Teebeutel verfüttern?

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  • Hallo,


    habe in der Suchfunktion nichts zu dem Thema gefunden. Habe neulich einen älteren Züchter kennengelernt, der verfüttert seinen Kaninchen Teebeutel. Er trocknet die Beutel, macht die Metallklemme und Faden ab, schneiden den Rest klein und mischt sie ins Futter unter.
    Nun trockne ich auch meine Teebeutel, aber ich mach alles aus dem Papier raus. Noch bin ich am sammeln, hab noch nix verfüttert.
    Was haltet Ihr davon?


    Lg
    Nicole

  • Naja, ich würde ja bedenkenlos Tees anstelle der frischen Kräuter verfüttern, zu therapeutischen Zwecken, genauso wie ich den Tee anbiete. Das ausgekochte Kraut enthält ja nicht mehr so viel Wirkstoffe, sollte aber eigentlich unschädlich sein. Das ist mehr Abfallbeseitigung als hochwertige Fütterung. Falls es nicht Hauptbestandteil der Nahrung wird, würde ich da kein Problem bei sehen...

  • Hallo,


    ich finde den Gedanken nicht so abwegig, in grauer Vorzeit wurde den Kaninchen auch Kleie, vermischt mit Sägemehl angeboten. Den Beutel würde ich weglassen; den Rest sehe ich als Recycling. Von den Wirkstoffen wird zwar nicht mehr allzu viel da sein, möglicherweise noch etwas Aroma, dann dienen die Kräuter eben als Rohfaserquelle. Heu eingeschränkter Qualität hat vermutlich auch keinen besseren Nährwert.


    MfG Manfred

  • Von den Wirkstoffen wird zwar nicht mehr allzu viel da sein, möglicherweise noch etwas Aroma, dann dienen die Kräuter eben als Rohfaserquelle.

    Wenn Du so argumentierst, dann kannst Du die Beutel auch darum lassen, -mehr Rohfaser geht kaum. Dennoch, ich finde Kaninchen brauchen weder Teein, Farb- und Aromastoffe, noch irgendwelche zermatschte Cellulose, die einst eine Kamillienblüte, Hagebutte, Minze oder ein gebeiztes Teeblatt gewesen ist.


    Gruß


    Thomas

  • Hi,


    nö, würde ich nicht. Bei den anderen Ingredienzien bin ich mir ziemlich sicher, dass sie wenn untergemischt gefressen werden; beim Teebeutel nicht. Ich werfe die Kaffeefilter ja auch nicht auf den Kompost, obwohl sie biologisch abbaubar sind. Da zeigen sich recht unterschiedliche Ergebnisse!


    MfG Manfred

  • ich finde den Gedanken nicht so abwegig, in grauer Vorzeit wurde den Kaninchen auch Kleie, vermischt mit Sägemehl angeboten. Den Beutel würde ich weglassen; den Rest sehe ich als Recycling. Von den Wirkstoffen wird zwar nicht mehr allzu viel da sein, möglicherweise noch etwas Aroma, dann dienen die Kräuter eben als Rohfaserquelle. Heu eingeschränkter Qualität hat vermutlich auch keinen besseren Nährwert.


    Hallo,
    ich kann nach wie vor der Idee nichts abgewinnen! Nicht alles was von Tieren gefressen wird ist auch gut für sie! Das ist bei Kaninchen auch nicht anders. Selbst wenn es nicht schadet,mir währe bereits der Aufwand des Trocknes zu viel. Was passiert wenn Schimmelpilze oder ähnliches Gift aufwachsen und dann ihr Werk verrichten?


    Thomas

  • Hi,


    Pilze und deren Gifte sind immer ein Thema, das betrifft jedoch nicht nur den Teebeutel, sondern auch gebräuchlichere Futtermittel. Nicht umsonst werden diesen Mykotoxinbinder beigemischt.


    MfG Manfred

  • Hallo Fred,
    ich denke das wir uns einig sind das Schimmelpilze an Lebensmitteln immer vorkommen werden. Die Wahrscheinlichkeit wird jedoch steigen wenn etwas angefeúchtet wurde.
    Alles zusammen gerechnet wird Teesatz niemals ein logisches Futtermittel für Kaninchen darstellen!


    Wenn wir einen Kompromis schließen müssten dann wäre es der, das die ausgelaugten Teekräuter vielleicht noch eine geringe und eher fragwürdige äthärische Wirkung haben könnten. Doch auch da gibt es bessere Lösungen. :smile:


    Thomas

  • Guten Morgen,


    ich verstehe die Aufregung nicht ganz:


    Selbstverständlich mische ich die biologisch ausgebauten und selbst gesammelt/getrockneten Teekräuter unters Weichfutter von Geflügel und Kaninchen, käme gar nicht auf die Idee, sie wegzuwerfen :)


    Was soll daran besonderes sein ???


