neue Videoreihe "Gesunde Kaninchen" (Enterocolitis)

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  • Ich habe mir den Film auch bestellt. Da ich im Ausland wohne wird es wohl noch etwas dauern bis ich die DVD habe. Bin echt gespannt... was ich so auf der HP sah erschien mir sehr interessant. Soll ja eine Filmreihe mit diversen Kaninchenthemen werden - sofern ich es richtig gelesen habe.


    Liebe Grüsse
    Alexandra

  • Hallo,
    ich habe die DVD auch bekommen und angesehen.
    Ich hatte mir, ehrlich gesagt, etwas anderes darunter vorgestellt. Es werden in 120 min. nur Interviews mit verschiedenen TA und Tierhaltern geführt. Das ein oder andere Kaninchen ist kurz zu sehen.
    Ich hatte mehr Praxis, mehr Fotos oder Filme von erkrankten Beständen oder Anschauungsmaterial erwartet. Auch fehlen mir Grafiken und Zusammenfassungen, die mich komprimiert nachschlagen lassen. Ich hätte es mehr interaktiv erwartet. Vieles wiederholt sich; praktisch kann ich wenig davon gebrauchen. Deshalb finde ich die 49 € schon ganz schön happich.
    Es ist halt wie ein Fachvortrag, den man als Zuschauer erlebt.


    LG, Sabine

  • Hallo!


    Inzwischen habe ich mir den Film auch schon ein paar mal angesehen und auch ich hätte mir mehr erwartet.


    Mir fehlten ausführlichere Futtertipps/ -hinweise und mehr Anwendungsbeispiele für den züchterischen Alltag.


    Vieles war mir entweder zu ungenau oder zu wissenschaftlich.


    Vielfach wurde auf die verschiedenen Medikamente und deren Anwendungszeiträume hingewiesen. Für mich entstand der Eindruck, man sollte seine Kaninchen fast ganzjährig unter Medikamenteneinfluss halten ... vor und nach dem Decken, in der Aufzuchtphase, vor und nach der Ausstellung usw.


    Dabei wollen wir Züchter ja genau dies nicht! Wir wollen doch über Zucht und Selektion gesunde, frohwüchsige Stämme, die wir mit entsprechender Fütterung zur schönen neuen Zuchttieren heranwachsen lassen.
    Die Pflege und Fütterung der Tiere sollte dabei eine Art Prophylaxe sein (viel Rohfaser, Kräuter, Apfelessig etc.). Aber genau das kam für mich zu kurz.
    Den besten Beitrag hierzu lieferte meiner Meinung nach Thomas Schneider ab, auch schon in der Videoreihe "Erfolgreich Züchten" ein sympathischer Interviewpartner.



    Gruß
    Tobias

  • Und nochmals ich!


    Wir hatten am Freitag ein Sonder-Züchtertreffen, bei dem wir diesen Film vorgeführt haben. Geplant war eine anschließende Diskussion und der Austausch von Erfahrungen.
    Da aber nur 6 Züchter/ innen anwesend waren (obwohl der gesamte Kreisverband eingeladen war), war es eine recht familiäre Runde.


    Ist aber auf der anderen Seite ja auch toll, dass das Thema nur für 5 weitere Personen interessant ist, da die anderen 40 Züchter des KV dann damit wohl keine Probleme haben :evil:
    Aber auf der Ausstellung wieder jammern, weil so viele Jungtiere eingegangen sind und "ach was kann man dagegen nur machen" ...


    Damit die Arbeit nicht ganz umsonst war, füge ich hier eine kleine Zusammenfasung des Films ein, sortiert nach den einzelnen Personen.
    Gedacht war diese Zusammenfassung als Erinnerungshilfe für zu Hause.



    Zusammenfassung der einzelnen Beiträge des Films
    „Gesunde Kaninchen/ Themen-Special Enterocolitis“


    Johannes Winkelmann


    Auftreten der Krankheit
    · jahreszeitliche Schwankungen, verstärktes Auftreten im Herbst
    · erstes Auftreten in den Intensivmastbetrieben, seit Ende der 90er auch verstärkt in den Hobbyzuchten (deutschlandweit)
    · Krankheitsursache: vielschichtig: Clostridien, Viren und Bakterien
    => multifaktorelles Krankheitsbild!
    · nicht jeder Durchfall ist Enterocolitis, sondern kann auch seine Ursachen in der Fütterung, der Hygiene, schlechter Wasserqualität und in Mangelerscheinungen (Vitamine, Mineralien usw.) haben
    · empfohlener (vorbeugender) Maßnahmenkatalog:
    => regelmäßiges Misten, sachgerechte Futterlagerung, Desinfektion (mit Wirkung gegen Kokzidien!!), Quarantäne von neu gekauften oder ausgestellten Tieren
    · Reduzierung der Belastung durch Kokzidien und Würmer, da diese die Enterocolitis stark begünstigen




