Wie in Schilda !?

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  • Hallo Leute,


    ich habe hier zu unserem Neuanfang ein Thema was vielleicht auch nicht jeden interessiert und bestimmt als schwere Kost zu bezeichnen ist.
    Männer in Erzeugnisgruppen.
    Ein älterer Preisrichterkollege hat vor einiger Zeit seine Vorliebe für das Sticken gefunden. Die Kreisfrauenleiterin seines Kreisverbandes hat ihn dazu ermutig diese Bilder auch einmal auszustellen. Der Preisrichterkollege der diese bewertet hat, wusste natürlich nicht, wem die Bilder gehörten und hat sie somit bewertet und das auch noch ziemlich hoch und damit nahm das Malheur seinen Lauf.....
    Nach den Statuten des ZDK dürfen Männer zwar Mitglied in einer Frauengruppe sein, aber nur passiv oder sie dürfen Erzeugnisse aus Kaninchenfleisch oder Fellsortimente ausstellen, mehr nicht.
    Nun gibt es schon einige Zeit ein Hin und Her und die Frauen wollen keine Männer in ihren Reihen zulassen.
    Die Kreisfrauenleiterin hat nun eine Unterschriftenaktion gestartet, um doch noch Bewegung in die Sache zu bekommen.
    Ich finde es schad, dass es soweit kommen muss.
    In meinem Umfeld wird bei den Züchtern auch kein Unterschied um den kleinen Unterschied gemacht. Wir haben mehrere Frauen, die als Ausstellungsleiter, erster oder zweite Vorsitzender gute Arbeit machen, selbst eine Kreisverbandsvorsitzende und eine Preisrichterin machen ihre Arbeit sehr gut, warum darf also nicht umgekehrt ein Mann nicht in eine Frauen-/Erzeugnisgruppe ausstellen?! Das Gleichheitsprinzip sollte nach meiner Ansicht auch dort gelten.
    Vantommes wird die Unterschriftenliste zum Download ins Forum stellen und ich würde mich freuen wenn der/die Eine oder Andere einige Unterschriften der Kreisfrauenleiterin zuschicken könnte. In meinem Kreisverband hätten die Frauen kein Problem mit einem Mann in ihren Reihen, es passt ja auch nicht zu den rückläufigen Mitgliederzahlen.
    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

  • Hallo Kai,


    in der modernen Zeit, da Männer Fraukleider tragen und den "kleinen Zipfelunterschied" gekonnt verbergen dürfen, sollen, wollen, dürfte es wohl keine so entscheidende Rolle mehr spielen, wer da nun Ottfrieds Socken gestrickt oder eine tolle Kissenplatte gestrickt hat. Ist das Teil gut, gebührt ihm der Wert der Güte.


    Ich verstehe die Frauen nicht, denn soooo viel Nachwuchs gibt es sicherlich nicht bei den Frauengruppen - oder?


    Ich bin in diesem Fall für die "Gleichberechtigung des Mannes" - es ist immer noch ein Hobby. So wie jede Züchterin das Recht hat, Preisrichterin zu werden oder überhaupt Züchterin zu sein, hat auch der Mann das Recht, sein Hobby auszuleben.

  • Hallo


    Dieses Problem passt eigentlich gar nicht mehr in die heutige Zeit, und zeigt eindeutig welcher Nachholbedarf in manchen Fragen bei unserem Hobby besteht. Im Zeitalter wo Schwule und Lesben heiraten dürfen, Frauenverbände sofort nach Gleichberechtigung rufen, sollte es selbstverständlich sein das Mann dasselbe Recht genießt und bekommt.


    Gleiches Recht für alle, ohne Einschränkungen ist in dieser Frage die logische Konsequenz.



    MfG
    Vantommes

  • Hallo


    Kai bat mich zu diesem Thema noch die Unterschriftenliste hier zum Download bereit zu stellen. Druckt diese bitte aus und schickt die Liste dann an die dabei stehende Ardesse.



    MfG
    Vantommes


    Zum Download

  • Hallo!


    Bei diesem Thema könnte ich mich mal wieder stundenlang aufregen, aber inzwischen fehlt mir einfach die Lust dazu ...


    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit ...


    Wenn schon die Überalterung in der Kaninchenzucht ein Problem ist, dann noch viel mehr in den Frauengruppen. Dazu muss man sich ja nur mal die Fotos der Treffen in der Kaninchezeitung anschauen. Die meisten waren ja schon in Rente als ich in den Kindergarten kam.


    Den ewig gestrigen Damen, die sich gegen eine Reformation wehren kann ich nur sagen: dann sterbt doch aus!
    Ist zwar jetzt krass formuliert, aber so ist es doch. Wenn es so weiter geht, wird es in fünfzehn Jahren keine Frauengruppen mehr geben bzw. keine Mitglieder mehr.


    Diese erzkonservative Denkweise setzt sich dann ja auch sicherlich im restlichen Denken weiter ... da will ich gar nicht wissen, wie "herzlich willkommen" eine alleinerziehende junge Muter, anfang dreißig mit einem "unehelichen Kind" ist!?!?
    Selbst wenn sie noch so toll kochen, nähen und was auch immer kann ... "im schlimmsten Fall" ist sie auch noch Vegetarierin :rolleyes:


    Sogar in der katholischen Kirche gibt es schon Messdienerinnen :P


    Da macht sich eine Bundesregierung Gedanken über ein Antidiskriminierungsgesetz, die EU sorgt dafür, dass auch Frauen bei der Bundeswehr in allen Einheiten und Waffengattungen dienen dürfen und dann sowas ...


    Wer Zeit, Lust und Geld hat, der sollte einmal auf EU-Ebene dagegen klagen ... sicherlich mit Erfolg!!


