Tätowierung bei Jugend

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  • Hallo Claudia,


    maßgebend ist der Standard des ZDRK.
    Solange hier einzelne Farbenschläge als Rasse aufgeführt sind, z.B. die Silberkaninchen, Satin und Rexkaninchen, ist das gültig.
    Inzwischen sind die Deutschen Riesen nur noch eine Rasse mit verschiedenen Farbenschlägen, wie bei den Deutschen Widdern.


    Der Zusammnfassungsbogen für die TGRDEU ist nach meiner Meinung nicht entscheidend.


    Aber vieleicht wird das im neuen Standard geändert?


    MfG.


    Siegfried
    Werntalzwerge

  • Ich dachte dass Helle Großsilber eine eigene Rasse sind und es noch Deutsche Großsilber in den Farbschlägen blau, gelb, schwarz, havanna und graubraun.

    So hätte ich es auch gesehen. Wenn die Herauszüchtung bei den Deutschen Großssilbern auf verschiedenen Wegen erfolgte kann ich es durchaus nachvollziehen. Die Hellen Großsilber sind ja auch vom Typ und Körperbau gut von den Deutschen Großssilbern zu untersscheiden. Die Champagnesilber sind noch mal eine Nummer für sich. Ich denke dass es gut ist verschiedene Rassen allein schon vom Körperbau , Kopfform und Größe usw. unterscheiden zu können. Wichtig ist aber auch dass die Preisrichter mitziehen. Wenn immer die dicksten Köpfe die höchsten Bewertungen bekommen, dann braucht man sich nicht wundern wenn irgendwann alle Rassen aussehen wie weiße Neuseeländer in verschiedenen FArben.


    Gruß Klemens

  • Ich darf aber auch ein positives Erlebnis nicht verschweigen. Bei einem Treffen der DGrS Züchter in Erfurt wurden Entwürfe für den neuen Standard diskutiert. Da hat man diese Formulierung gewählt:
    "Der Körper ist leicht gestreckt und im übrigen gut ausgeglichen. Die Rückenlinie ist ebenmäßig mit gut abgerundeter Hinterpartie. Der Kopf ist kräftig, aber nicht so markant wie beim Hellen Großsilber und dicht am Rumpf angesetzt...."
    Ich finde es gut dass man bewusst die Unterschiedlichkeit betonen will.


    Gruß Klemens

  • Hier ein Auszug aus der neuen Kaninchenzeitung von dem hier geschätzten Zuchtfreund Henry Majaura




    Kennzeichnung von Schecken



    „Wie sind einfarbige Zwergwidder
    aus Scheckenwürfen zu kennzeichnen, wenn es eine weitere Zucht im Verein mit
    genau derselben Farbe in einfarbig gibt? Gehören alle Jungtiere aus dem
    Scheckenwurf zur einen (gescheckten) Farbe, und die einfarbigen zur anderen
    Farbe, oder sind diese als gemeinsames Zuchtbuch zu führen?“ Diese bereits vor
    einem Jahr diskutierte Frage ist in ihrer Umsetzung recht kompliziert. Zur
    Erläuterung: Mit Zuchtbuch ist im Folgenden das Blatt im Vereinszuchtbuch
    gemeint, auf dem die jeweiligen Farbenschläge gesondert geführt werden.