    Gertrud Rossi


    · Verluste in unbehandelten Beständen bis zu 90 %
    · Verluste bei behandelten Beständen 1 – 30 %
    · Enterocolitis als allgemeiner Sammelbegriff, bevor nähere Details bekannt waren, heute treffender E.coli-Dysenterie, wenn die Hauptursache bei E.coli-Bakterien liegt und Mukoide Enteritis/ Darmlähmung, wenn die Ursache bei Clostridien liegt
    · Erste Anzeichen, dass die Enterocolitis-Problematik „im Stall“ sein könnte sind Deckunlust bei Häsinnen, Verwerfen (auch mehrmalig), dünner Kot bei Alttieren. Die Jungtiere dieser auffälligen Häsinnen sind dann oft auch sehr anfällig ...
    · Übertragungswege von Mutter zu Kind, unter den Jungtieren gegenseitig und auch durch den Zuchtrammler von infizierten auf gesunde Häsinnen. Aber auch durch den Züchter!!
    · Erkrankte/ verstorbene Tiere sollten im Labor untersucht werden, um die Ursache bzw. den/ die Erreger zu isolieren, damit ein stallspezifischer Impfstoff hergestellt werden kann
    · Isolierung der kranken Tiere (sofort aus dem Wurf bzw. Stall nehmen)
    · schnelle Reaktion bei ersten Problemen durch den Züchter ist notwendig, um die Verluste möglichst gering zu halten
    · Maßnahmen: häufiger ausmisten, reinigen der Nester, Desinfektion, optimale Fütterung
    · Gesundheits-Selektion vorrangig über die Häsinnen
    · Wiederholt kranke Tiere nicht für die Zucht verwenden, ebenso keine Tiere mit Schnupfen usw. da hier das Immunsystem bereits geschwächt ist und die Tiere anfälliger sind
    · Die Fütterung ist NICHT Ursache der Krankheit, kann aber die Tiergesundheit und somit die Anfälligkeit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen/ unterstützen
    · Pflanzen (Weide, Eichen, Nussbaumblätter) und Kräuter (Oregano, Thymian etc.) wirken positiv auf die Darmflora und wirken schadkeimmindern. Bei bereits erkrankten Tieren können diese aber nicht „reparierend“ auf den abgestorbenen Darm wirken
    · Vorsicht beim Kauf & Verkauf von Tieren => Quarantäne!!




    Michael Schmidt


    · einmalige Behandlung erkrankter Tiere reicht nicht aus, da z.B. Clostridien und Kokzidien langlebige Sporen bilden
    · tägliche Gesundheitskontrolle ist wichtig, um schnellstmöglich handeln zu können
    · Futtermittel: niedriger Protein- / Eiweißgehalt bei hohem Rohfasergehalt
    · Unterschied Kokzidiose zu Enterocolitis
    => Kokzidiose: Bauch fest aufgebläht und gluckernde Geräusche
    => Enterocolitis: Bauch weich, aber verhärtete Darmschlingen fühlbar
    · Wichtig ist, dass die Tiere fressen. Grünfutter wird meist noch gerne angenommen, besonders Topinambur
    · Züchterische Möglichkeiten: nur gesunde Tiere aus gesunden Würfen zur Weiterzucht einsetzen
    · Trinkwasser ansäuern (z.B. Apfelessig senkt pH-Wert) wirkt sich positiv aus




    Thomas Schneider


    · die Fütterung und Vitalität sind sehr wichtig
    · möglichst hoher Rohfaseranteil (z.B. durch Heu) in „Pferdequalität“
    · „Tiere müssen sich groß hungern“ è Zucht nicht Mast! Somit wird auch den Schadkeimen die Futtergrundlage entzogen bzw. verringert (è Eiweiß)
    · regelmäßige Futter- und Gewichtskontrolle
    · Apfelessig hat keinen direkten Einfluss auf den pH-Wert im Darm, hilft aber die Keime im Wasser zu mindern
    · Gruppierung im Stall nach Altersklassen (z.B. von links nach rechts im Stall). Erleichtert die altersgerechte Versorgung der Tiere und die medikamentöse Behandlung
    · die Vitalität der Häsin ist besonders wichtig
    · mindestens 6 Zitzen!
    · auch Laien können den frischen Kot nach Würmern untersuchen
    · Kokzidienkuren vor der Zucht. Dies kann allerdings vorübergehend die Fruchtbarkeit beeinflussen
    · lieber mit wenigen Zuchttiere große & vitale Würfe ziehen. Dies vergrößert auch die Selektionsbasis pro Verpaarung
    · Tiere beim Züchter kaufen, Tipps & Tricks erfahren, aber auch etwas über in diesem Bestand bereits vorhandene Probleme wissen
    · nicht die Spitzenzüchter durch Kauf deren Tiere kopieren (Gen-Verarmung in der Zucht), sondern versuchen die eigene Zucht zu verbessern




