getrennte Aufzucht

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  • Hallo,
    da meine Häsinnen in letzter Zeit ja kläglich versagt haben, habe ich mich bei dem Wurf der heute gefallen ist, für eine getrennte Aufzucht entschieden.
    So kann ich dann gucken ob die Häsin das Nest auch zugemacht hat und nicht wieder offen lässt.
    Nun meine Frage, es sind sechs Jungtiere geboren worden, die Mutter hatte sie nur leicht mit etwas Wolle abgedeckt. Ich habe also noch Stroh draufgelegt und die Häsin abgesprerrt. Der Wurf sah gut aus und ist sicherlich heute früh geboren worden. Wann soll ich die Mutter das nächste Mal zu den Jungen lassen und soll ich sie zwei mal oder einmal am Tag zum Säugen lassen?
    Danke für eure Hilfe,
    Julia

  • Hallo Julia,
    wenn die JT heute Morgen geboren wurden, und sie auch gesäugt sind, würde ich es heute am späten Abend versuchen.
    Ich versuche, die Säugetermine immer auf abends hinzubekommen, da ich dann am besten Zeit habe. Normalerweise reicht 1 x säugen in 24 Std., ich kürze dann die Zeit ggf. immer um 2-4 Std. bis es dann mit dem Abend-Termin klappt.
    War bisher auch nie ein Probelm.


    Viel Glück Manfred

  • Da habe ich eine etwas andere Meinung zu: Durch einen Wurf in einer kalten, kalten Nacht, kamen wir auch mal in den Genuß die Häsin und Ihre verbleibenen Jungen ins Haus zu holen. So konnte ich ich genau und ausgiebig beobachten, dass sie mehrmals am tag gesäugt hat. Und wenn wir Kaninchenbabies grossziehen, dann haben wir meist die Babies drinnen und die Mutter draußen. Hier kann man auch ganz genau beobachten, wann die Kleinen unruhig werden, also hunger haben: Nämlich etwa 2 mal am Tag. So sind wir dazu übergegangen, dass wir 2 mal am Tag die Häsinnen zu den Jungen lassen.


    Natürlich halten wir es aber in der Regel so, dass die Häsinnen bei den Jungen bleiben. Denn diese kümmert sich immer mal wieder um das Nest .


    IM Moment haben wir eine MW Häsin, die zum ersten mal Junge hat. Sie liegt immer Quer im Stall und legt ihren Kopf zum Wärmen auf das Nest. Habe das jetzt schon einige male beobachtet. Ich finde das hegen der Nachzucht durch die Häsin sehr wichtig.


    Denk bitte daran, dass die Häsin nach dem säugen die Jungen noch putzen muss, damit sie Kot und Harn absetzen. Also lass ihr beim kontrollierten säugen genügend Zeit.


    Schöne Grüße

  • Hallo,

    Denn diese kümmert sich immer mal wieder um das Nest .


    Oder stört die nötige Nestruhe.

    Denk bitte daran, dass die Häsin nach dem säugen die Jungen noch putzen muss, damit sie Kot und Harn absetzen.


    Meine Häsinnen putzen ihre Jungen während des Säugens und dabei auch nicht alle Junge.


    Bei mir richtet sich das kontrollierte Säugen nach meiner Arbeitszeit im 12- oder 24-Stundenrhytmus entweder morgens um 6.30 Uhr oder abends um 18.30 Uhr +/- 0,5 Std.. Überwiegend säugen meine Häsinnen nur einmal am Tag, ab und zu auch zweimal. Probieren tue ich es morgens und abends, doch einige springen nur einmal auf das Nest oder in den Wurfkasten. Ich würde in Deinem Fall heute Abend die Häsin zulassen. Wenn sie nach 5-10 Minuten nicht auf das Nest geht kannst Du es getrost morgnfrüh probieren. Wenn die Milch drückt dann geht sie auch auf das Nest. Nach dem Säugen, wenn sie vom Nest selber runter ist, kannst Du sie wieder raussetzen.


    Gruß,
    Hubert

  • Hallo zusammen,


    getrennte Aufzucht ist nur ein Notbehelf und sollte nicht die Regel sein.


    Ich habe in etlichen Themen schon auf die Problematik hingewiesen, sie schadet dem Muttertier und hat mittelfristig vermutlich auch Folgen für die Aufzuchtleistungen der so herangezogenen Jungtiere.