    Da ich weder Teebeutel noch nichtbiologisch angebauten Tee kaufe, erübrigt sich bei uns weitere fragestellungen :)


    mfg Peter

  • Selbstverständlich mische ich die biologisch ausgebauten und selbst gesammelt/getrockneten Teekräuter unters Weichfutter von Geflügel und Kaninchen, käme gar nicht auf die Idee, sie wegzuwerfen


    Hi, Peter, soweit mache ich das auch. Allerdings käme ich im Traum nicht darauf, ausgekochte (gebrühte) Cellulosematsche unters Futter zu geben, - wozu auch, wenn ich die Kräuter frisch oder getrocknet zum Futter geben kann?!


    Aber Brührückstände zu verfüttern, klingt für mich nach einer Fütterungsempfehlung aus einem schottisch / schwäbischen Züchterhandbuch. :whistling:


    nur meine Meinung


    Thomas

  • Wer spricht hier von grauer Vorzeit? http://www.jelu-werk.com/de/lignocellulo…ttel/kaninchen/.

    Unglaublich, Claudia, da frage ich mich, wie füttern die Züchter, dass dergleichen zum Einsatz gelangt. Andererseits, werden die Äste und Brettchen, die ich in die Buchten lege ja auch benagt, ohne das ich Spähne finde. Folglich scheinen die Tiere ein gewisses Bedürfnis zu haben, Holz aufzunehmen?! Wieder was gelernt!


    Ist übrigens "mein" Sägmehrhersteller ganz in meiner Nähe bei dem ich mein Sägmehl hole.

    Jetzt redest Du aber über Einstreu, oder?


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Claudia,


    jetzt kann ich mich erinnern - Karl hat da auch schon mal darauf hingewiesen. Lignocellulose war ja in letzter Zeit öfter mal im Gespräch!


    MfG Manfred

  • Hallo,


    erst mal möchte ich festhalten, dass ich Badener und kein Schwabe bin..... :thumbsup: 8) 8) 8)


    Gleichzeitig komme ich aus einer Generation, da gibt es kaum Abfall ....... zumal Nutztierhaltung bei uns schon immer verbunden war mit Verwertung von Stoffen, die für die menschliche Ernährung nicht genutzt wurde.


    Kaninchen haben eben besondere Möglichkeiten und Fähigkeiten, Stoffe zu verdauen, die sie besonders wertvoll als Nutztiere machen..........und dazu gehört eben auch Lignocellulose ( vor einigen Jahren gab es darüber in Zusammenhang mit ME etliche Fachartikel in der Fachzeitschrift). Was sind Äste, Zweige anderes ?


    Alle Reste aus der menschlichen Ernährung werden an die Tiere weitergefüttert, sofern sie nicht verdorben oder eben nicht passend sind, habe es noch nie anders gehalten.


    "Gebrauchte"Teeblätter eignen sich ins Weichfutter sehr gut, weil sie meist nicht mehr die Konzentrationen des Trockenzustandes haben - manchmal zu konzentriert-, beim und nach dem Kochen/Essen stehen unterschiedliche Behältnisse parat, in die eben die Reste kommen ( Kaninchen- und Geflügeleimer, Saueimer gibt es nicht mehr :evil: :thumbsup: ).


    Ich werde jetzt nicht behaupten dass dies noch "normal" sei, früher zumindest war es so - und warum sollte man sinnvolles und bewährtes nicht beibehalten, auch wenn es nicht mehr "in" zu sein scheint ? :)


    mfg Peter


    PS: Thomas, Industriefertigfutter enthält "Sägemehl" schon lange !

  • Thomas, Industriefertigfutter enthält "Sägemehl" schon lange !


    Damit dürfte es sich dann um die einzige naturbelassene Zutat handeln! :whistling:


    Nein ernsthaft, wusste ich nicht. Sandanteile im Hühnerfutter waren mir bekannt, doch das Sägespäne/Holzanteile notwendigerweise gut fürs Kaninchen sind, habe ich heute erst erfahren und das nach all den Büchern! X(


    Forum sei Dank!


    Thomas

  • Also war die von dir empfohlene Futtermischung gar nicht so komplett wie ich dachte :D Aber ich gebe ja Holz in Form von frischen Ästen oder Laubheu am Stiel. Stallwände stehen auch auf dem Speiseplan, somit müssten meine Hoppels rundum gut versorgt sein :cool:

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