Wieviel Würfe/ Jahr

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  • Moin Kollegen,
    so, meine Zuchttiere habe ich quer durch Norddeutschland gefunden. Drei der ersten vier sitzen am nächsten Wochenende im Stall. Das letzte Tier dann Ende Januar. Meine Stallanlage bekomme ich Ende des Jahres. Also alles startklar.


    Einen Verein habe ich vermutlich auch gefunden. Werde die JHV besuchen und dann- denke ich- eintreten.


    Nun meine Frage: wie oft laßt Ihr Eure Häsinnen im Jahr werfen und zu welchen Zeitpunkten ? Ich habe mich, wie schon beschrieben, für die Mecklenburger Schecken entschieden und möchte dann auch die entsprechenden Schauen besuchen, sofern sich die Tiere dafür auszeichnen.


    Vorab Danke für Eure Mühen und bis in Kürze
    Falko

  • Hallo Falko,


    hier kommen verschiedene Dinge zusammen.
    Für die Häsinnen ist es fast das Beste, wenn sie in regelmäßigen Abständen rund um das Jahr werfen würden, dann verfetten sie nicht.
    Aber wir haben ja einen gewissen Turnus, damit man die Jungtiere passend zur Ausstellungssaison voll entwickelt hat.
    Je größer die Rasse je eher muss die Zuchtsaison anfangen, um die Tiere zum Herbst auf Gewicht zu haben und auch die übrige Entwicklung muss passen.
    Bei den MSch würde ich sagen, bis spätestens März müssen die Jungtiere da sein, damit sie zu Lokal- und Kreisschau ausstellungsreif sind.
    Die Köpfe werden erst nach eine Jahr voll entwickelt sein (wobei dies bei den MSch nicht ganz so wichtig ist wie bei Widdern z.B.).


    Fazit: Du solltest nicht mehr lange warten, bis deine Häsinnen gedeckt werden sollten!!!


    Je kleiner eine Rasse ist, so eher kann man die Zuchtsaison etwas später starten.


    Aber bei der Rasse, die du dir ausgesucht hast noch ein kleiner Tipp:
    Nimm früh genug Kontakt zu einem erfahrenen Schekcen bzw Mantelscheckenzüchter auf, der dir zeigt, wie man die Tiere richtig schaufertig macht.
    Da ist sehr viel zu beachten. Viel Erfolg bei deinem Zuchteinstieg.


    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Hallo Falko,


    eine schöne Rasse hast du dir da ausgesucht.
    Da ist natürlich viel zubeachten. Kai hat ja schon einiges geschrieben, bedenken solltest du noch bei Schecken brauchst du sicher mehr als einen Wurf im Jahr um eine Sammlung zu sammen zu bekommen.

  • Moin Ihr beiden,
    Danke für die Antworten. Ähnlich habe ich auch gedacht, auch das ein Wurf nicht reichen wird, um ausreichend Ausstellungshasen zu bekommen. Zwei Würfe sind sowieso ok. Aber sind drei für eine Häsin auch gut zu bewältigen oder ist da zuwenig Erholungszeit ?


    Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf die neue Saison.....
    Gruß Falko

  • ICH denke, dass zwei Würfe für eine Häsin reichen.


    Die Tiere dürfen bei mit auch Zeit haben sich zu erholen. Möchte nicht wissen wie sich die Tiere bei zwei Würfen hintereinander schon fühlen.
    Da halt ich mir lieber n paar Tiere mehr im Stall und gönne den Mädels genug Pausen.


    Und zudem sind drei Würfe von der Zeit recht knapp...


    32 Tage Tragzeit, 8 Wochen bei der Mutter sind drei Monate...
    Also nehmen wir eine Verpaarung an Silvester an, dann simmer vom ersten Wurf bei Ende März.
    Dann evtl das selbe Spiel nochmal, biste bei Juni.


    Da wirds für nen dritten Wurf scho echt knapp.