    Es ist ein Irrtum zu glauben,dass man mit dieser methode mittel-/langfristig etwas zum positiven verändern kann, die Wahrscheinlichkeit, dass die Aufzuchtsleistungen noch mehr sinken ist groß.


    Naja, bei den Hunden haben wir Kaiserschnitte, bei den Kaninchen getrennte Aufzucht, beim Geflügel Kunstbrut,...... :thumbdown:


    Im übrigen geht es in erster Linie nicht um die "Brutpflege", die ist bei Kaninchen als Reproduktionstier eh nicht so wichtig, es geht um das Verhalten der Muttertiere, deren Stress, der sich auswirkt ( z.B. auch auf die Milchmenge).


    mfg Peter

  • Hallo,


    ich kann die Verzweiflung verstehen, die man nach mehreren missglückten Würfen empfindet. Nur deshalb greift man ja zu dieser Notlösung.
    Ich persönlich habe es so gemacht, dass ich die ersten 3 Tage bzw. bis es wieder etwas wärmer geworden ist, das Nest ins Haus genommen habe. Also großzügig das Nestmaterial und die Jungtiere in eine große Schüssel gelegt und alles mitgenommen. Zur Säugezeit alles wieder in die abgetrennte Bucht arrangiert und dann die Häsin dazugelassen.
    Auch ich habe meine Häsinnen schon bei Kälte dabei beobachtet, dass sie das Nest wärmen.
    Mit der o.g. Maßnahme werden die Jungen warmgehalten, auch wenn die Häsin das Nest durch das Wegsperren nicht selbst wärmen kann.


    Viele Grüsse, Claudia

  • Hallo Claudia,


    auch ich hab veverständnis für akute Situationen, aber wie verrückt sind wir denn eigentlich, wir wissen doch ganz genau, dass bei Minustemperaturen die meisten Würfe eingehen !!!!!!


    warum sorgen wir nicht für ausreichende Temperatur anstatt das ganze drumherum ?


    Ich habe die Probewürfe in den warmen Keller, die anderen Jungtiere kommen erst , wenn die Witterung dies zulässt.


    Unnatürliche Wurfzeiten, unnatürliche Aufzucht, ja was hat dies denn bitte noch mit Rassekaninchenzucht zu tun ??


    Wie überdreht sind wir denn, wenn nicht mal mehr Kaninchen ihre Jungen "ohne Hilfe" großziehen können ??


    Wir suchen nach Fehlern bei den "TierschützerInnen", vielleicht sollten wir uns mal an unseren eigenen Nasen fassen :!: :!: :!:


    Kopfschüttelnd


    Peter

  • Oder stört die nötige Nestruhe.


    Oder es niemand da, der das Nest schließt, falls die Jungen es aufstrampeln. Oder, oder oder....
    Ich denke, dass kann man so oder so sehen. Ansichtssache eben.


    @ Hubert: Also wir haben Würfe von Januar bis April. Die April Tiere bekomme ich mit meiner Fütterungsmethode NICHT zur Schau aufs Gewicht. Wir füttern den Sommer über fast nur Weidegras. Ganz wenig KF. Die Tiere sollen nach der Schau in die Zucht oder auf den Teller. da wollen wir sie gesund aufziehen und naturnah ernähren. Daher verzichten wir fast ganz auf Pelletts. Heu und Gras sind da das Mittel der Wahl. Um Ihnen die Zeit zu geben langsam zu wachsen, ist eine früher Geburt allerdings (meiner Meinung nach) notwendig, damit wir am Ende des Jahres noch für die Schau bereit sind.
    So hat jeder etwas davon. Wir, die Kaninchen und die Preisrichter ^^


    Schöne Grüße

  • Hallo Peter,


    ich gebe Dir Recht, dass diese Methode nur bei Notlösungen eingesetzt werden sollte. Ich habe z. B. nur das kontrollierte Säugen zu meiner Riesenzeit beansprucht, da vermehrt Junge von den Häsinnen beim Säugen mit aus dem Nest gezogen wurden und diese nicht wieder zurückfanden. Dabei ist es dann egal ob Sommer oder Winter. Auch im Sommer kühlt es in der Nacht ab und Junge die sich nicht im Nest befinden sind nach einiger Zeit tot. Wiederum kann bei Minusgraden bei einem gut gebauten Nest mit einer akzeptablen Wurfzahl, die Kälte den Jungen nichts anhaben. Ich hatte schon Häsinnen die bei Minusgraden in Aussenstallungen geworfen hatten und ihre Junge ohne Verluste aufzogen.


