Jakobskreuzkraut (JKK)

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  • Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuzkraut...!


    Da dachte ich doch ernsthaft, bei so viel Pferdeweiden um meine Streuobstwiese herum, kann doch gar kein Jacobskreuzkraut wachsen! Die Pferdehalter werden schon die Augen offen halten. Pustekuchen- heute habe ich es entdeckt, das tückische Kraut. Also hat es den Weg auch nun zu uns gefunden. Es ist auf dem Vormarsch am Bayerischen Untermain. Es heißt nun noch mehr die Augen offen halten. Auch meine Wiesennachbarn sind dann gleich über ihre Wiesen gegangen und haben nach der Pflanze alles abgesucht. Hoffen wir nun, dass wir nichts übersehen haben!
    =1
    Eine Kaninchenhalterin hat mir zwar erzählt, dass sie schon mal JKK im frischen Futter hatte, aber die Kaninchen es nicht gefressen hätten. Im Heu verliert es seinen typischen Geschmack, dann werden es wohl auch die Feinschmeckerkaninchen mitfressen. Aber was ist mit den Bienen? Sie sterben zwar nicht dran, bzw. ihnen macht das Gift nichts aus, aber was ist mit ihrem Honig? Ist der dann giftig?


    Wünsche noch einen schönen Sonntag,


    Gruß,


    Moni :hollyday:

  • Hallo Moni,


    dieses Teufelszeugs ist überall auf dem Vormarsch. Bei uns ist noch das Stadium "schlafen und verharmlosen" bei den Grundstücksbesitzern aktuell. Die werden erst dann aufwachen, wenn die ersten Tiere gesichert daran sterben. Oder natürlich, wenn Kinder zu Schaden kommen. Schliesslich kann es auch durch Berühren toxisch wirken, deshalb immer mit Handschuhen arbeiten! Man kann jedes Jahr die zunehmende Ausbreitung beobachten. An den Böschungen von viel befahrenen Straßen blüht es derzeit überall in Massen, wo letztes Jahr noch Einzelpflanzen standen. Auf meinen "eigenen" Pferdekoppeln habe ich es glücklicherweise noch nicht, und auf meinen Kaninchenwiesen auch noch nicht.


    Viele Grüsse, Claudia

  • Hallo Monika,


    gebe mal Senecio jacobaea in eine Suchmaschine ein, dann findest Du alle gewünschten Infos.


    Wikipedia, BfR, Giftpflanzenkompendium, Käsekessel und vetpharm der Uni Zürich sind gute und kompetente Informationsstellen.


    Kaninchen sollen auf das Gift nicht ansprechen, außer es wird intravenös gespritzt.
    Honig kann giftbelastet sein, allerdings am wenigsten Deutscher Honig.


    Hauptverursacher der Ausbreitung sind staatliche und kommunale Stellen, da sie Weg- und Straßenränder zu wenig abmähen und von da aus die rasante Verbreitung voranschreitet.
    Leider kann da nicht der Bürger für die Beseitigung bei Strafandrohung verdonnert werden und die Finanznot dieser Stellen als Ausrede immer ausreichend ist.


    Gruß
    Karl


    PS
    Verwende bitte den deutschen Namen Jakobsgreiskraut, der auch dem bot. Namen entspricht. Leider weiß aber der deutsche Normalbürger nichts mehr mit dem Begriff Greis anzufangen und verwechselt ihn auch mit Kreis; daher nimmt die Verwendung von Kreuzkraut zu.

  • Sorry, wenn ich jetzt mal gegenhalte:
    Das Jakobskreuzkraut scheint seit einigen Jahren ein typisches Sommerlochthema zu sein.
    Es handelt sich erstmal um eine einheimische Pflanze (im Gegensatz zum Beispiel zum Schmalblättrigen Kreuzkraut, das sich seit einigen Jahren entlang von Autobahnen ausbreitet).Es scheint sich zumindest lokal zu verbreiten- ob daran jemand "schuld" ist im Sinne er tut nichts, ist unklar. Zu verlangen jezt alle Brachflächen, Straßenränder etc. ständig und oft zu mähen, oder mit Herbiziden platt zu machen, kann es wohl nicht sein - auch wegen der ökologischen Kollateralschäden. Im Umgang mit Giftpflanzen ist natürlich Vorsicht angebracht - aber wir haben so einiges in Gärten und Zimmern, was nicht in den Salat gehört- ohne, dass es damit Probleme gibt. Der Verein (http://www.jakobskreuzkraut.de) , der in Google immer zuerst erscheint, ist mit Vorsicht zu betrachten - das waren die, die vor 2 (?) Jahren deutsche Rucoloa-Bauern an den Rand des Riuns brachten, weil jemand das Gemeine Kreuzkraut in einer Salatpackung gefunden hatte (oder haben wollte). Die Artikel wurden natürlich mit Bildern vom Jakobskreuzkraut bebildert, das macht mehr her.Die Fragen zur Giftigkeit für Kaninchen und Auswirkungen auf Honig wurden schon genannt.
    Hier noch ein Link zu einer Stellungnahme der Imker:


    http://www.deutscherimkerbund.de/phpwcms_ftp/Giftpflanze.pdf


    Der Überschrift ist eigentlich nichts hinzufügen.


    Übrigens: Für meine Tiere (gegenwärtig leider nur Meerschweine) achte ich auch darauf, dass kein Jakobskreuzkraut im Futter ist. Ambrosie und Herkuleskraut sind aber mit Sicherheit größere Probleme.


    Gruß


    Hagen

  • Sommerlöcher


    werden oft mit aktuellen Themen die halt im Sommer typisch sind "gestopft", während man Winterlöcher meist mit eingefrorenen Nippeltränken, Heu, Stroh und Pellets stopft. ;-)


    Mit Ratgeberbüchern tue ich mir immer schwer, finde ich eine "ungereimte" Stell am Anfang des Buches, dann lege ich es weg da ich dann glaube, dass der Rest dann auch nicht glaubwürdiger ist. Genauso geht es mir mit Internetseiten, die hochgelobt und am Ende doch nur eine von der anderen abkopiert wurde. (Erkennbar z.B. an immer dem gleichen Schreibfehler).


    Ein Forum dagegen lebt vom direkten Austausch, meist von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen, usw...


    Um einen Gemüse- oder Obstbauern an den Rand des Ruins zutreiben braucht man keinen Verein dazu, der über Giftpflanzen aufklärt, dazu reicht schlicht und einfach ein kleines Virus Namens EHEC, oder?


    Und zum Schluß, wollen wir mal hoffen, dass das Kraut nicht Unternaturschutz gestellt wird. Beim Bayerischen Landwirtschaftsministerium wird es immerhin unter "Kräuter" geführt. Als giftige Pflanzen sind dort 3 aufgeführt die aber allen schon bekannt sind. Von der Giftigkeit hat man dort sicher noch nichts gehört oder gelesen.


    Gruß,


    Moni

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