    Unstrittig ist zunächst: Für die Erfassung der
    Zuchten nach Rassen
    und Farbenschlägen
    zum Jahresende nach TGRDEU gehören die kompletten Scheckenwürfe, einschließlich
    die
    einfarbigen, in die Meldung der
    Schecken. Alle Würfe aus den parallel geführten Zuchten der einfarbigen Tiere
    gehören dem getrennt aufzuführenden Farbenschlag „einfarbig“ an. Kompliziert
    wird die Umsetzung in die Zuchtbuchführung. Zum Zeitpunkt der Diskussion Ende
    2015/Anfang 2016 bestand das Problem, dass in der Aufgabenstellung des ZDRK an
    die Softwarefirma dieser Sonderfall offenbar nicht berücksichtigt wurde und die
    digitale Zuchtbuchführung somit nicht in der Lage ist, die einfarbigen Tiere
    aus Scheckenwürfen zu erkennen. Das ist aber wichtig. Denn Sinn und Zweck der
    zuchtbuchgeführten Kennzeichnung ist es, jedes Rassekaninchen als Unikat
    auszuweisen und Verwechselungen von zwei Vertretern derselben Rasse und Farbe sind
    durch die Tätowierung auszuschließen. So kann man etwa das Zuchtbuch für
    schwarze Widderschecken nicht ohne Berücksichtigung des Zuchtbuches der
    schwarzen Widder führen. Es würde unweigerlich zu Zweifach-Tätowierungen
    kommen. In der Praxis gibt es zwei Wege aus dem Dilemma: Das Zuchtbuch der
    Widderschecken wird mit dem der einfarbigen Widder gleicher Farbe
    zusammengefasst. Dann würden alle Würfe der Schecken und einfarbigen Tiere
    nacheinander erfasst und jedes Jungtier – unabhängig von Scheckung oder Farbe –
    hätte seine eigene laufende Nummer. Wenn das Vereinszuchtbuch per Hand geführt
    wird, gibt es damit keine Probleme. Einige Software bietet die Möglichkeit,
    Tätonummern oder auch Farbenschläge in der Jungtiererfassung zu ändern, womit
    die Verfahrensweise „per Hand“ übernommen werden kann. Der Zuchtbuchführer muss
    zum Jahresende allerdings aufpassen, dass er für die Tierbestandsmeldung die
    Würfe der Schecken komplett von denen der einfarbigen trennt und einschließlich
    der Zuchttiere in einer gesonderten Zeile erfasst. Es werden für jeden
    Farbenschlag gesonderte Zuchtbücher (nach TGRDEU) geführt. Dort darf nicht
    jeder Farbenschlag isoliert für sich betrachtet und die Kennzeichnung
    unabhängig vom anderen erfolgen. Auch wenn das in der Facebook-Diskussion sogar
    von langjährigen, erfahrenen und auch qualifizierten Züchterfreunden so behauptet
    wurde. Zweifachvergaben von Tätonummern sind bei den einfarbigen aus
    Scheckenwürfen dann der Normalfall. Es gibt also nur einen Weg. Dabei kommt dem
    Zuchtbuchführer eine große Sorgfaltspflicht zu. Denn er muss bei jedem Eingang
    eines Deckscheins aus den Scheckenwürfen prüfen, ob dort einfarbige Tiere
    vorhanden sind und wenn ja, ob er bereits bei den einfarbigen dieses
    Farbenschlags einen Wurf eingetragen hat. Und umgekehrt. Geht ein Deckschein
    der einfarbigen Tiere ein, dann ist zu prüfen, ob bei den Schecken bereits ein
    einfarbiges Jungtier tätowiert wurde. Mit dessen Folgenummer beginnend sind
    alle weiteren einfarbigen Kaninchen zu kennzeichnen. Das geht dann über das
    Jahr so weiter und führt im Ergebnis dazu, dass die fortlaufende Nummerierung
    der einfarbigen Tiere durch die einfarbigen Nachkommen aus Scheckenwürfen
    unterbrochen ist. Bei den Scheckenwürfen folgen die Einfarbigen dann der einen
    Nummernfolge und die Schecken jeder farblichen Aufspaltungsvariante der
    anderen. Das ergibt auf den betreffenden Deckscheinen ein gewöhnungsbedürftiges
    Durcheinander, erfüllt aber den Sinn der Kennzeichnung und ist bei der Verfahrensweise
    leider nicht zu ändern. Diskutierte Verfahren, wonach ein
    Scheckenzüchter je Wurf zwei nach einfarbigen
    und Schecken getrennte Zuchtmeldungen zu führen hat, entsprechen nicht der
    Praxis und sind abzulehnen. Unterstützt Software die Arbeit des
    Zuchtbuchführers oder Züchters im gewohnten Ablauf, dann ist sie gut. Hat der
    Züchter seine jahrelange Arbeitsweise der Software anzupassen, dann ist diese
    weniger gut.



    HENRY MAJAURA

  • Hehe,
    das finde ich jetzt schon ein wenig amüsant.

    Jan, das ist einfach nur WAHNSINN von dir.
    Wirklich kaum zu glauben.

    Auch wenn ich der Meinung wie Michael bin -das nach Rasse und nicht Farbschlag Tätowiert wird.
    Aber anscheinend hat die Verfahrensweise in der Praxis seine Verwendung... Ob das nun richtig oder falsch ist, ist eine andere Sache.


    Aber wie du siehst Michael: Der Wahnsinn lebt :D


    Beste Grüße und ein schönes WE


    Jan

  • Hallo,
    da ich Freitag dabei war als die Bestimmungen der ZDRK-jugend besprochen wurden, weis ich nun,
    dass auch dort steht die Tiere der Jugend sollen gesondert im Zuchtbuch geführt werden, kann ich die Aussage bestätigen.



    Allerdings weiß ich, dass in der Praxis beide Varianten angewendet werden und auch akzeptiert werden.


    Bei den den ZDRK-Clubbestimmungen steht auch ein Satz der in der Praxis nicht angewandt wird und wohl bald gestrichen wird.....


    Ob nun die Tiere der Jugend gesondert eingetragen werden oder zusammen mit den Tiere der Altzüchter, wo ist der große Unterschied?
    Wichtig ist doch nur dass sie im Zuchtbuch geführt werden, oder?


    Ich habe schon einmal erlebt, dass der Zuchtbuchführer bei Tieren der Jugend den falschen Block verwendet hat....... (das J fehlte dann im rechten Ohr),
    da die Tiere fortlaufend geführt wurden, war nur eine Bescheinigung für Fehltätowierung nötig, gäbe es die gleichen Nummern noch in der Altzüchterabteilung, hätte man wohl noch alle mit "0" nachtätowieren müssen.


    Es hat also alles Vor- und Nachteile.


    Gruß Kai

    Fehler machen ist menschlich,
    dazu stehen zeugt von Größe,
    wer sie nur bei Anderen sucht, tut mir nur Leid.

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