    Gruß,
    Hubert

  • Und schon wieder alles weg, weil ich rausgeschmissen wurde. Grmpf :evil:
    Also nochmal...


    Hallo Peter,


    ich gebe dir teilweise Recht.....


    Ich habe momentan einen 4er Wurf, jetzt 4 Wochen alt.
    Die Häsin war im Dezember extrem hitzig, als es so warm war.
    Meinst du nicht, das könnte bei Wildkaninchen auch der Fall sein? Gut, wird auch vom Futterangebot abhängig sein, aber denkbar. Oder?
    Was machen die? Ziehen die zu dir in den Keller? ;)


    Auch im letzten Jahr haben meine beiden Kleinwidder-Häsinnen ausgerechnet im Februar geworfen (Gruppenhaltung), als es so sehr kalt war. Sie hatten je eine Wurfbox zur Verfügung. Was haben die gemacht? Sie haben die Box bis zum Eingang zugestopft und das Nest gut ausgepolstert. Im Übrigen beide Häsinnen in ein- und dieselbe Box und beide haben alle Jungtiere gesäugt.
    Auch meiner jetzigen Häsin hatte ich eine Wurfbox angeboten. Sie wollte sie nicht, hat sie auseinander genommen. Sie hat einen Berg Heu aufgehäuft, ich mußte jeden Tag mehrfach die Raufe füllen. Meine Aufgabe bestand lediglich darin, genügend Material herbeizuschaffen. Ich habe aber auch die Kontrollgänge erhöht und habe mitbekommen, als sie geworfen hat. Helfend eingreifen mußte ich nicht. Doch, ein bißchen Wolle habe ich noch beigesteuert, aber ich glaube, das war mehr Selbstberuhigung, als dass es notwendig gewesen wäre.
    Es ist kein Jungtier gestorben.


    Es geht also schon und ich denke, so furchtbar unnatürlich ist es auch wieder nicht. Bei Wildkaninchen möglicherweise die Ausnahme, aber kommt es wirklich nicht vor?


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Zunächst mal, lieben Dank für euren schnellen Antworten.
    Ich habe die Häsin heute Nachmittag zu den Jungen gelassen und sie hat die Jungen gesäugt und danach wieder das Nest offen gelassen, sprich die Jungen wären wohl wieder erfrohren.
    Ob das nun an den Temperaturen oder ihrer Mutterleistung liegt, weiß ich nicht. Immerhin hat sie bereits einen Wurf erfolgreich großgezogen.
    Nun ist es nun mal so, dass ich diese Jungtiere jetzt brauche. Ansonsten werde ich wohl nicht mehr im Winter eindecken, zumal ich mit den ZWW zeitlich etwas flexibler bin, als die Züchter großer Rassen, die sicherlich eher noch als ich auf diese Lösung angewiesen sind.
    Es ist auch nicht mein Anliegen die Mutteraufgaben zu übernehmen aber immer und immer wieder erfrohrene Jungtiere aus dem Stall zu holen...das geht für mich auch nicht.
    Sicherlich kann ich die Häsin ja auch wieder bei den Jungen lassen, wenn sie aus dem Gröbsten raus sind, Fell haben und die Augen öffnen.
    Wie seht ihr das?
    Zunächst bin ich aber froh, dass die Jungen leben und die Mutter wohl auf ist.
    Liebe Grüße Julia (_B1

  • Hallo zusammen,


    nach 2 anstrengenden Tagen und Nächten und der Erkenntnis, dass es tatsächlich noch wichtigere Dinge im leben gibt als unser hobby noch ein paar sätze:


    Wenn ich die verschiedenen Threads hier im Forum, in denen es über Jungtiere/--verluste geht zusammenfasse, kommen ein paar tausend Juntiere zusammen - und das muss wirklich nicht sein !!! das bringt mich tatsächlich auf die Palme !!!


    Wir wissen doch eigentlich alle, was die grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche kaninchenzucht ist: gesunde fitte Zuchttiere in entsprechender Zuchtkondition .