    Genervte Grüße
    Tobias

  • Hallo Kai,
    Du meinst bestimmt Schildau, dort kommen die Schildbürger her.
    Die Stadt liegt in Sachsen und heißt richtig Geneisenaustadt Schildau.


    Sonst hat mir Heidi aus der Seele gesprochen.


    Ein Beispiel noch, wer gerbt den Kaninchenfelle? Frauen oder Männer?


    Gruß Frank

  • Schildbürger, im Lalebuch von 1598 die Bewohner von Schilda (dem heutigen Schildau bei Torgau zugeschrieben); danach Schildbürgerstreich: eine den urspr. Zweck in unsinniger Weise verfehlende Handlung.


    Und was ist ein Lalebuch?
    Lalebuch, dt. Volksbuch, Schwanksammlung, erster Druck 1597 in Straßburg; Verfasser unbekannt. Bekannter als das L. ist die 1598 u.d.T. "Die Schildbürger" erschienene Bearbeitung.

  • Sowas bescheuert altmodisches gibt es noch? ?(
    Bei uns schnitzen die Frauen zusammen mit den Männern und manche Männer klöppeln wunderschöne Spitzen.
    Wenn es Frauen gibt,die beharrlich auf ihr "Weiberkränzchen"bestehen,sollen sie es unter sich beim Kaffeeklatsch ausmachen.
    Auch bei uns zeigte man auf der Kreisschau Bastlerarbeiten,sowohl von Männlein als auch Weiblein,und alles wurde nach Ausführung,Sauberkeit und Gesamteindruck bewertet,egal,von wem die Kunstwerke stammten.
    Echt mal,mich entsetzt so eine Einstellung-ein Mann darf nicht in eine Frauendomäne einbrechen X(

  • Hallo Leute,



    #lach #lach #lach Ich glaube, in den Kaninchenzuchtverbänden fehlt ein ganz wichtiger Vorstandsposten, nämlich der "Gleichstellungsbeauftragte"! Und ich bin ab sofort für Quotenmännern in den "Erzeugnisgruppen"!!!


    LG Waschbär

  • Das ist schon wieder so was von tragisch.


    Bis Mitte 19. Jhdt war es Frauen zb. untersagt zu stricken, das war reine Männersache! Häkeln und Kochen sowieso!


    In der Schweiz ist es bis heute gang und gebe, dass Männer feinste Stickerein machen. Sticken durften in den Alpenländern nur die ganz feinen Damen...aber die großen Gobelines mussten sogar von Männern gemacht werden.


    Offiziere in den USA werden dazu angehalten zu häkeln, um ihre Konzentrationsfähigkeit zu stärken.


    ERst in den letzten 100 Jahren kam es zu so eíner komischen Verschiebung der Kompetenzen. Männer, die gerne ein Hobby ausüben wollen werden diffamiert und fertig gemacht. Es müsste doch wohl klar sein, dass ein Mann genauso oder eine Frau einem Hobby frönen darf, dass plötzlich vom Gegengeschlecht ausgeübt wird. Frauen dürfen sich emanzipieren, Männer scheinbar nicht. Das kann es doch wohl nicht geben. Frauen dürfen Freeclimber und Tätowierer/Piercer und Rocker werden.


    Und dann haben wir noch das Problem, dass sich Leute drum kümmern, was im Schlafzimmer der verschiedenen Züchter sich abspielt. Ich habe es leider 2 Mal an lieben Bekannten, begnadeten Züchtern gesehen, wie sie aus Vereinen geekelt wurden (ja sogar tätlich angegriffen wurden), weil sie einen Lebensgefährten statt einer Frau hatten. DAs hatte natürlich nicht Platz. Während eine Dame mit Lebensgefährtin ohne weiters in den Riegen der Herren angesehen wurde, konnte sie und ihre Partnerin doch das Bier gleich gut stemmen, wie die alten Herren!


    Im Grunde genommen, sollte doch jeder Verein absolut glücklich sein, wenn er inovative Menschen hat, die tolle Hobbys ausüben und/oder super Züchter sind. Anstelle dessen, werden diese Menschen in Grund und Boden gestampft, zerfetzt und gebrochen. Und wer mit wem..geht ja dann wohl überhaupt keinen an. WEiters ist es ja auch nicht fair, einfach jemanden auf ein Gleis zu schieben und vielleicht verschiedenstens zu unterstellen, nur weil er ein entsprechendes Hobby hat. Wie tief sind diese Leute gesunken????


    Ich hoffe, der Herr lässt sich nicht ins Bockshorn jagen! Und diese Damen aus diesem Schildbügerbereich sollten sich schämen, dass sie auf einem Egotripp steckengeblieben sind..Männer machen halt bei Zickenterror nicht gern mit.


    Marina


    P.S. Müsste ich meinen Ehemann auch schief anschauen und aus dem Stall jetzt jagen, weil er Ami ist (definitiv ein Makel in unserer Zeit), rosa Hemden trägt (er hat sogar eine rosa-beige-weiße Tarnhose), stundenlang Puzzles löst, mit Kindern gut umgehen kann und das noch dazu gerne, weil er Meerschweinchen und Katzen mehr als Kaninchen liebt und absolut unmännliche Hobbys hat (Hilfe mein Mann putzt gerne, er kann kann sogar kochen und um Himmels Willen er kann Knöpfe annähen und seine Hemden bügeln und tut es gerne!!) und auch noch hübsch ist, da er sehr sanfte Züge hat. Nein, ich schau ihn nicht schief an, ich bin froh, dass meine Schwiegermutter einen selbstbewussten Mann aus ihm gemacht hat, der nicht an Mamis Rockzipfel hängt.

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