Versteifte Zehen vererbbar.?

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  • Hallo,
    um welche Rasse handelt es sich?
    Es gibt Rassen, da ist das schon ein Problem, das auch mal nur eine Zehe versteift ist. Dieses taucht dann aber (fast) nur an den Hinterläufen auf.
    Rassen sind zb Kleinchin und Deilenaar.
    Vererbbar: in solchen Fällen würde ich mit ja antworten.
    Versteifte Zehen an den Vorderläufen kenne ich so nicht. Bei Zehen die mal warum auch immer gebrochen waren, stellt man eher fest, das sie widerstandslos zu bewegen sin oder nicht gerade wieder angewachsen sind.


    Gruß
    Michael

  • Hallo,


    das kommt immer wieder mal vor, bei manchen Rassen mehr, bei manchen weniger; waren es früher nur Kleinchinchilla, sieht man es jetzt auch bei anderen. Unterschieden wird in teilweise und gänzlich versteifte Zehe; wenn die Ursache nicht bekannt ist, siehe Verletzung,nehme ich an, dass es sich um einen genetischen (anatomischen) Defekt handelt. Die meisten werden rezessiv vererbt.


    Ich würde den Rammler zur Zucht (Probewürfe, vorstellbar drei) einsetzen, jedoch im Hinterkopf die vermeintlich genetisch bedingte versteifte Zehe behalten.


    MfG Manfred

  • Zu der Frage vererbbar: ja und nein


    Man muss überlegen warum die Zehen versteift sind. Ist es genetisch bedingt oder eben durch eine Verletzung entstanden. Gerade Kaninchen, die gerne in Heuraufen sitzen brechen sich öfters mal ein paar Zehen bevorzugt an den Hinterläufen. Optisch fällt es gar nicht auf, dass denen was passiert ist. Aber an der Bruchstelle kann eine Versteifung zurück bleiben oder auch eine Verdickung des Knochens. Vererbbar ist sowas nicht, höchsten das Verhalten gerne in Heuraufen zu klettern.


    Allerdings kann man n icht immer davon ausgehen. Bei den Zwergrexen hatte ich mal eine versteifte Vorderzehe, leider auch bei allen seinen Nachkommen. Da bleibt nur aussortieren.

  • Hallo zusammen
    Eine Versteifung an den Zehgelenken ist sehr stark vererbbar.
    Es kann bei jeder Rasse auftreten. Da muss konsequent durchgegriffen werden . Solche Tiere dürfen nicht in die Zucht gelangen !
    MfG Markus

  • Hallo,


    es ist eigentlich recht einfach, einen anatomischen Erbfehler von einem "Unfallbruch" abzugrenzen.
    Treten diese Zehenversteifungen dann noch bei Rassen einer bestimmten Linie auf - KlCh, Deilenar, Schwarzgrannen - ist eine Vererbung sehr wahrscheinlich, die sich durchaus hartnäckig vererbt (rezessiv).
    Die ehrliche Frage aber lautet doch, was bleibt noch zur Zucht übrig, wenn ich konsequent von der Zucht ausschließe ???


    Da wird man um einen züchterischen Kompromiss nicht herumkommen...


    mfg Peter

  • Hallo zusammen
    Bei versteiften Zehgelenken darf man keinen Kompromiss eingehen.
    Konsequente Auslese ist ein muss!
    Ab der 10 Woche kann man eine Versteifung bei den Jungtieren in dem Frühstadium erfühlen .Sollte dieses der Fall sein ,sind wenn man konsequent ist, die Elterntiere der auffälligen Würfe aus der Zucht zu entfernen.Denn der Fehler kann nur auftreten wenn beide Elterntiere damit behaftet sind.
    Die Versteifung kann auch wesentlich später an den Zehgelenken auftreten. Im Alter von mehr als 12 Monaten kann dieser noch zum Vorschein kommen.
    Es gibt aber eine etwas aufwendige Möglichkeit die Versteifungen an den Zehgelenken in einer geschlossenen Zucht sehr gering zu halten. Wenn man mit den Geschwistertieren aus den Würfen die diesen Fehler nicht aufweisen weiterzüchtet. Dann aber bitte im Vollgeschwister Modus. ( Bitte nur Tiere ohne anatomischen Erbfehler einsetzen ) Nach der dritten Generation Vollgeschwister hintereinander werden nur noch in den nächsten Jahren vereinzelnt behaftete Jungtiere in der Zucht auftauchen. Aber sobald neue Tiere zugekauft werden die auch diesen Fehler in ihren Erbgut mit sich tragen ,kommt dieser wieder voll zum tragen. Ist der Fehler auf beiden Seiten ( Rammler& Häsinnen ) kommt dieser direkt zum Vorschein. Wird ein Tier zugekauft welches den Fehler nicht in seinem Erbgut trägt kann dieser überlagert werden so dass es zu einer Verdrängung in der Zucht kommt.


    MfG Markus

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