    Sollen diese Tiere auch noch erfolgreich werfen, kennen wir auch da die grundvoraussetzungen : Ruhe, entsprechende Stallungen und ein entsprechendes Umfeld - Temperatur, Licht, Futter,....


    ...und wenn wir dies alles beachten, kann es auch nicht zu diesen vielen "problemen" rund um die Geburt kommen.


    Eine Zuchthäsin muss in der lage sein, ihre Jungtiere von der Geburt bis zum Absetzten selbständig ohne menschlichen Eingriff versorgen zu können , ansonsten ist es keine Zuchthäsin !!!


    Wir bieten dazu die optimalen Bedingungen im Vorfeld und während der Aufzucht, sonst nichts...


    Dass in Einzelfällen mal was passieren kann, ohne frage, aber die geschilderten Fälle sind schon lange nicht mehr "Ausnahme"...


    Ich habe in einem anderen Zusammenhang gesagt, dass die hauptursache bei Jungtierverlusten die "Menschliche Dummheit " ist, dazu stehe ich....


    Claudia, ich sitze nicht täglich auf dem Feld und beobachte die Wildkaninchen, habe auch keine Videokameras in den bauten,


    aus über 10 Jahren Paarhaltung im Freilauf kann ich dir jedoch berichten, dass dort noch keine Winterwürfe gefallen sind.


    Und "es geht also schon", ja, mit richtigen Zuchttieren kann dies schon gehen, da mussen dann aber alle bedingungen stimmen !!!


    Und wenn dies nicht gegeben ist, "verenden " eben die Jungtiere, bevor sie die Chanche zum Leben hatten - und das ist mir einfach zu viel, dieses "massensterben" muss wirklich nicht sein !!!!


    mfg Peter

  • Hallo Peter,

    Und "es geht also schon", ja, mit richtigen Zuchttieren kann dies schon gehen, da mussen dann aber alle bedingungen stimmen !!!


    Und wenn dies nicht gegeben ist, "verenden " eben die Jungtiere, bevor sie die Chanche zum Leben hatten - und das ist mir einfach zu viel, dieses "massensterben" muss wirklich nicht sein !!!!


    Ja, das stimmt wohl, da muss ich dir Recht geben! Leider!
    Meine Tiere waren immer mehr oder weniger im Freilauf, nicht auf der Wiese, aber draußen in Gruppenhaltung und es gab durchaus mehrfach im Februar Jungtiere. Allerdings bisher immer ohne Verluste. Da scheine ich bisher wohl ausnahmslos gute Muttertiere gehabt zu haben.


    Gruß
    Claudia

    Ich rede nicht schlecht hinter dem Rücken anderer Menschen. Von vorn kann man ihre Reaktionen viel besser erkennen.

  • Hallo


    Wenn die Häsin alles richtig macht kann es kalt sein wie es will , hatte letzes jahr auch mehr Probleme aber dieses Jahr habe ich nur häsinnen aus meiner Linie eingesetz die im Prinzip von der Mutter her gute eigenschaften haben müssten und es haben 8 von 8 gedeckten Häsinnen geworfen 4 im Außenstall bei 14 grad minus 4 im innenstall bei ca 0 Grad alle ohne Wurfkiste . haben super nester gebaut , Es geht schon wenn es verlässliche Häsinnen sind.


    mfg

  • Ich gebe euch recht besonders peter. Warum das jetzt so gehäuft hier bei Züchtern auftritt ist mir auch schleierhaft. In Jules speziellem fall möchte ich erwähnen dass benannte Häsin das erste bzw zweite mal wirft. Den ersten Wurf hat sie verteilt. Das kann passieren man probiert es nochmal. Nun hatte Jule halt Angst und wie sich herausgestellt hat ja auch berechtigt. Die Häsin hat keine gute mutterleistung und wird aussortiert, aber deswegen versucht man ja trotzdem den bereits geborenen Jungtieren zu helfen. Da keine Amme zur Hand eben so. Ich denke man muss also nach Einzelfall entscheiden. Mit solchen Häsinnen mit schlechter mutterleistung bewusst weiter zu züchten halte auch ich für nicht vernünftig. Neben schönheit sollte auch Charakter und nestfürsorge ein wichtiges zuchtkriterium sein.

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