    Wer natürlich im November/Dezember schon anfängt und dann powert, mag auch nen dritten Wurf noch auf Gewicht bringen.


    ICH würds halt nicht so machen :-)



    Gruß Flo

    Und dann diese Zweifel, ob ich der Bekloppte bin oder alle um mich herum...


    *..jetzt auch mit Kameraüberwachung _haue_

  • Hi,


    theoretisch könnte man jeden Monat einen Wurf machen. Häsinnen verfetten in Zuchtruhe doch recht schnell, deshalb versuche ich schnelle Wurffolgen hinzubekommen. Die Häsinnen schaffen das auch bei entsprechender Futtergrundlage. Dahinter steckt übrigens kein Zwang, gedeckt wird nur, wenn die Häsin hitzig ist. Es funktioniert teilweise bis zu viermal hintereinander, dann machen die meisten Häsinnen von sich aus eine Pause.


    LG Manfred

  • ja also da ich lässtest Jahr keine andere möglich keit hatte da die eine Häsin nur verworfen hat und die andere nach den 1 Wurf nach 3 Wochen ferstrap habe ich mit der 3 Häsin Dan 2 mal ein 4 Wurf hochgezogen und 1 mal ein 3 er Wurf


    mfg philipp

  • Es ist Aberglaube zu denken zwei Würfe hintereinander würden einer Häsin schaden. Bei richtiger Fütterung ist eine Zucht das ganze Jahr über möglich,
    Die Tiere haben eine gute Innere Uhr und nehmen dann teilweise gar nicht auf wenn es keine Zeit für einen Wurf ist. In der Natur wirft eine Häsin alle 4 Wochen.
    In der Zucht spricht nix dagegen es nach einer kurzen Pause dem anzgleichen. Ich mache es so. Die Häsin wirft zb im November einen Wurf der auf 0 Tatowiert wird, dann warte ich bis die kleinen 3 - 4 Wochen sind und decke neu. Die Häsinnen sind dann extrem hitzig und nehen gut wieder auf. Die Jungtiere setze ich dann mit 5 bis 6 Wochen ab. Dann kommt der nächste Wurf. Das wiederhole ich bis ich 4 Würfe von der Häsin habe. Dann geht Sie in Zuchtpause zu den anderen Häsinnen in einem großen Gehege und bleibt dort bis zum nächsten Jahr wenn sich herauskristallisiert hat dass sie eine besonders gute Mutter war. So habe ich fürs nächste Jahr eine gute Zuchthäsin in Reserve. Eine Häsin die nach 2 Würfen total ausgelaugt ist wird dies evtl auch vererben und ich find eman sollte auch auf gute Zuchtleistung wert legen.

  • Hallo
    Die Natur als Maßstab und Züchten ist nicht immer im Einklang zu bringen. Die Zoogeschäfte sind die Nutznießer und die Kaninchen die Verlierer natürlich nicht immer.Kontrolliert züchten ist mein Ziel. Eine Zuchthäsin muss nicht vefetten wenn sie eine wohlverdiente Zuchtpause hat.
    MfG Efi

  • Ich persönlich werde im nächsten Jahr sowohl direkt aufeinanderfolgende Würfe als auch Winterwürfe vermeiden. Ich musste die Jungen des zweiten Wurfes meiner Häsin mit der Flasche aufziehen, weil sie keine Kraft/Milch mehr für den zweiten Wurf hatte und sich somit nicht mehr gekümmert hat. Den ersten Wurf hat sie vorbildlich aufgezogen. Bei mir bzw. meinen Angorakaninchen kommt dann noch erschwerend hinzu, dass bei späten Würfen die Nestschur mitten im Winter fällig wird, das ist Mist bei der zu erwartenden Kälte. Das trifft natürlich auf MSch nicht zu, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, Junge mitten in die Winterkälte hinein werfen zu lassen. Zu groß ist das Risiko des Erfrierens.

