancen die Tiere zu verkaufen
    - überhöhter Mindestpreis= nicht so gut verdienende Züchter können sich keine neuen Tiere mehr leisten = 2 Klassen-Gesellschaft
    - Schlechte Verkaufschancen = weniger Aussteller



    Klar führen weniger Aussteller dann zu kleineren Ausstellungshallen und was haben wir davon? Die "Elite" spart Ausstellungsgebühren und verkauft ihre Tiere teuer, aber Elite bedeutet nicht gleich Spitzentiere, denn die kann auch Frau Müller von nebenan haben, die es sich aber leider nicht mehr leisten kann auf Bundesschauen auszustellen, weil es ihr an Beakanntheit mangelt.


    Die ganze Diskussion hier führt in Wirklichkeit zu nichts. Das einzige was wirklich gut wäre, wäre den Verkaufsstart der Tiere erst ab Samstags morgens beginnen zu lassen, denn dann haben alle Züchter die gleichen Chancen. Ich will nicht wissen, wie viele Züchter aus dem Norden runter nach Ulm oder Karlsruhe gefahren sind und nicht die geringste Chance hatten ein höher bewertetes Tier zu ergattern. Den Preis für seine Tiere sollte jeder selbst bestimmen dürfen und wer nicht möchte, dass seine Tiere verkauft werden, der gibt eben den Höchstpreis von 250 Euro an. Es wird sicher nur selten jemand einen Zwerg für 250 Euro kaufen.


    LG
    Kathi

  • Warum schließen?
    Nur weil man keine Kritik vertragen kann?
    Es zwingt euch doch auch keiner eure Tiere für 50 oder 60 Euro zu verkaufen wie Falko es nicht möchte, dann laßt den anderen auch die Freiheit den Preis zu fordern der ihnen ausreicht.
    Wenn jemand bereit ist hohe Preise zu zahlen dann soll er das tun und wenn Züchter nur nach Punkten kaufen und alle 97er weg sind ist das halt so.
    Aus 97 Punkte Tieren fallen nicht automatisch wieder 97 Punkte Tiere.
    Wer clever ist kauft eh am Stall wenn er unbedingt kaufen muß und guckt sich vorher den ganzen Stamm an.
    Und wenn ihr euch beschwert das Zuträger und Preisrichter nach der Bewertung Tiere kaufen, meldet euch doch selber auf großen Schauen als Helfer.
    Es steht jedem frei sich zu melden und zu helfen, wo wir wieder bei den positiv bekloppten sind die auch noch jede menge Urlaub nehmen für die Zucht.
    Fallen die nun unter Hobbyzüchter oder Profis?
    Mich würde mal interessieren was eine Bundesschau an Umkosten für jeden Aussteller kosten würde wenn nur noch Züchter wie widderzwerg ausstellen und das ganze nicht durch den Großteil der Hobbyzüchter getragen wird.
    Und seit doch froh wenn Ausländische Züchter Tiere ohne Ende kaufen, spricht doch für unseren hohen Zuchtstand in Deutschland.

  • Hallo Falko,


    etzt holen wir zu allem Überfluß noch die Geschichte mit den Ariern raus.

    ....nun ja, Fakt ist doch, dass es nicht besonders europäisch klingt, wenn Bernd sich darüber empört, dass Tschechen und Polen ihm die Kaninchen wegkaufen. Statt die Nationalkarte zu ziehen, könnte er auch früher an den Start gehen oder? Dergleichen Aussagen haben weder etwas mit dem gedanklichen Ursprungshumbug zu tun, noch sollten diese im Forum unkommentiert bleiben.


    ch verstehe die Welt nicht mehr.....

    .....glaube bitte nicht, mir ginge es nach dem Genuß diverser anstandsbefreiter Meinungsbilder anders.


    Gruß



    Thomas

  • Die 2 Klassen Züchterschaft ist weltfremd? Die Mindestpreisidee darf man nicht so lesen?
    Wir sind ein "normal" verdienendes Ehepaar und uns ist es nicht fremd. Wir haben große Rassen im Stall. Der Unterhalt ist kein Pappenstil, aber wir lieben die Viechle. Kaninchenzucht ist das einzige echte Hobby, was wir uns leisten - und das wird eng genug. Karlsruhe war vor der Haustür. Aber die Entscheidung war ganz simpel - entweder selbst ausstellen oder die Schau angucken und vielleicht was kaufen. Nicht UND - ODER. Halbwegs taugliche Riesen kosten schon heute die geforderten 120 Euro und mehr + Gebühr. Vielen geht es schlechter. Ich mag nicht an die Rente denken...dann sind Riesen ganz sicher nicht mehr drin.