    Thomas Nacken


    · Vorstufe ist verstärktes Auftreten von Beilauferkrankungen (trändende Augen, Milben, ...) und nachlassende Fruchtbarkeit
    · erste Anzeichen kommen meist schleichend
    · Geruchsveränderungen im Stall sind erste Anzeichen
    · kranke Tiere müssen aus dem Bestand genommen werden, eventuell töten und untersuchen lassen
    · Fressen/ Trinken ist wichtig, egal was (Pellets, Grünfutter, ...), um den Nahrungsbrei und die Medikamente weiter zu transportieren
    · Tee mit Zucker und Salz
    · Medikamente nur gezielt und nach Absprache mit dem Tierarzt einsetzen, da ansonsten das Krankheitsbild nicht eindeutig oder nur schwer erkannt werden kann.
    · Desinfektion: ausflammen oder chemisch, je nach Stallbauart
    · kranke Tiere zum Schluss versorgen è Züchter als Krankheitsüberträger!!
    · Ansäuerung des Wassers als Prophylaxe
    · optimale Haltung: stets sauber und trocken mit genügend Frischluft
    · besonders gefährdete Rassen: Rassen die vom Wildtyp stark abweichen, z.B. in Bezug auf Größenwachstum oder Rassen mit extrem hohem Leistungsstand (nach dem Standard)





    http://www.Kaninchenfilm.de


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  • Hallo
    Bin auch der Meinung wie Sabine,wirkliche Hinweise bekommt
    man nicht.
    Das was da berichtet wird hat man ja schon alles gelesen.(Züchterzeitung)
    Man hat wirklich das Gefühl das welche das Thema ENTEROCOLITIS
    aus nützen, und nur einen schnellen EURO machen zu wollen.(49€ )


    MfG Siggi ;( ;( ;(

  • Hallo!


    Ich weiß nicht so recht. Vermutlich würde ich mir den Film (DVD) heute nicht mehr kaufen.


    Ausgesprochen interessant fand ich die Ausführungen von Frau Dr. Rossi. Winkelmann, Schmidt, Schneider und Nacken brachten bereits Bekanntes oder bezogen sich auf sie.


    Das Thema ist meines Erachtens nicht gerade überzeugend aufbereitet. Vor allem der Interviewcharakter stört mich immens. Dazu ist kein Filmmaterial nötig, das kann auch im Sinne eines "Hörspiels" angelegt werden und ist bedeutend billiger. Außerdem vermisse ich Beispiele (Züchteraussagen, Stallanlagen, Tiere, deren Befunde, Untersuchungsmethoden etc.). Das hätte interessant werden können.


    Ich habe mir den Film in drei Teilen angesehen. Ich hatte nicht zu wenig Zeit, ich fand es nur ausgesprochen mühsam über eine Zeitspanne von 120 min konzentriert zuzuhören.


    Mittlerweile befinden sich 5x "Erfolgreich züchten", 3x "Die Macher" und nun "Enterocolitis" in meinem Regal. Die Filme wurden allesamt von Thomas Rosenberger erstellt. Je mehr ich von dem Herrn kaufe, desto weniger überzeugt er mich. Ich denke, die Qualität hat in der oben erwähnten Reihenfolge nachgelassen.


    MfG
    Fred

  • Aus diesem Grund habe ich mir den Film gar nicht erst gekauft – immerhin hieß es bereits im Vorfeld, daß es hauptsächlich Interviews von Dr. Rossi und anderen sind. Nach euren Aussagen habe ich dann wohl auch nicht großartig was versäumt .
    Daß es bei dem Film noch nicht die erwartete „allgemeingültige Lösung“ des Problems geben konnte, war irgendwie klar, denn sonst hätte man das auch schon von/an anderer Stelle gehört, falls es schon etwas hundertprozentiges gegen Enterocolitis geben sollte. Und da alle anderen Erfahrungen und Erkenntnisse zu dem Thema ohnehin laufend in der Kaninchenzeitung veröffentlicht wurde, konnte ich mir auch nicht vorstellen, was da noch so großartig Neues bei dem Film dabei sein kann.


    Stimmt wenn das ganze anders aufbereitet gewesen wäre – mit mehr Bildmaterial – Bilder erkrankter Kaninchen, Dokumentation des Krankheitsverlaufes, Erklärung der unterschiedlichen Verdauungskrankheiten am Tier, Aufzeigen erster unterstützender Maßnahmen, etc...- dann wäre das ganze schon wieder interessanter. Aber für einen reinen Vortrag ist ein Film ja dann wohl eher das falsche Medium, da erwarte ich mir schon auch mehr Bildmaterial vom eigentlichen Thema, andernfalls hätte man das ganze ja auch schriftlich oder wie Fred sagte, auf Hörkassette publizieren können.
    Ich kenne den Film zwar nicht, aber so wie ich das von euch heraushöre, war das wohl nicht der Fall, daß die Krankheit auch „im Stall“ gezeigt wurde. Bin daher froh, daß ich mir den Film nicht gekauft habe.


    lg
    Satinchen

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