  • Hi Falko,


    also bei den eher schwereren Rassen wie Deinen MSch würde ich von Winterwürfen absehen und erst loslegen, wenn mildere Temperaturen Einzug gehalten haben. Nach meinen Erfahrungen mit den Burgunderrn, die sind durchaus mit MSch vergleichbar, sind die frostfreien Würfe deutlich besser entwickelt und frohwüchsiger, als im Frost ausgetragene Würfe.
    Meine Mädels tragen dreimal im Jahr, dass reicht m.M.n..


    Gut Zucht!


    Thomas

  • Hallo Falko,


    zunächst gilt es sich vor Beginn der Zuchtsaison einen Plan zu machen auf welchen Ausstellungen man ausstellen will. Im Regelfall sind die Termine bekannt, sicher nicht auf den Tag, aber zumindest das entsprechende Wochenende der Vereins-, Lokal-, Kreis- oder Jungtierschau schon. Dies ist insofern wichtig, da wie Kai schon schrieb die einzelnen Rassen unterschiedlich lange brauchen, um ausstellungsreif zu sein ... letztlich ist es doch so, dass die Kaninchen in der schönsten Blüte, dem "Hochzeitskleid", stehen sollten, wenn´s zur Ausstellung geht. Dazu gehört eben auch, dass in Pos. 1 das Mindestgewicht ohne Probleme erreicht wird, ohne dass die Tiere vorn locker werden ( u.U. Punktabzug in Pos. 2) usw. Es gibt also vieles zu beachten.


    Meine Zuchthäsinnen werden immer in den milden Tagen der Vor- bzw. Weihnachtszeit gedeckt, so daß die ersten Würfe Mitte/Ende Januar im Nest liegen ... ich behalte davon nur die Typmarder, alle anderen, also die Russenmarder bzw. Homozygoten werden spätestens im März an Halter abgegeben, so dass genügend Ställe für die 2. und 3. Würfe frei bleiben. Meine Großmarder bekomme ich sicher mit 6 Monaten auf das Gewicht, aber da sind die Tiere noch lange nicht fertig (Umhaarung, ect.) ----> ich rechne so mit 7-8 Monaten bis zur Ausstellung, aber dies mußt/wirst Du für Dich und Deine Rasse selber "erleben/erfahren" wieviel Zeit Du benötigst.


    Viel Spaß mit den Mecklenburgern


    Jens


    P.S.: Betrachte doch die Winterwürfe, genauso die Juni/Juli-Würfe als Probeverpaarungen.

  • also bei den eher schwereren Rassen wie Deinen MSch würde ich von Winterwürfen absehen und erst loslegen, wenn mildere Temperaturen Einzug gehalten haben. Nach meinen Erfahrungen mit den Burgunderrn, die sind durchaus mit MSch vergleichbar, sind die frostfreien Würfe deutlich besser entwickelt und frohwüchsiger, als im Frost ausgetragene Würfe.
    Meine Mädels tragen dreimal im Jahr, dass reicht m.M.n..


    Gut Zucht!


    Thomas


    Hallo Thomas,
    kannst du dich an das Wetter Anfang des Jahres erinnern? Bei uns war bis Januar sehr milde Witterung die bei Würfen keine Probleme bereitet hat. Dagegen im März, April bis Anfang Mai immer wieder starke Fröste die massenweise Würfe hinweggerafft haben. Im übrigen war das bei den Geflügelfreunden auch ein riesen Problem! Ich denke wenn man zu lange wartet und auf das Frühjahr setzt und dann geht etwas schief ist das Jahr/Ausstellungssaison gelaufen. Ich denke die Mischung machts. Deshalb setze ich meine Althäsinnen für Würfe im Dez. und Januar ein und decke die Junghäsinnen nach der letzten Schau Ende Januar. Das ist aber eine Entscheidung die jeder für sich treffen muss.