    Und wofür? Gefühlte 90% pumpen ihre Riesen präventiv mit Medis voll und stehen sogar noch dazu. Hab ich kein Pulmotil und Kokifutter im Stall ziehe ich die A-Karte. Da lege ich ein Vermögen hin und das Vieh verreckt mir, trotz ausgeflammter Ställe und nach langen Recherchen geplanter Fütterung. Das ist nichtmal ein teurer Braten - das ist verbranntes Geld. Gott sei dank scheint sich bei den Wildgrauen ein resistenter Stamm heraus zu kristallisieren. Bei den Blauen heißt es Daumen drücken - Ställe sind voll, beten, dass es so bleibt. Ich kaufe auf Schauen kein Elternteil eines neuen Bundessiegers, ich kaufe Risiko. Aber bei manch seltener Rasse habe ich eben keine andere Wahl, wenn ich nicht zig 100km fahren kann.


    Ich gönne es jedem Züchter kleiner Rassen von Herzen, Tiere zu einem bezahlbaren Preis zu kriegen.
    Ja, 30-40€ für ein 97+ Tier sind vielleicht zu billig - aber da ist der Züchter schuld. Wenn der nicht sieht was er da vor sich hat, dann braucht er auch nicht dran verdienen. Denn auch das gehört zu züchterischer Kompetenz.


    Eine der häufigsten Fragen von Interessierten ist - was kostet das? Das Thema lässt sich einfach nicht weg reden. Große Rassen sind schon echt Luxus (aber wenn man große Hasen und viel Fleisch ohne Medibelastung will muss man da wohl durch). Aber schon bei mittleren sollte man kürzer treten. Mehr als 10-12€/Kilo lebend für einen Wiener - das Tier muss echt Hammer sein, sonst bleib ich lieber bei Züchtern aus dem Kreisverband. Ein echter kleiner Spitzenrammler - in der Versteigerung für den guten Zweck gern wennn ichs mir leisten kann, sonst...eher nicht zu Spitzenpreisen.


    Und Züchternamen? Egal. Wenn mehrfache Bundes-, Landes- was auch immer Sieger zu haben sind - gern. Aber ausschlaggebend ist das Tier. Suche ich Ohren, will ich Ohren. Wenn die auf einem "no name" Tier sitzen, kein Problem (wenn die ganze ZG stimmt, mehr als 1 Tier muss immer passen), wenn sie auf dem Bundessieger sitzen vom namhaften Züchter - auch gut. Aber der Preis muss trotzdem stimmen. Ein Tier, dass ich nicht zahlen kann bleibt eben sitzen. Und bei Mindestpreisen werden das mehr. Da geht es selten um "will ich"...sondern um "kann ich".

  • Guten Morgen , zusammen,


    nach dem Lesen dieses Themas bleib für mich vor allem eine Frage - was hat das alles mit Rassekaninchenzucht zu tun ??


    Selbstverständlich betreibe ich Rassekaninchenzucht als Hobby und nicht als Gewerbe, Ausstellungen gehören dazu, sind jedoch bei weitem nicht das Wichtigste, zugekaufte Tiere werden nicht nach Preis sondern nach Sinnhaftigkeit - was passt - gekauft, der Preis ist dabei Nebensache.


    Und selbstverständlich kaufe ich nicht auf Ausstellungen sondern schaue mir manchmal über Jahre die Tiere der Züchterinnen an, die passen könnten.


    Ausstellungszuchten haben das bestreben, Tiere mit möglichst passendem Phänotyp zu Erzüchten, um auf Ausstellungen hohe Punktzahlen zu erreichen - kann Spaß machen, jedem das seine....


    Bundesschauen sind für mich kein Ansporn mehr, geht es doch dort um Masse...., vor allem aber auch um Masse von Geld - wundert sich eigentlich noch jemand, dass der Gesetzgeben auf die Idee mit dem "Gewerbe" kommt bei diesen "Massenverkäufen" ?????


    Die eigentlichen Vergleichsschauen für uns RassekaninchenzüchterInnen sind doch mittlerweile die Clubschauen, oder ??ß :)


    Noch kurz zum Preis unserer Tiere:


    Die meisten Tiere , die auf großen Ausstellungen verkauft werden, sind "Blender", also Tiere, die zwar dem Phänotyp nach passen, was dahinter liegt jedoch ein einziges "Wundertütchen" ist - RassekaninchenzüchterInnen kaufen nicht die Katze im Sack...


    ....und um dies logisch fortzusetzten, sind die Preise für "Schlachter=Blender " doch eigentlich hoch genug, oder ? :evil:


    Wir müssen, soll die Rassekaninchenzucht in all ihren Ausformungen weiter bestand haben, Lösungen finden, die ein "Miteinander " zur Basis hat und nicht der "Neidfaktor" die Überhand gewinnt.


    ....von daher sind für mich alle Überlegungen, die etwas positives bewirken könnten - ganz unabhängig von der Person - erst mal sinnvoll :)



    mfg Peter

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