    Thomas

  • Also wir fangen bei den Riesen direkt zum Start des Zuchtjahres an. Ganz unabhängig von Ausstellungsterminen muss erst mal genügend Nachzucht für die eigene Zucht her und das ist manchmal schon schwieriger als geplant. Rammler die nicht recht wollen, Häsinnen die nicht recht aufnehmen und die Planung geht ganz schnell baden. Bis jetzt haben wir gerade mal 1/4 der Würfe auf die wir eigentlich gehofft hatten. Deshalb würde ich mich nie drauf verlassen, das eine Planung nach Ausstellungswünschen auch wirklich klappt. Das kann und soll man natürlich planen, aber den Plan B (erst mal überhaupt den nötigen Tierbestand sichern) nicht vergessen.


    Wie oft eine Häsin wirft und in welchem Abstand mache ich von der Häsin abhängig. Gute Muttertiere die die Aufzucht in guter Verfassung meistern dürfen/müssen häufiger, Häsinnen die es sichtlich auslaugt oder stresst seltener (wenn überhaupt ein weiteres Mal, das kommt drauf an ob ich genug Alternativen habe). Da wir in der Regel die Kleinen 8 Wochen bei der Mutter lassen, sofern keine triftigen Gründe dagegen sprechen, sind 6 Wochen zwischen Geburt und neu decken eigentlich das Minimum. Bei Tieren, die definitiv länger als 1 Jahr in der Zucht bleiben sollen würde ich zumindest einen frühen und einen späten Wurf ansetzen (Herbst und Frühjahr) damit die Ruhephasen nicht zu endlos werden.

  • Servus Thomas,

    kannst du dich an das Wetter Anfang des Jahres erinnern? Bei uns war bis Januar sehr milde Witterung die bei Würfen keine Probleme bereitet hat. Dagegen im März, April bis Anfang Mai immer wieder starke Fröste die massenweise Würfe hinweggerafft haben.


    ...oh. ja, ich erinnere mich sattsam! Ich habe auch im Januar meine Häsinnen belegt, eben weil es so schön mild gewesen ist. Nun ja, die Würfe kamen dann aber im Dauerfrost, sodass mir Jungtiere erfroren sind und die, die überlebten in ihrer Entwicklung deutlich verzögert waren im Vergleich zu den Jungtieren, die frostfrei ausgetragen (höheres Geburtsgewicht) und aufgewachsen sind. In Sachen Ausstellungsreife ist das eine echte Gradwanderung. Da ich aber immer noch mit mir hadere, ob ich nun einem Verein beitrete, unterliege ich gegenwärtig noch nicht dem Terminzwang, ausstellen zu wollen und muss daher auch keine Ausfälle riskieren.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Falko,


    wie ich deiner Einleitung entnehmen kann, möchtest Du die Tiere ausstellen und dementsprechend auch die Jungen planen; bei deiner Rasse kann man von einer Blüte zwischen 8-12 mon ausgehen.


    3 Dinge sollte man dabei beachten:


    1. Hast Du Stallungen, die zur Winterzucht geeignet sind ?


    2. Weißt Du, welche Ausstellungen Du aktiv besuchen willst?


    3. Sind deine Zuchttiere eigentlich in Zuchtkondition, so dass Du problemlos die Leistung abrufen kannst?



    Wenn Du diese 3 fragen mit ja beantworten kannst, kannst Du mit der Zucht beginnen und und planen: Zuchthäsinnen bringen 3-4 Würfe problemlos, auch eng hintereinander - ich plane aus Erfahrung so, dass ich die Jungtiere nach 4 Wochen absetzte und neu belegen lasse , 3 x hintereinander geht gut, den 4. Wurf dann locker auslaufen lassen.


    Je öfter eine Häsin werfen darf, desto leichter und angenehmer für sie, Zwangspausen machen eher krank.Für reine Rassenkaninchenzüchter ist die Zuchtsaison natürlich viel einfacher und gleichmäßiger zu planen.


    mfg Peter

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